Schlauch und Strahlrohr

Geräte der Feuerwehr

Entwurf: noch nicht von Jugendwarten fachlich geprüft

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Schlauch bringt das Wasser vom Fahrzeug zum Feuer. Er hält dem Wasserdruck stand.
  • Es gibt verschiedene Größen: B ist dick, C ist mittel, D ist dünn. Beim B-Schlauch kuppeln zwei, beim C-Schlauch eine Einsatzkraft.
  • Schläuche werden zusammengekuppelt: Kupplungen werden im Uhrzeigersinn festgedreht und gegen den Uhrzeigersinn gelöst.
  • Das Strahlrohr steuert das Wasser: Hebel vorn ist Vollstrahl, Hebel hinten ist Sprühstrahl.
  • Ein Strahlrohr legst du nie geöffnet ab. Es kann wild um sich schlagen und Menschen verletzen.

Der Schlauch

Der Schlauch ist ein Rohr aus Gewebe. Er ist flach, wenn kein Wasser darin ist, und wird rund, wenn Wasser durchfließt. Die Feuerwehr benutzt hauptsächlich diese Größen:

  • B-Schlauch: dick, für lange Strecken und viel Wasser.
  • C-Schlauch: mittel, für die Leitung zum Strahlrohr.
  • D-Schlauch: dünn, selten gebraucht.

An beiden Enden sitzen Kupplungen. Mit ihnen werden Schläuche aneinandergekuppelt oder an das Fahrzeug, den Verteiler oder das Strahlrohr angeschlossen.

Kuppeln und lösen

  • Zusammenkuppeln: Die beiden Kupplungen aufeinanderlegen und im Uhrzeigersinn drehen, bis sie fest sitzen.
  • Lösen: Gegen den Uhrzeigersinn drehen.
  • Beim B-Schlauch kuppeln zwei Einsatzkräfte zusammen, beim C-Schlauch eine.

Kuppeln übst du am besten mit leeren Schläuchen in der Wache. Frag deinen Betreuer, wie es an euren Schläuchen funktioniert.

Das Strahlrohr

Das Strahlrohr sitzt am Ende des Schlauchs. Mit ihm bestimmst du, wohin und wie das Wasser spritzt:

  • Vollstrahl: Das Wasser kommt gebündelt heraus und fliegt weit. So erreicht man auch entfernte Brandstellen.
  • Sprühstrahl: Das Wasser kommt als feiner Nebel, er kühlt eine große Fläche und schützt auch dich besser vor Hitze.
  • „Wasser halt“: Das Rohr wird geschlossen, es kommt kein Wasser mehr.

Beim Mehrzweckstrahlrohr stellst du den Strahl mit dem Hebel ein: vorn Vollstrahl, hinten Sprühstrahl.

Wichtige Regeln

  • Strahlrohr nie geöffnet ablegen. Der Schlauch kann sich bewegen und jemanden treffen.
  • Nicht mit dem Strahl auf Menschen zielen. Auch bei Übungen nicht.
  • Beim Wasserabgeben gibt es einen Rückstoß. Halte das Strahlrohr gut fest und stelle dich sicher hin.
  • Nie auf Schläuche treten, die unter Druck stehen. Man kann stolpern.
  • Am Ende alles wieder zusammenrollen und ordentlich verstauen.

Wenn du mehr wissen willst

  • Schlauchreserve: Man legt immer etwas mehr Schlauch aus, als man braucht. Meist eine C-Länge je Geschoss, damit der Trupp Bewegungsfreiheit hat.
  • Sichern: Schläuche werden an Festpunkten festgemacht, zum Beispiel am Geländer mit der Feuerwehrleine. Nie an einer Leiter.
  • Über die Straße: Wenn ein Schlauch eine Straße kreuzt, legt man zwei bis drei Schlauchbrücken auf. So können Autos darüberfahren, ohne den Schlauch zu zerquetschen. Der Verkehr wird vorher gesichert.
  • Besetzung: Ein C-Rohr bedient eine Person. Ein B-Rohr braucht mehr Kräfte, weil es mehr Wasser abgibt und stärker zurückstößt.
  • Hohlstrahlrohr: Bei diesem Rohr stellst du Sprühwinkel und Wassermenge ein, bevor du das Wasser freigibst. Es schützt besser vor Hitze.
  • Wasser sparen: Gezielt und dosiert spritzen, damit nicht mehr Wasser Schaden anrichtet als das Feuer.