Rettungsgeräte

Geräte der Feuerwehr

Entwurf: noch nicht von Jugendwarten fachlich geprüft

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Feuerwehr hat viele Geräte zum Retten: vom Rettungsring über die Trage bis zum Defibrillator.
  • Die meisten benutzen nur Ausgebildete. Du lernst, was sie tun und wann du Hilfe holst.
  • Ein Defibrillator (AED) hilft bei einem Herzstillstand. Er erklärt dir mit einer Stimme, was zu tun ist.
  • Eine Rettungsdecke schützt vor Kälte. Sie liegt im Verbandkasten.
  • Du darfst und sollst helfen, aber ohne dich in Gefahr zu bringen: Hilfe rufen, Dinge holen, bei der Person bleiben.

Verbandkasten

In Autos, Schulen, Betrieben und in der Feuerwache gibt es Verbandkästen. Darin sind zum Beispiel:

  • Pflaster und Wundauflagen für kleine Wunden
  • Verbandpäckchen und Binden für größere Wunden
  • Dreiecktücher als Verband oder zum Stützen
  • Einmalhandschuhe, damit du dich und andere schützt
  • Schere und Rettungsdecke

Wichtig: Wisse, wo der Verbandkasten bei euch liegt. Du erkennst ihn am weißen Kreuz auf grünem Grund.

Rettungsdecke

  • Sie ist dünn, glänzt silbern und golden und wird sehr klein gefaltet.
  • Sie hält die Körperwärme bei einer Person, die verletzt oder unterkühlt ist.
  • Auf der Decke steht oft, welche Seite zur Person gehört.
  • Locker um die Person legen, sie nicht fest einwickeln. Die Person nicht allein lassen.

Defibrillator (AED)

Ein AED (automatisierter externer Defibrillator) kann das Herz mit Strom wieder in Gang bringen. Er kann helfen, wenn jemand bewusstlos ist und nicht normal atmet.

  • Wo hängt er? Oft an öffentlichen Orten, zum Beispiel in Bahnhöfen, Rathäusern, Schulen und Sporthallen. Ein grünes Schild mit einem weißen Herzen und einem Blitz zeigt ihn an.
  • Wie funktioniert er? Du klappst ihn auf, schaltest ihn ein und folgst der Stimme. Er zeigt dir, wo die Klebeelektroden auf die Brust kommen.
  • Was prüft er? Er untersucht selbst, ob ein Stromstoß nötig ist. Er gibt nur einen ab, wenn es nötig ist. Du kannst nichts falsch machen.
  • Du kannst helfen, indem du 112 anrufen lässt und den AED holst, während ein Erwachsener mit der Wiederbelebung beginnt.
  • Mehr dazu findest du bei der Seite „Wiederbelebung“.

Rettungsring und Wurfleine

  • Rettungsring: schwimmender Ring, oft an Seen und Schwimmbädern. Man wirft ihn Personen im Wasser zu.
  • Wurfleine: eine Leine mit einem Beutel oder Ball zum Zuwerfen. Wer sie fängt, wird an Land gezogen.
  • Du bleibst am Ufer. Spring nie selbst hinterher. Das steht auch auf der Seite „Sicher am Wasser“.

Tragen und Tücher

  • Krankentrage: Damit trägt der Rettungsdienst verletzte Menschen zum Fahrzeug.
  • Tragetuch (Rettungstuch): Ein starkes Tuch mit Griffen, um Verletzte zu tragen, oft mit mehreren Helfern.
  • Schleifkorbtrage: Ein Korb, in den Verletzte vorsichtig gelegt werden. Man kann ihn tragen oder ziehen, auch aus unwegsamem Gelände.
  • Du darfst nicht tragen, wenn die Person verletzt ist. Das machen Ausgebildete, damit nichts schlimmer wird.

Hydraulisches Rettungsgerät

Nach einem schweren Verkehrsunfall müssen Menschen manchmal aus dem Auto befreit werden. Dafür gibt es:

  • Rettungsspreizer: Er drückt Teile auseinander, zum Beispiel Türen.
  • Rettungsschere: Sie schneidet Metall wie Karosserieteile.
  • Rettungszylinder: Er stützt oder drückt Teile weg.

Sie werden mit Öldruck betrieben und sind sehr stark. Nur Ausgebildete dürfen sie benutzen.

Weitere Rettungsgeräte der Feuerwehr

  • Leitern: Man rettet Menschen aus Fenstern und von Dächern. Siehe die Seite „Leitern“.
  • Rettungsleine und Gurte: Zum Sichern und Abseilen bei Rettungen aus der Höhe oder Tiefe.
  • Atemschutz und Fluchthauben: Sie schützen im Rauch. Siehe die Seite „Atemschutz erklärt“.
  • Rettungsboote: Für die Wasserrettung.
  • Wärmebildkamera: Sie zeigt Wärme und findet Menschen im Rauch.

Wenn du helfen willst

  1. Eigene Sicherheit zuerst. Geh nie in Gefahr, zum Beispiel ins Wasser, auf die Straße oder in einen Raum voller Rauch.
  2. Hilfe holen: Ruf 112 oder schick eine andere Person.
  3. Geräte holen: Verbandkasten, Decke, AED.
  4. Bei der Person bleiben und sie beruhigen.
  5. Den Rettungsdienst einweisen, wenn er kommt.

Wenn du mehr wissen willst

  • Ausbildung: In der Truppmannausbildung und im Erste-Hilfe-Kurs lernst du, die Geräte zu benutzen.
  • Pflege: Die Feuerwehr prüft ihre Geräte regelmäßig, damit sie im Notfall funktionieren.
  • Deine Jugendfeuerwehr zeigt dir bei einem Besuch in der Wache, was die Fahrzeuge dabeihaben.

Siehe auch