Gewitter, Sturm und Hochwasser

Sicher draußen und unterwegs

Entwurf: noch nicht von Jugendwarten fachlich geprüft

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei Gewitter, Sturm und Starkregen gehst du in ein Gebäude. Dort bist du am sichersten.
  • Zähle bei einem Gewitter die Sekunden zwischen Blitz und Donner. Sind es weniger als 30 Sekunden, ist es gefährlich nah. Dann suchst du sofort Schutz.
  • Bei Sturm bleibst du aus dem Wald und von Bäumen weg, denn Äste können herabfallen.
  • Bei Starkregen und Hochwasser gehst du nicht in Keller, Unterführungen oder durch überflutete Straßen.
  • Warnungen gibt es vom Deutschen Wetterdienst (DWD) und in Warn-Apps wie NINA. Frag deine Eltern danach.

Gewitter

Ein Blitz ist sehr heiß und kann schwer verletzen. Du erkennst ein Gewitter an dunklen Wolken, Wind, Blitz und Donner.

Wie weit ist das Gewitter weg?

  1. Sobald du den Blitz siehst, zählst du langsam die Sekunden, bis du den Donner hörst.
  2. Teile die Zahl durch 3. Das ist ungefähr die Entfernung in Kilometern.
  3. Sind es weniger als 30 Sekunden, ist das Gewitter gefährlich nah. Dann suchst du sofort Schutz.
  4. Warte 30 Minuten nach dem letzten Donner, bevor du wieder rausgehst.

Das ist eine grobe Regel zum Schätzen, nicht genau.

Wo bist du sicher?

  • In einem Gebäude: am besten.
  • In einem Auto mit geschlossenen Fenstern. Die Metallkarosserie leitet den Blitz um dich herum.
  • Nicht unter einzelne Bäume, auf freies Feld, auf Hügel oder an Masten.
  • Raus aus dem Wasser: Bei Gewitter darfst du nicht baden. Das steht auch in den Baderegeln.
  • Metallgegenstände (Fahrrad, Regenschirm, Angelrute) legst du weg und gehst weg davon.

Wenn du draußen bist und keinen Schutz findest

  1. Geh in die Hocke mit geschlossenen Füßen und umfasse die Knie. Mach dich klein.
  2. Bleib nicht der höchste Punkt. Such eine Mulde, aber keinen Graben mit Wasser.
  3. Halt Abstand zu den anderen, damit nicht alle zugleich getroffen werden. In der Jugendfeuerwehr sagen dir die Betreuer, was zu tun ist.
  4. Lauf nicht herum, wenn du schon in der Hocke bist.

Sturm

  • Zu Hause bleiben, wenn eine Sturmwarnung gilt.
  • Nicht in den Wald und nicht unter Bäume. Äste und ganze Bäume können fallen.
  • Fenster und Türen schließen, lose Gegenstände draußen einsammeln.
  • Abgerissene Stromleitungen: nie anfassen, Abstand halten und 112 anrufen.
  • Auf Radwegen achten, denn Äste und Zweige liegen im Weg.

Starkregen und Hochwasser

  • Wasser kann schnell steigen. Schon wenig Wasser kann dich mitreißen.
  • Nicht in den Keller, in Tiefgaragen oder durch Unterführungen. Dort steht das Wasser tief.
  • Nicht durch überflutete Straßen laufen oder radeln. Du siehst nicht, was unter dem Wasser liegt, zum Beispiel offene Gullys.
  • Nicht am Ufer spielen, wenn der Bach oder Fluss viel Wasser führt.
  • Geh nach oben: in höhere Stockwerke oder an einen höher gelegenen Ort.
  • Bei Gefahr: Erwachsene holen und 112 wählen.

Winter: Schnee und Eis

  • Glatteis: Geh langsam, mit festen Schuhen.
  • Dachlawinen: Bleib nicht unter Dächern mit viel Schnee stehen.
  • Zugefrorene Gewässer: Nie allein aufs Eis. Alles dazu steht auf der Seite „Sicher am Wasser“.
  • Warm anziehen: Mütze, Handschuhe, warme Schuhe. Wenn Finger oder Zehen taub und weiß werden, geh ins Warme und sag Bescheid.

Die Warnfarben des Wetterdienstes

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt mit Farben:

  • Gelb: leichte Gefahr, aufpassen.
  • Orange: markantes Wetter, es kann örtlich Schäden geben.
  • Rot: Unwetter. Bleib möglichst nicht im Freien.
  • Violett: extremes Unwetter mit Lebensgefahr.

Die Warnungen findest du in Wetter- und Warn-Apps und auf der Seite des DWD. Frag deine Eltern, ob sie eine Warn-App haben.

Was macht die Feuerwehr bei Unwettern?

  • Umgestürzte Bäume und Äste von Straßen räumen.
  • Wasser abpumpen aus Kellern und Straßen.
  • Sandsäcke füllen und Deiche sichern, oft zusammen mit anderen Helfern.
  • Menschen retten und Gefahrenstellen absperren.
  • Bei großen Unwettern arbeiten viele Feuerwehren zusammen. Das ist viel Arbeit, oft die ganze Nacht.

Du hilfst am besten, indem du dich selbst in Sicherheit bringst und Hilfe holst.

Wenn du mehr wissen willst

  • Blitzschutz am Haus: Viele Häuser haben einen Blitzableiter, der den Blitz sicher in die Erde leitet.
  • Warn-Apps: NINA und WarnWetter geben Warnungen aufs Handy.
  • Sirenen: In vielen Orten gibt es Sirenen, die vor Gefahren warnen. Frag deine Wehr, was die Signale bedeuten.
  • Für Betreuer: Die Regeln für Zeltlager bei Gewitter stehen auf der Seite „Sicherheit im Lager: Feuer und Gewitter“ im Ausbilder-Bereich.

Siehe auch