Das Wichtigste in Kürze
- Der mobile Rauchverschluss (Rauchschutzvorhang) ist ein Vorhang, den man in eine Türzarge spannt. Er hält Brandrauch im Gebäude zurück.
- Der erste Angriffstrupp nimmt ihn mit und baut ihn je nach Lage ein. Man bringt ihn bis zur Rauchgrenze und spannt ihn dort.
- Nutzen: Treppenraum und Fluchtweg bleiben rauchfrei, die Überdruckbelüftung wirkt besser, die Gefahr einer Rauchgasexplosion beim Öffnen der Tür zum Brandraum sinkt.
- Er gleicht aus, wenn eine Rauchschutztür fehlt, offen steht oder durch die Schlauchleitung nicht schließt.
- Der Einbau ist einfach: auffalten, rechts oben in die Zarge anlegen, auf Türbreite stellen, Spannstange drehen, Arretierung prüfen.
- Einsatzbreite (Standard)
- 69 cm bis 118 cm
- Einsatzbreite „extra breit“
- 90 cm bis 150 cm, zum Beispiel für Krankenhaus- und Altenheimtüren
- Gewicht
- Etwa 3,9 kg, extra breit etwa 5,8 kg
- Temperaturbeständigkeit (beschriebenes Modell)
- 600 °C Dauertemperatur
- Mitführung
- Am Tragekorb des Angriffstrupps
Wofür man ihn braucht
Der Rauchverschluss ersetzt vorübergehend eine Tür, die als Rauchschutz wirken soll. Gerade Brandschutz- und Rauchabschlusstüren verlieren ihre Schutzwirkung, wenn die Feuerwehr sie aufhält (Schlauchleitung) oder öffnet. Dann verrauchen Treppenräume, die eigentlich der sichere Rückzugs- und Rettungsweg sein sollen. Das gefährdet Einsatzkräfte und fliehende Personen.
Einsatzbeispiele:
- Rauchausbreitung in Angriffs- und Fluchtwegen verringern.
- Rauchreduzierte Schlauchverlegung, auch durch Rauchschutztüren.
- Geringeres Risiko einer Rauchgasexplosion beim Öffnen der Tür zum Brandraum.
- Bei der Überdruckbelüftung die Zuluftöffnung verkleinern, wenn der Lüfter nahe an der Tür steht. Die Überdruckbelüftung wird so wirksamer und einfacher, der Treppenraum lässt sich schneller entrauchen.
- Staub- und Schmutzbarriere bei Einsätzen der Technischen Hilfeleistung.
Einbau (Standard- und Pro-Verschluss)
- Den Vorhang in der Tasche bis zur Rauchgrenze bringen, herausnehmen und komplett auffalten.
- Den Vorhang an die rechte obere Ecke der Türzarge anlegen.
- Mit der linken Hand auf die gewünschte Türbreite einstellen.
- Mit der rechten Hand die Spannstange drehen. So sitzt der Vorhang sicher verspannt in der Zarge.
Arretierung: Beim Standardverschluss sitzt in der Teleskopstange ein Sperrstift. Ist das „dicke“ Ende zu sehen, ist das Teleskop nicht arretiert. Durch Drücken der Arretierung lässt sich ein Lösen verhindern.
Ausbau: Die Teleskopstange durch Drehen lösen, bei Bedarf die Arretierung entsichern (Standard) oder die Sperrringe drücken (Pro) und die Stange zusammenschieben. Nach dem Zusammenbau darauf achten, dass die Arretierung offen ist.
Hinweise für die Praxis
- Immer mitnehmen: Der Verschluss gehört an den Tragekorb des Angriffstrupps und kommt je nach Lage zum Einsatz.
- Fest verspannen: Der Vorhang soll sicher in der Zarge sitzen, bevor der Trupp weitergeht.
- Er ersetzt keine Brandschutztür und keine Erkundung. Er verhindert nicht jeden Rauchdurchtritt und gehört in die Gesamttaktik (Überdruckbelüftung, Atemschutz, Rückzugsweg).