Vorsicht, Strom!

Feuer und Löschen

Entwurf: noch nicht von Jugendwarten fachlich geprüft

Das Wichtigste in Kürze

  • Strom kann man nicht sehen, nicht riechen und nicht hören. Deshalb ist er so gefährlich.
  • Fass nie ein herunterhängendes Kabel an, auch wenn es nur auf dem Boden liegt. Geh weg und ruf 112.
  • Halte mindestens 20 Meter Abstand zu einer heruntergefallenen Stromleitung. Das ist ungefähr die Länge von zwei Klassenzimmern hintereinander.
  • Strom und Wasser sind eine gefährliche Mischung.
  • Hochspannungsmasten und Umspannhäuschen sind tabu. Dort klettert man nicht, dort spielt man nicht.

Was ist Strom?

Strom ist Energie, die durch Kabel fließt. Er macht das Licht an, treibt den Kühlschrank an und lädt dein Handy. Aber er kann auch den Körper durchfließen. Das ist gefährlich und kann tödlich sein. Schon wenig Strom kann Muskeln verkrampfen, sodass man nicht mehr loslassen kann.

Wo steckt Strom?

  • In jedem Haus: Steckdosen, Lampen, Geräte.
  • Draußen: Freileitungen auf Masten, Erdkabel unter dem Boden, Umspannhäuschen und Verteilerkästen.
  • An der Bahn: Oberleitungen über den Gleisen. Sie stehen unter sehr hoher Spannung.
  • Auf Dächern: Solaranlagen erzeugen Strom, solange Licht darauf fällt.
  • In Akkus: In Fahrzeugen und Geräten.

Dieses Zeichen warnt: ein gelbes Dreieck mit einem Blitz. Wer es sieht, hält Abstand.

Wenn eine Leitung heruntergefallen ist

  1. Nicht anfassen, auch nicht mit einem Stock oder Besen.
  2. Weg gehen: Mindestens 20 Meter Abstand.
  3. Andere warnen: „Hier ist eine Stromleitung heruntergefallen!“
  4. Notruf 112 wählen und sagen: Wo liegt die Leitung? Ist jemand verletzt?
  5. Warten und aufpassen, dass niemand in die Nähe geht.

Warum so viel Abstand? Wenn eine Leitung den Boden berührt, fließt der Strom wie ein Trichter in die Erde. Wer hineintritt, bekommt zwischen den Füßen Spannung. Das nennt man Schrittspannung. Am Rand ist es harmlos, ein Schritt weiter kann es lebensgefährlich sein. Deshalb gilt: Abstand halten.

Regeln für jeden Tag

  • Nicht klettern auf Strommasten, Umspannhäuschen und Verteilerkästen.
  • Nicht mit Drachen in der Nähe von Stromleitungen spielen.
  • Keine nassen Hände an Steckdosen und Geräten.
  • Kein Föhn, Radio oder Handy in der Badewanne oder am Wasser.
  • Beschädigte Kabel meldest du Erwachsenen. Du reparierst sie nicht selbst.
  • Nichts in die Steckdose stecken. Auch nicht mit Gabeln, Nägeln oder Drähten.
  • Ladegeräte nicht unter Kissen und Decken legen.
  • Gewitter: Bei Gewitter gehst du in ein Haus oder ein Auto, nicht unter Bäume.

Wenn jemand einen Stromschlag bekommen hat

  1. Nicht sofort anfassen, wenn die Person noch an der Stromquelle hängt. Du könntest selbst Strom abbekommen.
  2. Strom abschalten lassen, zum Beispiel an der Sicherung oder durch Herausziehen des Steckers, wenn das gefahrlos geht.
  3. Notruf 112.
  4. Erste Hilfe, sobald es sicher ist: Wach? Atmet? Siehe die Seiten „Erste Hilfe“ und „Wiederbelebung“.
  5. Immer zum Arzt: Auch wenn es der Person gut geht. Der Strom kann das Herz beeinflusst haben.

Was macht die Feuerwehr?

  • Sie hält Abstand zu Leitungen. Bei Niederspannung (Haushaltsstrom) mindestens 1 Meter. Bei Hochspannung mehr, wenn die Spannung nicht bekannt ist, immer 5 Meter.
  • Sie holt den Netzbetreiber. Der schaltet die Leitung ab und erdet sie. Erst dann wird gerettet oder gelöscht.
  • Sie sperrt ab. Niemand soll in die Nähe kommen.
  • Sie löscht nicht einfach mit Wasser. Bei Strom gelten besondere Abstände für den Wasserstrahl.

Wenn du mehr wissen willst

  • Niederspannung reicht bis 1.000 Volt. Haushaltsstrom hat 230 Volt. Hochspannung ist alles darüber.
  • Wasser leitet Strom, besonders wenn es schmutzig ist. Auch überflutete Keller und Verteiler können gefährlich sein.
  • Warum Abstand? Bei hoher Spannung kann der Strom sogar durch die Luft springen. Das nennt man Lichtbogen. Er ist sehr heiß und kann schwer verletzen.
  • Mehr dazu findest du bei den Seiten für Erwachsene unter „Elektrizität“.