Das Wichtigste in Kürze
- Auf der Straße ist der Verkehr die größte Gefahr an einer Einsatzstelle. Darum sichert die Feuerwehr zuerst ab.
- Warnweste, Blaulicht und Warnblinker machen die Einsatzstelle sichtbar.
- Die Feuerwehr steigt auf der Seite aus, die vom Verkehr abgewandt ist, und steht möglichst so, dass die Mannschaft geschützt ist.
- Warnschilder und Warnlicht stehen weit vor der Einsatzstelle, damit Autofahrer rechtzeitig bremsen können.
- Du gehst bei einem Unfall nie auf die Fahrbahn, sondern bleibst in Sicherheit und rufst 112.
Warum ist der Verkehr so gefährlich?
Autos sind schnell und brauchen viel Weg zum Anhalten. Bei 50 km/h sind das etwa 40 Meter, bei 100 km/h schon etwa 130 Meter, und bei Nässe noch mehr. Stell dir vor, ein Auto kommt um die Kurve und sieht plötzlich Menschen auf der Straße. Es kann nicht mehr rechtzeitig bremsen. Darum wird jede Einsatzstelle auf der Straße sofort abgesichert, auch wenn die Polizei noch nicht da ist.
Zwei Dinge sind wichtig
- Die Helfer schützen. Der Bereich um das Fahrzeug, in dem die Feuerwehr arbeitet, wird geschützt.
- Die Autofahrer warnen. Weit vor der Stelle wird gewarnt, damit alle rechtzeitig langsamer werden.
Wie sichert die Feuerwehr ab?
- Fahrzeug als Schutz: Das Fahrzeug steht so, dass es die Einsatzstelle zum Verkehr hin schützt. Es steht parallel zur Straße, damit man die Heckwarnung weit sieht.
- Licht: Blaulicht, Warnblinker und Warnleuchten sind an. Das Blitzlicht nach vorne bleibt aus, damit es die Autofahrer nicht blendet.
- Aussteigen: Alle steigen auf der Seite aus, die vom Verkehr abgewandt ist.
- Warnkleidung: In ungesicherten Bereichen tragen alle eine Warnweste oder warnende Schutzkleidung. Sie muss geschlossen und sauber sein, sonst leuchtet sie nicht gut.
- Warndreieck und Warnleuchte: Sie stehen weit vor der Einsatzstelle. Das Warndreieck zeigt, dass es weiter vorne gefährlich ist.
- Leitkegel: Sie leiten den Verkehr an der Einsatzstelle vorbei.
- Sicherungsfahrzeug: Auf schnellen Straßen steht ein schweres Fahrzeug als Schutz hinter der Einsatzstelle. Es ist leer, damit niemand verletzt wird, wenn es angefahren wird.
- Polizei: Sie regelt den Verkehr, wenn nötig.
Wie weit vor der Einsatzstelle wird gewarnt?
Das hängt von der Geschwindigkeit ab:
- Im Ort (bis 50 km/h): etwa 100 Meter vor der Einsatzstelle, auf beiden Seiten.
- Landstraße (bis 100 km/h): etwa 200 Meter.
- Autobahn: mehrere Warnstellen bei etwa 400, 600 und 800 Metern.
- Kurve und Kuppe: noch weiter vorne, damit man es rechtzeitig sieht.
Was machst du, wenn du einen Unfall siehst?
- Bleib stehen und bring dich in Sicherheit, zum Beispiel hinter einer Leitplanke oder weit vom Fahrbahnrand.
- Bleib nie auf der Fahrbahn.
- Ruf 112 an oder lass einen Erwachsenen anrufen. Sag, wo es passiert ist.
- Warn andere, damit sie nicht auf die Straße laufen.
- Hilf nur, wenn es sicher ist. Erwachsene sichern die Stelle ab.
- Warte, bis Hilfe kommt, und zeig dem Rettungsdienst den Weg.
Wenn du als Kind mit der Feuerwehr unterwegs bist
- Bei Übungen und Ausflügen steigst du nur aus, wenn dein Betreuer es sagt, und nur auf der sicheren Seite.
- Gehe nie ungefragt auf die Straße, auch wenn dort kaum Autos fahren.
- Zieh deine Warnweste an, wenn dein Betreuer es verlangt.
- Bei echten Einsätzen bist du nicht dabei. Was die Feuerwehr dort macht, lernst du, damit du es später kannst.
Wenn du mehr wissen willst
- Faustregel: Für Straßen bis 100 km/h ist der Warnabstand ungefähr die doppelte erlaubte Geschwindigkeit in Metern. Bei 50 km/h sind das 100 Meter.
- Rettungsgasse: Bei Stau auf Autobahnen und Landstraßen machen Autofahrer eine Gasse für Einsatzfahrzeuge frei.
- Warnweste: Sie ist nach der Norm EN ISO 20471 gebaut und leuchtet im Scheinwerferlicht. Sie wirkt nur, wenn sie geschlossen getragen wird.
- Notbremsassistenten in Autos bremsen nicht immer bis zum Stillstand. Darum sichert die Feuerwehr immer gründlich ab.
- Mehr dazu findest du bei den Seiten für Erwachsene unter „Einsatzstelle gegen Verkehr sichern“.