Sirenen und Warnungen

Notruf und Einsatz

Entwurf: noch nicht von Jugendwarten fachlich geprüft

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Sirene kann warnen. Ein auf- und abschwellender Heulton von etwa einer Minute bedeutet: Gefahr, informiere dich.
  • Ein gleichbleibender Dauerton von etwa einer Minute bedeutet: Entwarnung. Die Gefahr ist vorbei.
  • Der Feueralarm für die Feuerwehr klingt je nach Gemeinde anders. Frag in deiner Feuerwehr nach, wie er bei euch klingt.
  • Wenn die Warn-Sirene heult: Geh in ein Haus, schalte Radio oder Fernseher ein und sag Erwachsenen Bescheid.
  • Ruf nicht die 112 an, um zu fragen, was die Sirene bedeutet. Die Leitungen sind für Menschen in Not frei zu halten.

Wozu gibt es Sirenen?

Sirenen sind laut. Sie können viele Menschen auf einmal erreichen, auch nachts. Sie warnen vor Gefahren wie Großbränden, Gefahrstoffen oder schwerem Unwetter. In manchen Orten rufen sie außerdem die Feuerwehr zusammen.

Zwei Sirenen auf einem Hausdach
Sirenen auf einem Dach Foto: Aschroet, CC0, über Wikimedia Commons, verkleinert

Die wichtigsten Signale

  • Warnung: Ein auf- und abschwellender Heulton, etwa eine Minute lang. Er sagt: Es gibt eine Gefahr. Informiere dich.
  • Entwarnung: Ein gleichbleibender Dauerton, etwa eine Minute lang. Er sagt: Die Gefahr ist vorbei.
  • Feueralarm: Für die Feuerwehr gibt es oft einen eigenen Ton aus Dauertönen mit Pausen. Wie er genau klingt, ist von Ort zu Ort verschieden.
  • Probealarm: Zu bestimmten Zeiten werden Sirenen getestet. Der Test ist angekündigt.

Was tue ich bei einer Warnung?

  1. Ruhig bleiben und in ein Gebäude gehen.
  2. Erwachsene informieren, damit sie Bescheid wissen.
  3. Radio oder Fernseher einschalten oder in eine Warn-App schauen, zum Beispiel NINA.
  4. Fenster und Türen schließen, wenn es um Rauch oder Gefahrstoffe geht, und Lüftung ausschalten, wenn Erwachsene das sagen.
  5. Nachbarn warnen, wenn es sicher ist, und Hinweise von Behörden befolgen.
  6. Nicht die 112 wählen, nur um zu fragen. Sie ist für Notfälle.

Der Warntag

Einmal im Jahr gibt es einen bundesweiten Warntag. Er findet am zweiten Donnerstag im September statt. Dann wird getestet, ob die Warnungen ankommen: Sirenen, Handys, Radio, Warn-Apps und Lautsprecherdurchsagen. Am Warntag gilt: Es ist nur ein Test.

Wie wirst du noch gewarnt?

  • Handy: Es gibt Warnmeldungen, die automatisch auf dem Handy erscheinen können (Cell Broadcast). Frag deine Eltern, ob sie aktiviert sind.
  • Warn-Apps: Zum Beispiel NINA oder WarnWetter des Deutschen Wetterdienstes.
  • Radio und Fernsehen: Durchsagen unterbrechen das Programm.
  • Lautsprecherwagen: Feuerwehr oder Polizei fahren durch die Straßen und sagen Hinweise durch.
  • Sirenen: Sie sind nur ein Kanal von mehreren.

Und die Sirene für die Feuerwehr?

In manchen Orten ruft eine Sirene die Feuerwehrleute zusammen. Andere Orte nutzen Meldeempfänger (kleine Piepser). Wenn du nicht sicher bist, was die Sirene bedeutet: Frag Erwachsene oder deine Betreuer. Siehe auch die Seite Alarm im Feuerwehrhaus.

Probier es aus

Hier sind Aufgaben zum Üben. Mach sie in deinem Tempo, und sag Erwachsenen Bescheid, bevor du etwas ausprobierst.

  • Zu Hause: Frag deine Eltern, wann bei euch die Sirene getestet wird, und hör beim nächsten Mal genau hin.
  • Mit Familie oder Freunden: Besprecht, wohin ihr bei einer Warnung geht, welches Radio ihr habt und wer die Nachbarn informiert. Legt eine Taschenlampe, ein Radio mit Batterien und Wasser bereit.
  • In der Jugendfeuerwehr: Sprecht in der Gruppe darüber, wie die Sirene bei euch klingt und was sie bedeutet.

Wenn du mehr wissen willst

  • Katastrophenschutz: Bei großen Gefahren arbeiten Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Behörden zusammen. Auf den Seiten für Erwachsene steht mehr.
  • Notvorrat: Der Bund empfiehlt Haushalten, einen Vorrat für einige Tage zu haben. Frag deine Eltern, was bei euch vorhanden ist.
  • Unwetter: Siehe die Seite Gewitter, Sturm und Hochwasser für das richtige Verhalten.

Siehe auch