Sicher bei Übungen

Bei der Jugendfeuerwehr

Entwurf: noch nicht von Jugendwarten fachlich geprüft

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei der Jugendfeuerwehr soll es Spaß machen und sicher sein. Darum gibt es klare Regeln.
  • Du trägst die richtige Kleidung: Übungsanzug, Helm, feste Schuhe und Handschuhe.
  • Du machst nur, was dein Betreuer erlaubt hat, und hörst auf Kommandos.
  • Bei Gefahr sagst du sofort Bescheid. Du darfst immer „Stopp!“ rufen.
  • Du darfst nicht an Einsätzen teilnehmen und nicht mit Atemschutz üben.

Was du trägst

  • Übungsanzug: Blau und orange, mit Reflexstreifen. So sieht man dich gut.
  • Helm: Rot oder orange, mit Kinnriemen. Er schützt den Kopf. Er sitzt richtig, wenn er nicht wackelt und nicht ins Gesicht rutscht.
  • Feste Schuhe: Knöchelhoch, mit gutem Profil. Keine Sandalen, keine Turnschuhe bei Geräteübungen.
  • Handschuhe: Beim Arbeiten mit Schläuchen, Leitern und Geräten.
  • Keine losen Dinge: Lange Haare zusammenbinden, keine Ketten, keine offenen Jacken.
  • Sportkleidung gibt es für Spiele und Sport, mit Turnschuhen.

Die wichtigsten Regeln

  1. Zuhören: Wenn dein Betreuer etwas erklärt, hör gut zu.
  2. Nichts auf eigene Faust: Fass keine Geräte an, die du nicht kennst.
  3. Nicht rennen: Auf dem Übungsplatz geht man zügig, aber ruhig. Stolpern ist gefährlich.
  4. Schläuche und Leinen: Nicht darauf stehen, nicht darüber springen. Man kann stolpern.
  5. Nie unter schwebenden Lasten stehen.
  6. Abstand halten: Beim Ausrollen, Werfen und Tragen.
  7. Kommandos wiederholen: Dann weiß der Chef, dass du ihn verstanden hast.
  8. Stopp!: Wenn etwas gefährlich aussieht, ruf „Stopp!“ oder „Gefahr!“.
  9. Fehler melden: Wenn ein Gerät kaputt ist, sag sofort Bescheid.
  10. Verletzt? Sag es auch bei kleinen Verletzungen deinem Betreuer.

Was ihr nicht macht

  • Keine Einsätze: Du bist bei echten Einsätzen nicht dabei.
  • Kein Atemschutz: Du übst nicht mit Atemschutzgeräten.
  • Keine gefährlichen Geräte: Motorsäge, hydraulische Rettungsgeräte und ähnliche Geräte sind tabu.
  • Keine Blaulichtfahrten.
  • Keine Pumpe bedienen: Das machen später Ausgebildete.
  • Keine Mutproben: Niemand muss etwas tun, das er nicht will.

Wasser und Strahlrohr

  • Mit dem Strahlrohr übst du erst, wenn du mindestens 10 Jahre alt bist. Der Wasserstrahl hat viel Kraft.
  • Nie auf Menschen spritzen, wenn es nicht Teil der Übung ist.
  • Niemand läuft in den Wasserstrahl. Er kann wehtun.

Fahren im Auto

  • Immer anschnallen.
  • Kinder bis 12 Jahre und 150 Zentimeter brauchen einen Kindersitz oder eine Sitzerhöhung.
  • Nicht im Fahrzeug herumturnen, wenn es fährt.

Hitze, Durst und Pausen

  • Trinke genug, besonders bei Hitze.
  • Sag Bescheid, wenn dir schwindelig oder schlecht wird, und setz dich in den Schatten.
  • Pausen sind wichtig. Wer müde ist, passt weniger auf.

Wenn doch etwas passiert

  1. Ruhig bleiben.
  2. Sofort einem Betreuer sagen.
  3. Der Betreuer leistet Erste Hilfe und ruft bei Bedarf 112.
  4. Die Eltern werden informiert.
  5. Der Unfall wird gemeldet. Du bist bei der Feuerwehr gesetzlich unfallversichert.

Wenn du mehr wissen willst

  • Die Regeln stehen in der Unfallverhütungsvorschrift für Feuerwehren. Danach müssen Kinder und Jugendliche geeignet betreut und beaufsichtigt werden und es muss auf ihren Entwicklungsstand geachtet werden.
  • Jugendarbeitsschutz: Jugendliche dürfen keine Arbeiten machen, die zu schwer oder zu gefährlich sind.
  • Unterweisung: Mindestens einmal im Jahr wird bei der Feuerwehr über Gefahren und Sicherheitsregeln gesprochen.
  • Dein Betreuer hat die Verantwortung für die Gruppe. Das ist seine Aufgabe und kein Misstrauen.
  • Für Ausbilder: Die Seite „Jugendfeuerwehr: Schutz, Berufsfeuerwehrtag, Baden“ im Bereich für Erwachsene und „Versicherung und Erste Hilfe“ für Ausbilder erklären mehr.

Siehe auch