Hilfe bei Unfällen und Unwetter

Notruf und Einsatz

Entwurf: noch nicht von Jugendwarten fachlich geprüft

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Feuerwehr hilft nicht nur beim Löschen, sondern auch bei Verkehrsunfällen, Sturm, Hochwasser und vielen anderen Notfällen. Das nennt man Technische Hilfeleistung.
  • Merkwort ABS: Absichern, Brandschutz sicherstellen, Stabilisieren.
  • Zuerst die eigene Sicherheit: Nur wenn die Einsatzstelle sicher ist, beginnt die Rettung.
  • Menschen werden erstversorgt. Jemand bleibt immer bei dem Verletzten, bis der Rettungsdienst übernimmt.
  • Kinder bleiben weg vom Einsatz und holen im Notfall Erwachsene.

Was ist Technische Hilfeleistung?

Immer, wenn Menschen, Tiere oder Sachen in Gefahr sind und es nicht brennt, hilft die Feuerwehr technisch. Dafür hat sie besondere Geräte.

Typische Einsätze:

  • Verkehrsunfall: Autos sichern, Verletzte versorgen, wenn nötig Menschen aus dem Auto befreien.
  • Sturm: Bäume von der Straße räumen, lose Teile am Dach sichern.
  • Starkregen und Hochwasser: Wasser aus Kellern pumpen, Sandsäcke füllen.
  • Notfälle in Wohnungen: Eine Tür öffnen, wenn jemand Hilfe braucht.
  • Tiere in Not: Zum Beispiel eine Katze, die auf einem Baum festsitzt.

ABS: Das Wichtigste bei Unfällen

  • A wie Absichern: Die Einsatzstelle wird gesichert, damit niemand angefahren wird. Fahrzeuge stehen schützend, Warnblinker und Blaulicht sind an.
  • B wie Brandschutz: Ein Feuerlöscher oder ein Schlauch steht bereit, falls etwas zu brennen beginnt.
  • S wie Stabilisieren: Das Auto wird so gesichert, dass es nicht wegrutscht. Verletzte werden betreut und nicht bewegt, wenn es nicht nötig ist.

Wer hilft wem?

  • Die Feuerwehr sichert die Stelle und befreit Menschen.
  • Der Rettungsdienst versorgt Verletzte medizinisch.
  • Der Notarzt entscheidet, was medizinisch zu tun ist.
  • Die Polizei kümmert sich um den Verkehr und die Unfallaufnahme.

Geräte bei der Technischen Hilfeleistung

  • Spreizer und Schere öffnen verbogenes Blech und befreien Menschen aus Autos.
  • Hebekissen und Hebezeuge heben schwere Lasten an.
  • Motorsäge zersägt umgestürzte Bäume (nur Ausgebildete).
  • Pumpen befördern Wasser aus Kellern und Straßen.
  • Scheinwerfer leuchten die Einsatzstelle aus.

Wenn du mehr wissen willst

  • Rettungsmodus: Bei akuter Lebensgefahr rettet man sofort, sonst schnell, aber kontrolliert, damit dem Verletzten nichts zusätzlich passiert.
  • Innerer Retter: Eine Einsatzkraft betreut den Patienten die ganze Zeit. Sie bleibt in seiner Nähe, auch wenn andere Geräte bedienen.
  • Bei Unwettern gibt es viele Einsätze gleichzeitig. Dann werden sie nach Wichtigkeit abgearbeitet: Menschen in Lebensgefahr zuerst, danach akute Gefahren, danach Folgeschäden und zuletzt reine Sachschäden.
  • Nie unter Strom: Herabhängende Leitungen gelten immer als unter Spannung. Man hält Abstand und ruft den Netzbetreiber.
  • Nie ins Wasser: Hochwasser und Eis sind lebensgefährlich. Kinder bleiben weg.