Leistungsspange

Ausbildung

Entwurf: noch nicht von Jugendwarten fachlich geprüft

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Leistungsspange ist die höchste Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr. Sie wird als Gruppe erworben, nicht allein.
  • Wer darf? Jugendliche von 15 bis 18 Jahren, die sich mindestens ein Jahr in einer Jugendfeuerwehr bewährt haben. Welche Jahrgänge in einem Jahr dran sind, steht in der Januar-Ausgabe des LAUFFEUER.
  • Fünf Übungen an einem Tag: Schlauchleitung auslegen, Kugelstoßen, Staffellauf, Löschangriff, Fragen beantworten.
  • Die Gruppe besteht aus 9 Mitgliedern, eine Staffel aus 6. Der Stärkere hilft dem Schwächeren.
  • Bestanden hat man mit mindestens 10 Punkten, und ohne bestimmte Null-Wertungen.

Was die Leistungsspange will

Sie soll Prüfstein und Auszeichnung sein für junge Menschen, die sich früh in eine Gemeinschaft einfügen, Verantwortung übernehmen und sich auf praktische Hilfe für andere vorbereiten. Gefordert wird eine fünffache Leistung innerhalb einer Löschgruppe oder Löschstaffel: gute persönliche Haltung, geordnetes und geschlossenes Auftreten, Schnelligkeit und Ausdauer, Körperstärke und Gewandtheit, feuerwehrtechnisches und allgemeines Wissen. In allen Sparten zählt die Gemeinschaftsleistung.

Wer kann mitmachen?

  • Alter: 15 bis 18 Jahre. Es zählt der Jahrgang. Stichtag ist der 31. Dezember des laufenden Jahres.
  • Mitgliedschaft: mindestens ein Jahr in einer Jugendfeuerwehr.
  • Gruppe oder Staffel: Eine Gruppe hat 9, eine Staffel 6 Angehörige.
  • Wer abnimmt: Nur eine Person mit Abnahmeberechtigung der DJF. Die muss man auf besonderen Lehrgängen erwerben.

Die fünf Übungen

Alle fünf müssen an einem Tag erfüllt werden.

1. Schnelligkeitsübung
Die Gruppe legt 8 doppelt gerollte C-Schläuche aus und kuppelt sie, jeweils zu zweit, über 120 Meter. Die Staffel legt 5 Schläuche. Zeitgrenze: 75 Sekunden bei der Gruppe, 70 Sekunden bei der Staffel. Die Leitung muss ohne Verdrehung und ordentlich gekuppelt liegen.

2. Kugelstoßen
Alle stoßen nacheinander ohne Anlauf (höchstens zwei Schritte), von dort, wo die Kugel gelandet ist. Insgesamt müssen 55 Meter (Gruppe) oder 36 Meter (Staffel) erreicht werden. Die Jungen stoßen eine Kugel von 4 kg, die Mädchen eine von 3 kg.

3. Staffellauf
Die Gruppe läuft zusammen 1.500 Meter, die Staffel 1.000 Meter. Jede und jeder läuft nur einmal, die Teilstrecken sind frei wählbar. Der letzte Läufer muss nach spätestens 4:15 Minuten (Gruppe) oder 2:50 Minuten (Staffel) im Ziel sein.

4. Löschangriff
Er wird ohne Wasser vorgetragen, nach den geltenden Feuerwehr-Dienstvorschriften: ohne Bereitstellung, Wasserentnahme aus offenem Gewässer, vier Saugschläuche, doppelt gerollte C-Schläuche, zügige Vornahme von drei C-Rohren (Gruppe) oder zwei (Staffel).

5. Fragenbeantwortung
Alle beantworten Fragen zu: Organisation, Ausrüstung, Geräte, Löschmittel, Löschverfahren der Feuerwehr, Unfallverhütung, Gesellschafts- und Jugendpolitik.

Bekleidung

Antreten in der Kleidung nach der DJF-Bekleidungsrichtlinie, mit Schutzhelm, Schutzhandschuhen und festem Schuhwerk. Bei den feuerwehrtechnischen Übungen werden Handschuhe getragen. Kugelstoßen und Staffellauf macht man in Sportkleidung. Spikes und Stollenschuhe sind verboten.

Bewertung

  • Wertungsrichter: Fünf Personen, je eine pro Übung, dazu die abnahmeberechtigte Person der DJF.
  • Punkte: Für jede Übung gibt es 0 bis 4 Punkte. Bei Schnelligkeit, Kugelstoßen und Staffellauf ergibt sich der Wert aus Zeit oder Weite. Löschangriff und Fragen bewertet die zuständige Wertungsperson. Dazu kommt der Durchschnitt aus dem Gesamteindruck der Einheit.
  • Bestanden: mindestens 10 Punkte insgesamt.
  • Ausscheiden: Die Einheit scheidet aus bei weniger als 10 Punkten, bei mangelhaftem Gesamteindruck, bei einer Null-Wertung im Löschangriff oder in der Fragenbeantwortung, bei zwei Null-Wertungen, bei einer Null-Wertung in einer der anderen drei Übungen, wenn die Wiederholung nicht bestanden wird, und bei Betrug. Ein Versuch reicht.
  • Wiederholung: Eine Übung kann einmal wiederholt werden, wenn die Gesamtpunktzahl von 10 erreicht wurde. Nach dem Ausscheiden darf man erst nach vier Wochen neu antreten.

Ablauf und Organisation

  • Wo: In der Regel mindestens auf Kreisebene. Am besten verbunden mit einem mehrtägigen Treffen oder Zeltlager.
  • Anmeldung: Der Kreisjugendfeuerwehrwart meldet bis zum 31. Januar eines Jahres bei der Landesjugendfeuerwehr an. Die genehmigt.
  • Spangen: Besorgt nur die Landesjugendfeuerwehr, den Preis zahlt der Veranstalter.
  • Verleihung: In einer Feierstunde am Tag der Bewertung. Der Eintrag erfolgt im Mitgliedsausweis der DJF.
  • Tragen: Am Übungsanzug oberhalb der linken Brusttasche, später auch als Original oder Bandschnalle am Dienstanzug der Feuerwehr.

So bereitest du die Gruppe vor

  • Fang früh an. Die Übungen sind teils anspruchsvoll, besonders Löschangriff und Zusammenspiel der Gruppe.
  • Übe die Teile einzeln, dann zusammen, dann unter Zeit.
  • Lass die Gruppe sich selbst organisieren: Wer ist für welche Strecke beim Lauf und welchen Stoß gut?
  • Stärken nutzen, Schwächere stützen. Genau das will die Leistungsspange.
  • Das Wissen lässt sich gut mit den Seiten dieser Plattform üben, zum Beispiel Löschmittel, Unfallverhütung und Organisation.
  • Nimm Druck raus. Die Gruppe soll stolz sein, nicht gestresst.

Hinweis zu Löschangriff und Gerät

Die Übungen mit Saugleitung und Tragkraftspritze setzen eine gute Anleitung durch Ausbilder voraus. Achte immer auf Unfallverhütung und auf die Altersgrenzen der Geräte. Mehr zur Verantwortung findest du auf der Seite „Aufsichtspflicht“.

Quellen

In eigenen Worten nach den „Richtlinien zum Erwerb der Leistungsspange“ des Fachausschusses Wettbewerbe der Deutschen Jugendfeuerwehr (Stand 01.01.2024, jugendfeuerwehr.de). Dort gibt es auch die Durchführungsbestimmungen, Ausbildungsfolien und den Meldebogen.