Atemschutz erklärt

Geräte der Feuerwehr

Entwurf: noch nicht von Jugendwarten fachlich geprüft

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Brandrauch kann man nicht atmen. Darum tragen Feuerwehrleute bei manchen Einsätzen Atemschutz: eine Maske und eine Flasche mit Atemluft.
  • Das Gerät heißt Pressluftatmer. Es arbeitet unabhängig von der Umgebungsluft.
  • Die Flasche reicht nur für eine begrenzte Zeit. Ein Warnsignal pfeift, wenn die Luft knapp wird.
  • Vor jedem Einsatz wird das Gerät geprüft.
  • Als Kind und Jugendlicher übst du nicht mit Atemschutz. Das lernst du erst später in der Einsatzabteilung.

Warum Atemschutz?

Bei einem Brand entsteht Rauch. Er ist giftig und kann in wenigen Atemzügen gefährlich werden. Auch Gase und Dämpfe sind oft nicht zu sehen oder zu riechen. Deshalb brauchen Einsatzkräfte im Rauch eine eigene Luftversorgung, damit sie überhaupt arbeiten können.

Was gehört zu einem Atemschutzgerät?

  • Die Maske deckt Mund, Nase und Augen ab. Sie muss dicht sitzen. Darum geht sie mit Bart nicht dicht, wenn der Bart im Dichtbereich wächst.
  • Die Atemluftflasche speichert die Luft unter hohem Druck.
  • Der Druckminderer senkt den Druck, damit man die Luft atmen kann.
  • Der Lungenautomat gibt bei jedem Atemzug Luft ab.
  • Das Manometer zeigt, wie viel Luft noch in der Flasche ist.
  • Die Warneinrichtung pfeift, wenn die Flasche fast leer ist. Das ist bei etwa 50 bis 60 bar.
  • Das Tragegestell mit Gurten hält das Gerät auf dem Rücken.

Wie lange hält die Luft?

Das hängt von der Flasche ab und davon, wie schwer man arbeitet. Wer viel schwitzt und schnell atmet, verbraucht mehr Luft. Darum werden Atemschutzträger immer überwacht, und es steht ein Sicherheitstrupp bereit. Der Trupp geht nie allein und kehrt rechtzeitig zurück.

Die Prüfung vor dem Einsatz

Vor jedem Gebrauch macht der Träger eine Kurzprüfung:

  1. Flaschendruck: Ist die Flasche voll genug?
  2. Dichtprüfung: Verliert das Gerät keine Luft?
  3. Warneinrichtung: Pfeift sie rechtzeitig?
  4. Maske: Sitzt sie dicht? Dazu hält man den Anschluss zu und atmet ein. Der Unterdruck muss bleiben.

Die Fluchthaube

Eine Fluchthaube ist eine Haube, die man Menschen in Rauch aufsetzt, um sie zu retten. Sie schützt etwa 15 Minuten und wird danach weggeworfen. Sie ist kein Atemschutz für Feuerwehrleute.

Und für dich?

  • Du übst nicht mit Atemschutz. Das gilt für Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr.
  • Du kannst trotzdem viel lernen: Wie das Gerät aufgebaut ist, wofür man es braucht und wie man sich im Rauch verhält.
  • Später kommt Atemschutz in der Einsatzabteilung dazu. Dort gibt es eine eigene Ausbildung, und man muss gesundheitlich geeignet sein.
  • Ein Test beim Arzt prüft, ob jemand Atemschutz tragen darf.

Was machst du im Rauch?

Siehe auch die Seite „Was tun, wenn es brennt?“

Dort steht, was du tust, wenn Rauch im Haus ist: aus dem Raum gehen, Türen hinter dir schließen und die 112 rufen.

Wenn du mehr wissen willst

  • Isoliergeräte und Filtergeräte: Pressluftatmer arbeiten unabhängig von der Umgebung und sind das Standardgerät im Brandeinsatz. Filtergeräte brauchen genug Sauerstoff und bekannte Schadstoffe, die man riecht.
  • FFP-Masken schützen nur vor Staub, nicht vor Gasen.
  • Dichtprüfung: Wer ein Atemschutzgerät trägt, prüft die Maske zweimal.
  • Mehr dazu findest du bei den Seiten für Erwachsene unter „Pressluftatmer und Atemschutzmaske“.