Sankt Florian und die Geschichte der Feuerwehr

Das ist die Feuerwehr

Entwurf: noch nicht von Jugendwarten fachlich geprüft

Das Wichtigste in Kürze

  • Der heilige Florian gilt als Schutzpatron der Feuerwehrleute. Sein Gedenktag ist der 4. Mai.
  • Früher haben die Menschen Brände mit Eimern gelöscht. Eine Kette aus Menschen reichte Wassereimer weiter.
  • Freiwillige Feuerwehren entstanden in Deutschland vor allem in der Mitte des 19. Jahrhunderts.
  • Am 4. Mai ist auch der Internationale Tag der Feuerwehrleute. Er erinnert an Feuerwehrleute, die bei der Arbeit gestorben sind, und dankt allen, die helfen.
  • Auf dem Funk heißt die Feuerwehr „Florian“. Der Name stammt vom Schutzpatron.

Wer war der heilige Florian?

Florian lebte vor etwa 1700 Jahren im römischen Reich, im Gebiet des heutigen Österreich. Der Legende nach war er ein hoher Beamter und Christ. Er soll um das Jahr 304 in der Stadt Lauriacum (heute Lorch bei Enns) als Märtyrer gestorben sein: Man warf ihn mit einem Mühlstein um den Hals in den Fluss Enns.

Vieles über ihn ist Legende, nur das Wichtigste gilt als geschichtlicher Kern. Wie er zum Schutzpatron der Feuerwehr wurde, erklärt man unterschiedlich. Eine Erklärung: Er starb im Wasser, und Wasser löscht Feuer. Früher rief man andere Heilige gegen Feuer an. Etwa ab dem 15. Jahrhundert wurde Florian immer wichtiger als Schutzpatron gegen Feuer.

Der 4. Mai

  • Florianstag: Am 4. Mai feiern viele Feuerwehren ihren Schutzpatron, oft mit einem Gottesdienst, einem Tag der offenen Tür oder einem Fest.
  • Internationaler Tag der Feuerwehrleute: Seit 1999 gibt es am 4. Mai diesen Tag. Er erinnert an Feuerwehrleute, die bei Einsätzen ums Leben gekommen sind. Er soll auch Danke sagen.

Wie wurde früher gelöscht?

  • Eimerkette: Menschen stellten sich in einer Reihe auf und reichten Eimer mit Wasser von Hand zu Hand zum Feuer.
  • Handdruckspritze: Ein Wagen mit einer Pumpe, die mehrere Männer mit Kraft bedienten. Das Wasser kam aus Brunnen oder Teichen.
  • Dampfspritze: Später trieb ein Dampfmotor die Pumpe an.
  • Motorspritzen und Fahrzeuge: Im 20. Jahrhundert kamen Benzin- und Dieselmotoren, später große Löschfahrzeuge und Drehleitern.
  • Heute: Moderne Fahrzeuge, Funk, Atemschutz und Wärmebildkameras helfen bei der Arbeit.

Wie entstanden die Feuerwehren?

  • Früher mussten oft alle Bürger eines Ortes helfen, wenn es brannte. Das nannte man Pflicht.
  • Im 19. Jahrhundert gründeten engagierte Bürger freiwillige Feuerwehren. Sie wollten besser ausgebildet sein und gemeinsam üben. Viele Städte hatten bald eine eigene Wehr.
  • Berufsfeuerwehren entstanden in größeren Städten, weil dort Tag und Nacht jemand bereit sein musste.
  • Jugendfeuerwehren gibt es seit vielen Jahrzehnten. Kinder und Jugendliche lernen dort die Feuerwehr kennen.
  • Heute sind die meisten Feuerwehrleute in Deutschland ehrenamtlich tätig.

Feuerwehr und Brauchtum

  • Feuerwehrfeste: Viele Orte feiern jedes Jahr ein Fest der Feuerwehr, mit Musik, Essen und Wettkämpfen.
  • Tag der offenen Tür: Du kannst Fahrzeuge anschauen und mit Feuerwehrleuten reden.
  • Wettkämpfe: Feuerwehrwettkämpfe testen Können und Teamgeist. Auch Jugendfeuerwehren machen mit.
  • Ehrungen: Feuerwehrleute bekommen Auszeichnungen für langjährigen Dienst.
  • Feuerwehrkapellen und Spielmannszüge: Manche Feuerwehren haben Musikgruppen, die bei Festen und Umzügen spielen.

Der Name Florian im Funk

Die Feuerwehr verwendet Funkrufnamen, die mit „Florian“ beginnen, zum Beispiel „Florian Beispieldorf 1/40/1“. Das klingt auf dem Funk deutlich, und es erinnert an den Schutzpatron. Mehr zum Funken steht auf der Seite „Buchstabieren und Funken“.

Was kannst du selbst tun?

  • Alte Fotos ansehen: Frag die Wehrführung, ob es alte Fotos oder eine Chronik deiner Feuerwehr gibt.
  • Ein Museum besuchen: In vielen Orten gibt es Feuerwehrmuseen mit alten Spritzen und Fahrzeugen.
  • Zeitzeugen fragen: Ältere Feuerwehrleute erzählen gern, wie es früher war.
  • Eine Zeitleiste malen: Ihr könnt mit der Gruppe eine Zeitleiste von der Eimerkette bis zum modernen Löschfahrzeug gestalten.

Wenn du mehr wissen willst

  • Legende und Geschichte: Wie genau die Geschichte von Florian war, wissen wir nicht. Die Legende wurde erst Jahrhunderte später aufgeschrieben.
  • Andere Heilige: Auch für andere Berufe gibt es Schutzpatrone. Für Feuerwehrleute ist es Florian.
  • Fragen an Betreuer: Manche Jugendfeuerwehren pflegen eigene Bräuche. Frag bei euch nach.

Siehe auch