Das Wichtigste in Kürze
- Wasser macht Spaß, kann aber gefährlich sein. Mit zehn Baderegeln der DLRG bist du sicherer.
- Sag immer Bescheid, bevor du ins Wasser gehst. Bade nur, wenn jemand aufpasst und helfen kann.
- Spring nur dort ins Wasser, wo es tief genug und frei ist, und nur an erlaubten Stellen.
- Auf Eis gehst du nie allein. Zu dünnes Eis bricht ein.
- Wenn jemand ins Wasser oder durchs Eis fällt: nicht hinterher! Hilfe rufen, 112 wählen und etwas zum Festhalten zuwerfen.
Die zehn Baderegeln
- Ich gehe nur ins Wasser, wenn ich mich fit und wohlfühle.
- Ich bade nur, wenn im Notfall jemand helfen oder Hilfe holen kann.
- Bei Problemen im Wasser rufe ich laut und winke mit den Armen. Anderen helfe ich bei Schwierigkeiten. Ich rufe nicht grundlos um Hilfe.
- Ich sage Bescheid, bevor ich ins Wasser gehe.
- Ich gehe nicht hungrig oder direkt nach dem Essen ins Wasser.
- Ich kühle meinen Körper ab, bevor ich ins Wasser gehe. Das schützt vor einem Kälteschock.
- Ich bade nur an erlaubten Stellen und springe nur dort, wo das Wasser tief und frei ist.
- Ich nehme Rücksicht: kein Rennen am Becken, kein Schubsen, niemanden untertauchen.
- Schwimmflügel, Schwimmtiere und Luftmatratzen bieten keinen sicheren Schutz vor dem Ertrinken.
- Bei Gewitter, Blitz oder starkem Regen verlasse ich sofort das Wasser. Baden bei Gewitter kann tödlich sein.
Wenn jemand im Wasser Hilfe braucht
- Nicht hinterherspringen! Viele Retter geraten selbst in Gefahr.
- Laut um Hilfe rufen und Erwachsene holen.
- 112 anrufen, wenn niemand sonst da ist, oder anrufen lassen.
- Etwas zuwerfen, das schwimmt: Rettungsring, Ball, Schwimmnudel, Kanister.
- Etwas hinhalten, zum Beispiel einen langen Ast. Dabei bleibst du selbst sicher am Ufer stehen.
- Die Person im Blick behalten, bis Hilfe kommt.
Auf dem Eis
Im Winter sieht ein zugefrorener See schön aus. Aber das Eis kann dünn sein. Das sind die Eisregeln:
- Nicht gleich in den ersten kalten Tagen aufs Eis gehen.
- Nachfragen, ob das Eis trägt, und Warnschilder beachten.
- Mindestdicke: Auf stehenden Gewässern sind mindestens 15 Zentimeter nötig, auf fließenden mindestens 20 Zentimeter.
- Nie allein aufs Eis.
- Bei Knistern oder Knacken sofort zurück ans Ufer.
- Droht ein Einbruch, hinlegen und flach auf dem Bauch zum Ufer robben. So verteilt sich dein Gewicht.
- Ist jemand eingebrochen: laut um Hilfe rufen und sofort die 112 wählen.
- Nur um Hilfe rufen, wenn du wirklich in Gefahr bist, und anderen helfen, die Hilfe brauchen.
- Nur vom Ufer aus helfen: einen Ast oder Gegenstand zureichen.
- Gerettete langsam aufwärmen, mit Decken, trockener Kleidung und warmen Getränken.
Wo hilft die Feuerwehr?
- Wasserrettung: Die Feuerwehr rettet Menschen und Tiere aus dem Wasser, oft mit Booten und Spezialausrüstung.
- Eisrettung: Dafür gibt es besondere Geräte und besonders geschulte Einsatzkräfte.
- Nie ohne Ausbildung: Wasser- und Eisrettung sind gefährlich. Deshalb machen das nur Ausgebildete.
- Für dich: Du kannst Hilfe holen und 112 anrufen. Das ist die wichtigste Hilfe.
Wenn du mehr wissen willst
- DLRG: Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft bringt Menschen das Schwimmen und das Retten bei. Frag, ob es in deiner Nähe einen Schwimmkurs gibt.
- Seepferdchen: Es ist ein erstes Schwimmabzeichen, aber noch kein Zeichen für sicheres Schwimmen. Übe weiter.
- Badeausflüge mit der Jugendfeuerwehr brauchen die Erlaubnis deiner Eltern und Betreuer, die aufpassen. Für Ausbilder steht Genaueres auf der Seite „Jugendfeuerwehr: Schutz, Berufsfeuerwehrtag, Baden“.
- Mehr dazu findest du bei den Seiten für Erwachsene unter „Eisrettung“ und „Wasserrettung“.