Das Wichtigste in Kürze
- Ziel: Die Kinder verstehen, wie Feuer entsteht und sich löschen lässt, und wissen, wie sie sich zu Hause bei einem Brand verhalten.
- Für wen: 8 bis 15 Jahre, 4 bis 20 Teilnehmende, mindestens zwei Betreuende.
- Dauer: Etwa 90 Minuten, mittlere Vorbereitung.
- Idee: Das Verbrennungsdreieck erleben, den Fluchtplan zeichnen, Rauchmelder und Schilder entdecken.
- Wichtig: Feuer wird nur von Betreuenden mit Sicherheitsvorkehrungen vorgeführt. Kinder zünden nichts an.
Worum geht es?
Kinder erleben Feuer als spannend und manchmal beängstigend. Die Stunde erklärt, was Feuer ist, warum Rauch gefährlich ist und wie man zu Hause und unterwegs richtig reagiert. Sie macht neugierig, ohne zum Zündeln einzuladen.
Vorbereitung der Betreuenden
- Vorführung planen: Wenn du eine Flamme zeigst (zum Beispiel eine Kerze unter einem Glas), brauchst du einen sicheren Ort, einen Eimer Wasser und einen geeigneten Feuerlöscher in Reichweite. Die Kinder halten Abstand. Du bist allein verantwortlich.
- Ohne Feuer geht es auch: Das Verbrennungsdreieck lässt sich als Spiel mit drei Karten oder drei Kindern darstellen, die „Brennstoff“, „Sauerstoff“ und „Wärme“ sind.
- Material: Papier und Stifte für den Fluchtplan, Karten mit Schildern, ein Rauchmelder zum Anschauen, Rauchmelder-Prüftaste zum Ausprobieren.
- Hausregeln: Streichhölzer und Feuerzeuge bleiben bei den Betreuenden.
- Eltern informieren, wenn eine Flamme gezeigt wird.
Ablauf
1. Einstieg: Was ist Feuer? (etwa 10 Minuten)
Sammelt Eindrücke: Wo begegnet euch Feuer? Wo ist es nützlich (Kochen, Heizen), wo gefährlich? Schreibt zwei Spalten an die Tafel.
2. Das Verbrennungsdreieck (etwa 15 Minuten)
Drei Kinder halten Karten „Brennstoff“, „Sauerstoff“, „Wärme“ und stehen eng zusammen. Wenn ein Kind weggeht, „geht das Feuer aus“. Danach: Wie löscht man? Wasser kühlt, eine Decke erstickt, Brennstoff entfernen. Optional zeigt die Betreuerin eine Kerze, die unter einem Glas ausgeht. Besprecht das Ergebnis.
3. Rauch ist gefährlich (etwa 10 Minuten)
Gemeinsam: Warum ist Rauch gefährlicher als Flammen? Was bedeutet das für die Flucht? Merke: Raus, Tür zu, 112 anrufen, draußen warten. Details auf der Kinderseite Was tun, wenn es brennt?.
4. Fluchtplan zeichnen (etwa 20 Minuten)
Jedes Kind zeichnet den Grundriss seiner Wohnung oder seines Zimmers: Wege nach draußen, zweiter Weg, Treffpunkt. Wer will, erklärt es der Gruppe. Hausaufgabe: Den Plan mit der Familie besprechen und üben.
5. Rauchmelder und Schilder (etwa 15 Minuten)
Schaut euch einen echten Rauchmelder an, drückt gemeinsam die Prüftaste und besprecht, wo er hängt. Danach eine Schilder-Suche im Feuerwehrhaus: Welche grünen, roten, gelben und blauen Schilder findet ihr? Siehe Schilder und Zeichen.
6. Geschichten und Fragen (etwa 10 Minuten)
Kurze Fallbeispiele: „Der Topf brennt auf dem Herd.“ „Das Handy-Ladekabel ist heiß.“ „Mein kleiner Bruder spielt mit dem Feuerzeug.“ Die Kinder überlegen, was sie tun. Besprecht auch, was nicht hilft (Wasser auf Fettbrand, Spielen mit Feuer).
7. Abschluss und Reflexion (etwa 10 Minuten)
Frage: Was nimmst du mit? Was erzählst du zu Hause? Vereinbart: Wer will, übt zu Hause den Fluchtweg und berichtet beim nächsten Mal.
Hinweise für die Betreuenden
- Faszination ernst nehmen: Wer sich sehr für Feuer interessiert, bekommt ein Gespräch statt Schimpfen.
- Auffälliges Interesse: Wenn ein Kind oft zündelt, sprich mit den Eltern und der Jugendwart-Leitung. Wende dich im Zweifel an Fachstellen.
- Keine Mutproben: Betone, dass niemand sich beweisen muss.
- Sicherheit: Bei jeder Flamme sind Betreuende und Löschmittel vor Ort.
Wie prüfe ich das Ergebnis?
- Praktisch: Jedes Kind erklärt sein Verbrennungsdreieck und seinen Fluchtweg.
- Schriftlich: Der Test zum Thema Feuer und Löschen steht als PDF zum Ausdrucken bereit.
- Mit der Jugendflamme: Das Verbrennungsdreieck gehört zu den Aufgaben der Jugendflamme (siehe Jugendflamme abnehmen).
Varianten
- Für Jüngere: Nur Fluchtplan, Rauchmelder und Notruf. Mehr Zeichnen und Spielen.
- Für Ältere: Brandklassen und Löschmittel besprechen, Feuerlöscher gezeigt bekommen.
- Mit Besuch: Ein Schornsteinfeger oder eine Brandschutzerzieherin berichtet.
Wenn du mehr wissen willst
- Auf den Seiten für Erwachsene: Der Bereich „Brennen und Löschen“ erklärt Brandklassen und Löschmittel genauer.
- Rauchmelder in Brandenburg: Siehe die Kinderseite Sicher zu Hause.