Das Wichtigste in Kürze
- Nicht überall gibt es einen Hydranten. Dann holt die Feuerwehr Wasser aus einem Teich, See, Fluss oder Löschwasserbehälter.
- Das geht mit einer Pumpe und einem Saugschlauch. Die Pumpe saugt das Wasser an und drückt es in die Schläuche.
- Am Ende des Saugschlauchs sitzt der Saugkorb. Er hält Schmutz und Äste fern.
- Der Saugschlauch hat Leinen: die Halteleine zum Festmachen und die Ventilleine für das Ventil im Korb.
- Die Pumpe bedienen Erwachsene mit Ausbildung. Du lernst, wie es geht, und hilfst bei den Handgriffen, die dein Betreuer erlaubt.
Wozu braucht man das?
Ein Feuerwehrauto hat meist einen Tank mit Wasser. Der ist aber irgendwann leer. Dann braucht die Feuerwehr Nachschub. Auf dem Land gibt es oft nur wenige Hydranten. Darum ist die Wasserentnahme aus offenen Gewässern ein wichtiges Wissen. Offene Gewässer sind zum Beispiel Teiche, Seen, Flüsse und Kanäle.
Was gehört dazu?
- Die Pumpe: Sie steht am Ufer oder im Fahrzeug. Eine tragbare Pumpe mit eigenem Motor heißt Tragkraftspritze (TS). Bei größeren Fahrzeugen ist die Pumpe fest eingebaut.
- Saugschläuche: Sie sind dick und steif. Sie halten dem Sog der Pumpe stand und fallen nicht zusammen. Darum sind sie nicht weich wie die Druckschläuche.
- Saugkorb: Ein Sieb am Ende des Saugschlauchs. Er hält grobe Teile fern.
- Schutzkorb: Er schützt den Saugkorb zusätzlich.
- Halteleine: Damit wird die Saugleitung gehalten und gesichert.
- Ventilleine: Sie öffnet das Ventil im Saugkorb. Sie wird locker verlegt und neben der Pumpe abgelegt.
- Kupplungsschlüssel: Damit zieht man die Kupplungen fest an.
So läuft es ab
- Standort: Die Pumpe steht möglichst waagerecht und nah am Wasser. Der Chef bestimmt den Platz.
- Pumpe sichern: Sie darf nicht verrutschen.
- Saugleitung zusammenbauen und an die Pumpe kuppeln. Das machen die Feuerwehrleute zuerst an Land.
- Saugleitung ins Wasser bringen: Der Korb liegt genügend tief im Wasser und entgegen der Fließrichtung. Der Korb darf nicht im Schlamm liegen.
- Leinen festmachen: Die Halteleine wird gespannt befestigt, die Ventilleine liegt locker bereit.
- Pumpe starten, entlüften und das Wasser ansaugen.
- Wasser abgeben: Die Schläuche bekommen Druck, und das Wasser fließt zum Strahlrohr.
Wichtige Regeln
- Der Saugkorb liegt mindestens 30 Zentimeter unter der Wasseroberfläche. Sonst saugt die Pumpe Luft an, und es kommt kein Wasser.
- Nicht im Schlamm, sonst verstopft der Korb.
- Entgegen der Fließrichtung bedeutet: Die Öffnung zeigt gegen die Strömung. Das gilt nach der Feuerwehr-Dienstvorschrift 1.
- Pumpe nie in geschlossenen Räumen, wenn sie einen Motor hat: Abgase sind giftig.
- Nicht ans Ufer treten, wenn es rutschig oder steil ist. Sicherheit geht vor.
- Nicht ins Wasser gehen. Das ist gefährlich.
Was kannst du üben?
- Saugschläuche kuppeln, zu zweit mit Kupplungsschlüsseln, wenn dein Betreuer es erlaubt.
- Teile benennen: Saugkorb, Schutzkorb, Halteleine, Ventilleine.
- Den Weg des Wassers nachzeichnen: Teich, Saugleitung, Pumpe, Schlauch, Strahlrohr.
- Löschwasserstellen finden: Wo gibt es bei euch Hydranten und Teiche?
Wenn du mehr wissen willst
- Wer baut auf? Meist übernimmt der Wassertrupp die Wasserentnahme. Der Maschinist bedient die Pumpe.
- Mit Bereitstellung: Bei Wasserentnahme aus offenen Gewässern befiehlt der Einheitsführer meist einen Einsatz mit Bereitstellung.
- Alternativen: Eine Tauchpumpe kann Wasser aus dem Teich fördern, ohne dass Saugschläuche nötig sind.
- Pflege: Nach dem Einsatz wird die Pumpe entwässert, bei Schmutzwasser mit sauberem Wasser gespült und geprüft.
- Mehr dazu findest du bei den Seiten für Erwachsene unter „Offenes Gewässer und Saugleitung“ und „Tragkraftspritze“.