Das Wichtigste in Kürze
- Knoten brauchst du bei der Feuerwehr jeden Tag: zum Befestigen, zum Verbinden und zum Hochziehen von Geräten.
- Die vier wichtigsten Knoten für den Anfang: Halbschlag, Mastwurf, Schotenstich und Spierenstich.
- Der Mastwurf befestigt, der Schotenstich verbindet zwei Leinen, der Halbschlag führt Geräte und der Spierenstich sichert andere Knoten.
- Übe mit einer dicken Leine, zuerst langsam, dann schneller. Knoten lernt man nur mit den Händen.
- Wichtig: Jeder tragende Knoten wird mit dem Spierenstich gesichert.
Der Halbschlag
Der Halbschlag ist der einfachste Knoten. Du führst die Leine einmal um einen Gegenstand und steckst das Ende von unten durch die Schlaufe, die dabei entsteht.
- Die Leine einmal um den Gegenstand legen.
- Das Ende über die stehende Leine führen.
- Das Ende von unten durch die Schlaufe stecken.
- Festziehen.
Er hält nur auf Zug. Deshalb benutzt man ihn meist zusammen mit anderen Knoten. Mit ihm führt man zum Beispiel Geräte beim Hochziehen an der Hauswand.

Der Mastwurf
Der Mastwurf ist der wichtigste Knoten zum Befestigen. Du kannst ihn legen (zwei Augen über einen Pfosten schieben) oder binden (direkt um einen Gegenstand).
Mastwurf legen:
- Ein Auge formen (eine Schlaufe), dann daneben ein zweites Auge auf die gleiche Weise.
- Das rechte Auge über das linke ziehen, sodass beide genau übereinander liegen.
- Beide Augen über den Gegenstand schieben (zum Beispiel eine Stange).
- Festziehen und mit dem Spierenstich sichern.
Merke dir: Der Mastwurf besteht aus zwei Halbschlägen, die man übereinanderlegt.


Mastwurf binden: Wenn du das Ende der Leine frei hast, geht es auch so:
- Die Leine einmal um den Gegenstand führen und über die stehende Leine legen.
- Ein zweites Mal um den Gegenstand führen.
- Das Ende unter der zuletzt gelegten Windung hindurchstecken.
- Festziehen und mit dem Spierenstich sichern.

Der Schotenstich
Mit dem Schotenstich verbindest du zwei Leinen. Er klappt auch, wenn sie unterschiedlich dick sind. Die dickere Leine bildet die Schlaufe, das Ende der dünneren wird darumgelegt und festgezogen.

Der Spierenstich
Der Spierenstich ist die Sicherung für andere Knoten. Er verhindert, dass sich ein Knoten lockert, wenn er mal zieht und mal nicht.
- Das freie Leinenende parallel zur Leine legen.
- Das Ende um die Leine herumführen und unter ihr hindurchziehen.
- Ein Auge entstehen lassen und das Ende durch das Auge stecken.
- Festziehen, ganz nah am Knoten.
Das freie Ende soll noch etwa eine Handbreit lang sein und parallel zur Leine liegen.

Üben macht den Meister
- Binde jeden Knoten mehrmals, bis er dir ohne Nachdenken gelingt.
- Mach den Test: Zieh am Knoten. Er soll halten und nicht rutschen.
- Binde mit geschlossenen Augen, wenn du sicher bist. Im Einsatz ist es manchmal dunkel.
- Nimm dir Zeit. Ein sauberer Knoten ist besser als ein schneller.
Wenn du mehr wissen willst
- Der Achterknoten verbindet und befestigt. Er wird beim Einbinden in einen Auffanggurt und am Ende einer Leine benutzt. Auch ihn sichert man mit einem Spierenstich.
- Der Mastwurf wird zum Hochziehen gebraucht: Mit Mastwurf und Halbschlag zieht man Geräte wie die Axt oder ein Strahlrohr hoch.
- Saugleitung: An jedem Saugschlauch wird die Halteleine mit einem Halbschlag befestigt.
- Auszugseil einer Schiebleiter: Es wird mit Mastwurf und Spierenstich an einer Sprosse befestigt.
- Die Feuerwehrleine heißt so, weil sie bei der Feuerwehr für viele Aufgaben dient. Sie ist robust und wird im Beutel aufbewahrt.
- Fehler, die du vermeiden solltest: Ende zu kurz gelassen, Knoten nicht festgezogen, kein Spierenstich, Knoten allein für tragende Lasten benutzt.