Wie löscht man Feuer?

Feuer und Löschen

Entwurf: noch nicht von Jugendwarten fachlich geprüft

Das Wichtigste in Kürze

  • Löschen heißt, dem Feuer eine seiner drei Zutaten wegzunehmen: das Brennbare, den Sauerstoff oder die Wärme.
  • Wasser kühlt. Es ist das wichtigste Löschmittel der Feuerwehr.
  • Schaum, Pulver, Kohlendioxid oder eine Decke ersticken das Feuer. Sie nehmen ihm die Luft.
  • Nie Wasser auf brennendes Fett! Es spritzt und das Feuer wird zur Stichflamme. Bei Fettbrand: Deckel drauf und Herd aus.
  • Als Kind löschst du keine Brände. Du holst Hilfe und rufst die 112.

Wie löscht man?

Du erinnerst dich an das Verbrennungsdreieck: Brennstoff, Sauerstoff und Wärme. Die Feuerwehr löscht, indem sie eine Seite wegnimmt:

  • Abkühlen: Wasser nimmt dem Feuer die Wärme. So löscht man Holz, Papier und Stoff.
  • Ersticken: Schaum, Pulver oder eine Decke decken das Feuer ab. Es bekommt keine Luft mehr.
  • Brennstoff wegnehmen: Man schließt den Gashahn oder räumt Brennbares weg, bevor das Feuer es erreicht.

Welches Löschmittel für welches Feuer?

Die Feuerwehr teilt Brände in Klassen ein, je nachdem, was brennt. Davon hängt ab, womit man löscht:

  • A: feste Stoffe wie Holz, Papier, Stoff. Hier hilft Wasser.
  • B: Flüssigkeiten wie Benzin oder Lack. Hier hilft Schaum oder Pulver.
  • C: Gase wie Erdgas oder Propan. Zuerst den Gashahn zudrehen.
  • D: Metalle. Dafür gibt es Spezialpulver. Nie mit Wasser löschen!
  • F: Speisefette und -öle, zum Beispiel in der Pfanne. Nie mit Wasser löschen!

Der Feuerlöscher

Ein Feuerlöscher ist für kleine Anfangsbrände. Du siehst ihn in Fluren, Schulen und in Fahrzeugen. So benutzt man ihn (immer nur mit Erwachsenen):

  1. Sicherung ziehen.
  2. Auslösen (den Hebel drücken).
  3. Mit dem Wind auf den Brand zielen, nicht gegen den Wind.
  4. Kurze Stöße geben und das Feuer von vorn nach hinten ablöschen.

Der Löscher reicht nur für kurze Zeit, meist weniger als eine halbe Minute. Wenn das Feuer größer ist, geht ihr raus und ruft die 112.

Wenn du mehr wissen willst

  • Vier Löschwirkungen: Abkühlen, Ersticken, Brennstoff entfernen und Inhibition (das Pulver stört die Flammenreaktion, sodass das Feuer nicht weiterbrennen kann).
  • Wasser kühlt sehr gut. Aus einem Liter Wasser werden beim Verdampfen etwa 1.700 Liter Wasserdampf. Das verdrängt Sauerstoff, kann aber auch verbrühen.
  • Vollstrahl und Sprühstrahl: Der Vollstrahl ist gebündelt und hat große Reichweite. Der Sprühstrahl ist fein verteilt, kühlt eine große Fläche und schützt besser vor Hitze.
  • Strom: Bei elektrischen Anlagen muss man Sicherheitsabstände einhalten. Strom und Wasser vertragen sich nicht.
  • Fettbrände (F) und Metallbrände (D) löscht man nie mit Wasser.
  • Löschen mit wenig Wasser: Die Feuerwehr spritzt gezielt, damit der Wasserschaden klein bleibt.