Feuer ist kein Spielzeug: Zündeln und Feuerwerk

Feuer und Löschen

Entwurf: noch nicht von Jugendwarten fachlich geprüft

Das Wichtigste in Kürze

  • Feuer ist kein Spielzeug. Streichhölzer und Feuerzeuge gehören nicht in Kinderhände.
  • Zündeln ist gefährlich. Aus einem kleinen Feuer kann in Sekunden ein großer Brand werden.
  • Entdeckst du ein Feuer, das jemand gelegt hat, oder siehst Kinder zündeln: Sag sofort Erwachsenen Bescheid.
  • Feuerwerk ist nichts für Kinder. Böller und Raketen sind gefährlich, und für viele Feuerwerkskörper gibt es feste Altersgrenzen.
  • Willst du Feuer erleben, dann mit Erwachsenen: am Lagerfeuer, beim Grillen oder bei der Jugendfeuerwehr unter Aufsicht.

Warum wir uns für Feuer interessieren

Feuer ist spannend: Es leuchtet, knistert und ist warm. Viele Kinder wollen es einmal selbst ausprobieren. Das ist verständlich. Aber ein Brand kann schnell außer Kontrolle geraten. Rauch ist giftig und Hitze verbrennt. Deshalb gilt: Nicht allein mit Feuer experimentieren.

Was ist Zündeln?

Zündeln heißt, mit Feuer zu spielen: Papier anzünden, mit Streichhölzern oder Feuerzeug spielen, Dinge anbrennen. Das passiert oft heimlich, im Keller, auf dem Dachboden, im Gebüsch oder in der Scheune. Genau dort ist es besonders gefährlich: Niemand merkt es früh, und das Feuer breitet sich aus.

Wenn du Zündeln siehst

  1. Mach nicht mit. Du darfst „Nein“ sagen, auch wenn Freunde etwas anderes wollen.
  2. Sag Erwachsenen Bescheid, zum Beispiel Eltern, Lehrer oder Betreuer.
  3. Wenn es brennt: Verlass den Raum und sag Bescheid. Ruf die 112 an.
  4. Versuche nicht, selbst zu löschen, wenn das Feuer größer ist als ein Papier oder ein Mülleimer.
  5. Sag der Feuerwehr die Wahrheit, wenn sie dich fragt. Sie will nur helfen und nicht schimpfen.

Mutproben

Manchmal versuchen Kinder, sich gegenseitig zu überbieten: „Trau dich!“ Das ist gefährlich. Wer wirklich mutig ist, sagt „Nein“, wenn etwas gefährlich ist.

Feuer, das erlaubt ist

  • Lagerfeuer: Nur mit Erwachsenen, an einer erlaubten Stelle und mit einem Eimer Wasser oder Sand in der Nähe.
  • Grillen: Erwachsene zünden an, du bleibst mit Abstand. Nie Spiritus oder Benzin in die Glut! Das kann eine Stichflamme geben.
  • Kerzen: Nie allein brennen lassen, nicht neben Vorhängen oder Papier.
  • Bei der Jugendfeuerwehr: Bei Übungen mit Feuer sind Ausbilder dabei, die dir alles zeigen. Du machst nur, was sie sagen.

Wenn Kleidung brennt

  1. Nicht rennen! Beim Rennen kommt mehr Sauerstoff an die Flammen.
  2. Stehenbleiben, hinlegen und auf dem Boden rollen, bis die Flammen aus sind.
  3. Bei einer anderen Person: Mit einer Decke oder Jacke die Flammen ersticken, oder mit Wasser löschen.
  4. Danach: Verbrannte Stellen mit handwarmem Wasser kühlen und die 112 anrufen.

Feuerwerk

  • Kleine Feuerwerkskörper wie Wunderkerzen sind für Kinder nur mit Erwachsenen sinnvoll.
  • Altersgrenzen: Kleinstes Feuerwerk (Kategorie F1) gibt es ab 12 Jahren. Das übliche Silvesterfeuerwerk (Kategorie F2) ist erst ab 18 Jahren erlaubt.
  • Abstand halten: Rakete und Böller bleiben tabu. Auch Zuschauen braucht Abstand.
  • Blindgänger nie anfassen. Sie können noch explodieren. Sag Erwachsenen Bescheid.
  • Brand durch Feuerwerk: Raketen landen oft auf Balkonen oder Dächern und können Brände auslösen. Deshalb bleiben bei Feuerwerk Fenster und Balkontüren geschlossen.
  • Augen und Hände sind besonders gefährdet. Bei Verletzungen sofort 112 anrufen.

Was macht die Feuerwehr?

  • Sie löscht Brände, auch solche, die durch Zündeln entstanden sind.
  • Sie erklärt Kindern in Schulen und Kindergärten, wie gefährlich Feuer ist. Man nennt das Brandschutzerziehung.
  • Sie hilft auch, wenn jemand beim Spielen mit Feuer verletzt wurde. Dann geht es nur darum, zu helfen.

Wenn du mehr wissen willst

  • Feuerzeuge: Kinder sollen sie nicht in die Hand bekommen. Es gibt auch kindersichere Feuerzeuge, aber sie sind trotzdem gefährlich.
  • Warum wir nicht zündeln: Ein Brand kann Menschen und Tiere verletzen, Häuser zerstören und viel Geld kosten.
  • Reden hilft: Wenn dich Feuer sehr stark anzieht, sprich mit Eltern oder Betreuern. Sie können dir zeigen, wie du sicher damit umgehst.
  • Weitere Seiten: „Sicher zu Hause“, „Wie entsteht Feuer?“ und „Was tun, wenn es brennt?“.

Siehe auch