Das Wichtigste in Kürze
- Der Gerätewagen Logistik (GW-L) transportiert Material in Rollcontainern oder Gitterboxen zur Einsatzstelle. GW-L1 (DIN 14555-21): bis 7,5 t, GW-L2 (DIN 14555-22): bis 16 t, Allrad.
- Besatzung: GW-L1 Trupp (1/1) oder Staffel, GW-L2 Staffel (1/5).
- Ladebordwand: GW-L1 mindestens 750 kg, GW-L2 mindestens 1.500 kg. Durchgängige Ladefläche (L1) beziehungsweise Geräteraum und wettergeschützte Ladefläche (L2).
- Module: Wasserförderung (GW-L2: 100 B-Schläuche, 12 Schlauchbrücken, Tragkraftspritze PFPN 10-1000) oder Gefahrgut (GW-L1).
- Maße: GW-L1 8,0 m, GW-L2 8,3 m lang, 2,55 × 3,3 m.
- Langname
- Gerätewagen Logistik
- Fahrzeugart (EN 1846-1)
- Nachschubfahrzeug
- GW-L1
- DIN 14555-21, Massenklasse LII (bis 7,5 t), mindestens 4 Rollcontainer
- GW-L2
- DIN 14555-22, Massenklasse MIII (16 t), Allrad, mindestens 6 Rollcontainer
- Besatzung
- GW-L1 Trupp oder Staffel, GW-L2 Staffel
- Teilkennzahl Brandenburg
- im vorliegenden Auszug nicht aufgeführt (GW-L1 und GW-L2 stehen in der Einsatzmittelliste)
- Maße (Bayern-Norm)
- GW-L1: 8,0 × 2,55 × 3,3 m; GW-L2: 8,3 × 2,55 × 3,3 m
- Ladebordwand
- GW-L1 mind. 750 kg, GW-L2 mind. 1.500 kg
- Hinweis
- Die Beladungsangaben sind Auszüge aus der Normbeladung (Mindestausstattung nach bayerischer Norm). In Brandenburg und in deiner Wehr kann die Beladung abweichen, weil der Träger der Feuerwehr Zusatzbeladung bestellt. Maßgebend ist die Beladeliste deines Fahrzeugs. Funkrufnamen und Teilkennzahlen in Brandenburg stehen auf der Seite „Fahrzeugnamen verstehen“.

Steckbrief und Einsatz
Wofür wird er eingesetzt?
- Materialtransport zur Einsatzstelle, Einsatzstellenversorgung.
- Modul Wasserförderung (GW-L2) oder Gefahrgutbeseitigung (GW-L1).
- Überland auch für große Lagen und Katastrophenschutz.
Besatzung und Unterschiede
- GW-L1: leicht (LII), Besatzung meist Trupp, durchgängige Ladefläche, Ladebordwand 750 kg, Straßenantrieb.
- GW-L2: schwer (MIII), Allrad, Staffelbesatzung, Multifunktionsleiter, Ladebordwand 1.500 kg.
- Versorgungs-Lkw (Bayern): ähnlich GW-L2, zusätzlich Ladekran möglich.
Beladung und Technik
Module (Normauszug Bayern)
- Gefahrgut (für GW-L1): 6 Chemikalienschutzanzüge, 6 leichte Schutzanzüge, 3 Atemschutzgeräte, Fasspumpe, Handmembranpumpe, Stromerzeuger, Prüfröhrchen, 2 Ex-/Ox-Messgeräte, säurefeste Saug- und Druckschläuche, Auffang- und Abdichtmaterial, Überfass, Erdungsmaterial, Rohr- und Leckdichtkissen, Öl- und Chemikalienbindemittel.
- Wasserversorgung (für GW-L2): 100 B-Schläuche (20 m), 12 Schlauchbrücken, Tragkraftspritze PFPN 10-1000, Armaturen zur Wasserentnahme und -fortleitung.
- Zusatzbeladungssätze: Schläuche, Strom und Beleuchtung, Tauchpumpe, Motorsäge, Mehrzweckzug, Multifunktionsleiter, Handfunkgerät.
- Beide: Ladebordwand, 2 HRT.
Besonderheit
Der Aufbau bleibt gleich, die Beladung wechselt. Die Rollcontainer werden vorab mit zusammengehörigem Material gepackt und können am Standort ausgetauscht werden. So wird aus einem Fahrzeug je nach Lage ein anderes Einsatzmittel.