Das Wichtigste in Kürze
- Brandenburg hat viel Wald, und der brennt oft. Fast alle Waldbrände entstehen durch Menschen, nur sehr wenige durch Blitze.
- Im Wald darfst du nicht rauchen und kein Feuer machen, auch nicht ein kleines. Das gilt das ganze Jahr.
- Auch am Waldrand gilt das: Weniger als 50 Meter vom Wald entfernt ist offenes Feuer verboten.
- Wenn du Rauch oder Feuer im Wald siehst, gehst du weg und rufst 112. Du löschst nicht selbst.
- Sag genau, wo es brennt. Das ist das Wichtigste für die Feuerwehr.
Warum brennt der Wald so schnell?
Der Boden in vielen Wäldern ist im Sommer sehr trocken. Nadeln, Gras, Zweige und Moos liegen auf dem Boden und brennen leicht. Wind trägt das Feuer weiter. Ein Funke genügt, und aus einem kleinen Feuer wird ein großer Brand. In Brandenburg ist die Waldbrandgefahr bundesweit am höchsten. Etwa ein Drittel aller Waldbrände in Deutschland entsteht hier.
Wodurch entstehen Waldbrände? Meistens durch Unachtsamkeit: eine weggeworfene Zigarette, ein Lagerfeuer, ein Grill, heiße Autoteile über trockenem Gras, achtlos liegen gelassener Müll.
Wie brennt ein Wald?
- Bodenfeuer: Es brennt nur der Boden mit Gras, Nadeln und Zweigen. Es ist langsamer und leichter zu löschen.
- Vollfeuer: Auch die Baumkronen brennen. Es ist sehr heiß, schnell und gefährlich.
- Moorbrand: Er brennt unter der Erde. Man sieht ihn kaum, aber er ist gefährlich.
- Flugfeuer: Brennende Teile fliegen mit dem Wind und zünden an anderen Stellen neue Feuer.
Die wichtigsten Regeln im Wald
- Nicht rauchen, auch nicht am Waldrand. Zigarettenreste nie wegwerfen.
- Kein Feuer machen: Weder im Wald noch weniger als 50 Meter vom Waldrand entfernt. Kein Grill, kein Lagerfeuer.
- Kein Müll, besonders kein Glas. Glasscherben können wie ein Brennglas wirken.
- Nicht über trockenem Gras parken, weil das Auto unten heiß wird.
- Nicht in gesperrte Gebiete gehen. Bei hoher Waldbrandgefahr gibt es manchmal Betretungsverbote.
- Wege frei lassen, damit die Feuerwehr durchkommt.
- Nur an ausgewiesenen Plätzen darf man in Ausnahmefällen Feuer machen.
Die Waldbrandgefahrenstufen
Es gibt fünf Stufen: 1 sehr gering, 2 gering, 3 mittel, 4 hoch, 5 sehr hoch. Du findest sie auf Warnschildern und im Wetterbericht. Je höher die Stufe, desto vorsichtiger musst du sein. Das Verbot für Rauchen und Feuer im Wald gilt aber immer, auch bei Stufe 1.
Wenn du Rauch oder Feuer siehst
- Geh weg, gegen den Wind, damit der Rauch dich nicht erreicht.
- Warne andere, die in der Nähe sind.
- Ruf 112 an. Sag:
- Wo brennt es? Nenne den Ort so genau wie möglich. Im Wald gibt es Schilder mit Nummern an Wegen. Sag, welche Nummer du siehst. Sonst beschreibe Wege, Straßen und Gebäude in der Nähe.
- Was brennt? Nur der Boden oder auch Bäume? Ist starker Wind?
- Sind Menschen in Gefahr? Gibt es Häuser in der Nähe?
- Wer bist du, und von wo rufst du an?
- Warte, bis die Feuerwehr kommt, und zeige ihr den Weg.
- Versuch nicht, den Brand selbst zu löschen, wenn du ein Kind bist.
Und wenn du mit der Gruppe im Wald bist?
- Der Betreuer entscheidet. Bleib bei der Gruppe.
- Wenn ihr ein Feuer macht, dann nur an einem erlaubten Platz und mit Erwachsenen. Mehr dazu auf der Seite „Sicherheit im Lager“ für Ausbilder.
- Bevor ihr geht: Feuer und Glut müssen komplett aus sein.
Wenn du mehr wissen willst
- Fast alle Waldbrände entstehen durch Menschen. Nur ein kleiner Teil durch Blitzschlag.
- Die Feuerwehr kämpft mit besonderen Fahrzeugen, mit Wasser über lange Strecken und manchmal mit Hubschraubern gegen Waldbrände. Das siehst du bei den Seiten für Erwachsene unter „Vegetationsbrand“.
- Entstehungsbrände, also ganz kleine Brände, können Erwachsene oft austreten oder mit Sand abdecken, wenn sie sich dabei nicht in Gefahr bringen. Kinder tun das nicht selbst.
- Das Gesetz: Die Regeln stehen im Waldgesetz des Landes Brandenburg. Wer sich nicht daran hält, muss ein Bußgeld zahlen.