Beispiel: Training Löschangriff

Gruppenstunden und Gruppenarbeit

Entwurf: noch nicht von Jugendwarten fachlich geprüft

Das Wichtigste in Kürze

  • Ziel: Die Kinder lernen die Geräte eines Löschangriffs aus offenem Gewässer kennen und erklären sie sich gegenseitig.
  • Für wen: 8 bis 16 Jahre, 9 bis 30 Teilnehmende, mindestens zwei Betreuende.
  • Dauer: Etwa 2,5 Stunden. Die Vorbereitung ist aufwendig (etwa eine Stunde).
  • Idee: Eine Schnitzeljagd mit Bildchen von Geräten, ein „leeres Geschenk“ als Impuls und auf Wunsch ein praktischer Löschangriff.
  • Draußen: Der Dienst sollte im Freien stattfinden können. Das Wetter muss mitspielen.

Worum geht es?

Die Kinder entdecken in einer Schnitzeljagd Bildchen von allen Teilen eines Löschangriffs. Danach erklärt jedes Kind seinem Team, wozu das Gerät dient. Wer schon Erfahrung hat, gibt sein Wissen an Neue weiter. So merken die Kinder: Mein Wissen ist wichtig für andere. Als Impuls dient ein „Geschenk“, das am Ende leer ist. Die Betreuenden zeigen, dass Helfen können selbst ein Geschenk ist.

Ablauf

1. Vorbereitung (etwa 60 Minuten)

  • Briefchen mit Bildern der Geräte vorbereiten und verstecken (zum Beispiel Ventilleine, B-Druckschlauch, C-Strahlrohr, Saugkorb, Pumpe, Halteleine, Verteiler, Schutzkorb, Handlampe, Leibchen, Helm, Handschuhe, Absperrband, Knoten, C-Druckschlauch, Kupplungsschlüssel, Blitzwarnleuchte, Pylonen, Saugschlauch).
  • Gruppeneinteilung für zwei Teams vorbereiten (zum Beispiel Papierschnipsel in zwei Farben).
  • Eine verpackte, leere Geschenkbox bereitstellen.
  • Bei größeren Gruppen Bilder auf einer Präsentation groß zeigen.
  • Geräte und Materialien für den Löschangriff bereitlegen.

2. Ankommen und Impuls (5 Minuten)
Die Betreuenden kündigen an, dass heute alle ein besonderes Geschenk bekommen.

3. Teams bilden (5 Minuten)
Die Kinder ziehen Papierschnipsel aus einem Säckchen. Es entstehen zwei Teams, zum Beispiel Orange und Blau.

4. Schnitzeljagd (10 bis 15 Minuten)
Jedes Team kennt die Farbe seiner Briefchen und sucht sie im Spielbereich. Kein Briefchen wird geöffnet. Findet ein Team alle, ist es früher fertig. Läuft die Zeit ab, werden die restlichen Verstecke gezeigt.

5. Auswertung des Spiels (kurz)
War alles gerecht? War es zu schwer? Gab es Verletzungen? Ernst nehmen und motivieren.

6. Die Geräte vorstellen (20 bis 35 Minuten)
Die Kinder sitzen im Stuhlkreis. In der Mitte liegt das verpackte Geschenk. Nacheinander öffnet jedes Kind sein Briefchen und beschreibt die Abbildung. Wenn möglich, nennt es das Gerät und erklärt, wozu es dient. Dann holt das Kind das echte Gerät aus dem Material und legt es in die Mitte. Die Briefchen behalten die Kinder, denn sie sind später die Funktionszuweisung.

7. Zwei Möglichkeiten für den Schluss

*Ohne praktischen Löschangriff:* Die Betreuenden fragen, wer das Geschenk gesehen hat und was darin sein könnte. Dann wird es geöffnet: leer. Die Betreuenden legen alle Briefchen hinein und sagen, wie viel Gutes man damit tun kann. Anderen helfen zu können, ist ein Geschenk. Schlimm ist es, wenn man helfen will und nicht kann. Auch die Jugendfeuerwehr ist ein Geschenk für die Gesellschaft. Ein kleines Give-away passt dazu, zum Beispiel eine Pflasterbox.

*Mit praktischem Löschangriff (etwa 40 Minuten):* Das Geschenk wird erst am Ende geöffnet. Die Briefchen bestimmen die Rollen im Löschangriff. Wer ein Bild eines Truppführers hat, übernimmt diese Funktion. Der Löschangriff kann auf mehrere Arten laufen: Ein Team trägt vor, das andere bewertet, und dann wird getauscht. Oder die unerfahrenen Kinder tragen vor und die erfahrenen helfen.

8. Abschluss (5 Minuten)
Zusammenfassung, Ausblick auf die nächsten Dienste und Verabschiedung nach eigener Tradition.

Material

  • Papier, Klebestift, Briefchen mit Gerätebildern, Papierschnipsel für die Teams, Säckchen
  • Geschenkbox
  • Gerätematerial für den Löschangriff
  • Bei Bedarf Computer, Beamer und Präsentation
  • Ein kleines Give-away

Tipps

  • Anpassbar: Die Gruppenstunde funktioniert auch an anderen Wasserentnahmestellen als einem offenen Gewässer, zum Beispiel am Hydranten.
  • Flexible Tiefe: Du kannst jedes Gerät ausführlich besprechen oder zeitlich knapp bleiben, wenn du noch praktisch üben möchtest.
  • Gemischte Gruppen: Bilde Teams so, dass Erfahrene und Neue zusammenarbeiten.
  • Geräteliste vorab prüfen: Nur Geräte einplanen, die ihr wirklich habt und kindgerecht verwenden dürft.

Quelle

In eigenen Worten nach der Gruppenstunde „Training Löschangriff“ (Konzept: André Linko, Tobias Banaszkiewicz), veröffentlicht im Bildungsprogramm „Mehr ausBILDUNG“ der Deutschen Jugendfeuerwehr (bildung.jugendfeuerwehr.de, Praxistipps), Stand 28.08.2023.