Gemischte Altersgruppen von 7 bis 15

Pädagogische Grundlagen

Entwurf: noch nicht von Jugendwarten fachlich geprüft

Das Wichtigste in Kürze

  • In vielen Jugendfeuerwehren sind Kinder und Jugendliche sehr unterschiedlichen Alters zusammen, zum Beispiel von 7 bis 15 Jahren. Die Aufgabe ist, alle zu fordern, ohne jemanden zu überfordern.
  • Bewährt hat sich: Dieselben Themen kommen jedes Jahr wieder, aber auf höherem Niveau. Aus dem Konkreten wird mit den Jahren das Abstrakte.
  • Ältere Kinder können die Jüngeren „an die Hand nehmen“. So lernen beide, und die Älteren bleiben gefordert.
  • Plane für jede Altersgruppe passende Aufgaben, zum Beispiel einfache Basisaufgabe plus Zusatzaufgabe für Ältere.
  • Bewegung, Abwechslung und Erfolgserlebnisse halten Kinder bei der Sache, besonders die Jüngeren.

Der Gedanke der Wiederholung

Die Deutsche Jugendfeuerwehr empfiehlt, dass die Mitglieder während ihrer Zeit in der Jugendfeuerwehr jedes Jahr an dieselben Themenbereiche herangeführt werden. Dabei gilt:

  • Am Anfang knüpfst du an die Erfahrungswelt der jungen Kinder an.
  • Von Jahr zu Jahr gehst du tiefer in den abstrakten Bereich hinein.
  • So passt die Ausbildung zum Alter der Kinder und bringt intensive Wiederholung.

Ein Thema wie „Löschen“ sieht deshalb bei einem 8-Jährigen anders aus als bei einem 14-Jährigen. Der Jüngere probiert Wasser und Kerze aus, der Ältere lernt Brandklassen und Löschmittel kennen.

Praktische Tipps für gemischte Gruppen

  • Aufgaben staffeln: Jede Aufgabe hat eine Grundstufe und eine Zusatzstufe. Wer fertig ist, macht weiter.
  • Helferrollen: Ältere Kinder übernehmen Verantwortung, zum Beispiel als Zeitnehmer, Schiedsrichter oder Paten für Neue.
  • Teams mischen: Ältere und Jüngere arbeiten zusammen. Wichtig: Die Älteren erklären, aber lassen die Jüngeren selbst machen.
  • Kurze Phasen für Jüngere: Plane mehrere kleine Abschnitte statt einer langen Einheit.
  • Mehr Bewegung zwischen den Phasen, besonders bei Kindern unter 10.
  • Für Ältere eigene Herausforderungen: Wettbewerbe, Verantwortung, kleine Vorträge.
  • Nicht vergleichen: Jedes Kind lernt in seinem Tempo.

Was Kinder in der Feuerwehr brauchen

  • Sicherheit: klare Regeln und verlässliche Erwachsene.
  • Erfolgserlebnisse: Kleine Ziele, die man erreicht.
  • Gemeinschaft: Freunde, Teamgefühl, ein Gruppenname oder Ritual.
  • Verantwortung: Aufgaben, die man übernehmen kann.
  • Spaß: Kinder kommen freiwillig und bleiben, wenn es ihnen gefällt.

Kindergruppen: Spiel steht im Vordergrund

Das Bildungsprogramm der Deutschen Jugendfeuerwehr beschreibt für Kindergruppen einen eigenen Schwerpunkt: allgemeine Jugendarbeit und Spiel. Feuerwehrthemen werden spielerisch vermittelt, zum Beispiel durch Malen, Basteln oder Spiele, nicht durch Übungen am Gerät. Kinder können oft nicht lange zuhören oder sich konzentrieren, deshalb ist die Vorbereitung besonders wichtig. Kinderrechte und Kindeswohl müssen gewährleistet sein, und die Kinder sollen mitbestimmen.

Wenn du mehr wissen willst

  • Ausbildung ist keine vorgezogene Grundausbildung. Die technische Bildung in der Jugendfeuerwehr vermittelt Grundkenntnisse, ersetzt aber nicht die Ausbildung der Einsatzabteilung. Es gibt dafür keinen Leistungsnachweis.
  • Die technische Bildung deckt viele Themen ab: Fahrzeuge und Geräte, Verbrennung, Löschmittel, Organisation, Taktik (Vorgehen der Trupps), Wasserversorgung, vorbeugender Brandschutz, Einführung in den Funk, Unfallverhütung, Erste Hilfe und einfache Technische Hilfe.
  • Außerdem sollen Jugendliche an demokratischen Prozessen beteiligt werden und sich für ehrenamtliches Engagement begeistern.
  • Praktische Beispiele: Kuppeln, Schläuche auslegen und aufnehmen, Leinen befestigen, Knoten, Strahlrohre mit Wasserabgabe, Hydranten bedienen.
  • Auf dieser Seite findest du im Bereich „Für die Jugendfeuerwehr“ die passenden Themen in kindgerechter Sprache.