Das Wichtigste in Kürze
- Der Verteiler (B-CBC) teilt eine B-Leitung auf mehrere Abgänge auf (ein B-Abgang, zwei C-Abgänge). Jeder Abgang hat sein eigenes Absperrorgan.
- Lage befiehlt der Einheitsführer. Angriffstrupp setzt, Wassertrupp kuppelt an die B-Leitung, Schlauchtrupp (oder Melder) bedient.
- Abgänge nur langsam öffnen und schließen: ruckartiges Schließen erzeugt Druckstöße. „… Rohr Wasser halt!“ heißt: Abgang langsam schließen.
- Anschlussreihenfolge C-Rohre: 1. links, 2. rechts, 3. Mitte (in Strömungsrichtung gesehen). B-Rohr und Schaumrohr in die Mitte.
- Immer eine Reserve in B und C am Verteiler bereitlegen, Schläuche nicht knicken, bei langen Strecken freien Abgang zum Entlüften und Spülen nutzen.
- Aufgabe
- B-Leitung auf mehrere Abgänge verteilen (oder Wasserströme sammeln)
- Aufbau
- Gehäuse mit Festkupplungen und je einem Absperrorgan (Niederschraubventil oder Kugelhahn) je Abgang
- Belastbarkeit
- Gehäuse für 25 bar Innendruck, Absperrorgane lassen sich bei 16 bar in Strömungsrichtung noch leicht bewegen
- Setzen / Kuppeln / Bedienen
- Angriffstrupp / Wassertrupp / Schlauchtrupp
- Hinweis
- Nachschlagetext. Handgriffe und Kommandos übt ihr praktisch in der Wache. Maße und Durchflüsse sind Richtwerte und hängen von Fabrikat und Druck ab. Herstellerangaben und Weisungen deines Trägers gehen vor.
Aufbau und Aufgabe
Was der Verteiler tut
- Zuleitung: eine B-Leitung (von Pumpe oder Fahrzeug). Abgänge: meist ein B- und zwei C-Abgänge (B-CBC-Verteiler), bei Bedarf Zwischenstück.
- Absperrorgane an jedem Abgang (Niederschraubventil oder Kugelhahn): Man kann einzelne Rohre unabhängig zu- und abschalten, ohne die Pumpe zu verändern.
- Auch umgekehrt: Mehrere Wasserströme lassen sich zusammenführen.
- Sonderform 2-B-Verteiler: zwei B-Eingänge mit Sammelstück für eine ununterbrochene Wasserversorgung der einzelnen Trupps.
Wer macht was (FwDV 1 und 3)
- Der Einheitsführer befiehlt die Lage des Verteilers („Lage des Verteilers …“).
- Der Angriffstrupp setzt den Verteiler an der befohlenen Stelle ab und legt C-Schläuche bereit.
- Der Wassertrupp verlegt die B-Leitung vom Fahrzeug und kuppelt den Verteiler an, dann folgt „Wasser marsch!“.
- Der Schlauchtrupp (oder der Melder auf Befehl) bedient den Verteiler und legt weitere C-Schläuche bereit.
- Rohr zurück oder Stellungswechsel: Der Truppführer ruft „… Rohr Wasser halt!“, die Einsatzkraft am Verteiler schließt den Abgang langsam.
Bedienen und Anschließen
Anschlussreihenfolge
- C-Rohre: in Wasserstromrichtung gesehen erst links, dann rechts, dann Mitte. So bleibt der mittlere Abgang für den dritten Strahl oder den Schaumzumischer frei.
- B-Rohre und Schaumrohr: in die Mitte.
- Reserve: Schlauchreserve hinter dem Verteiler in Buchten bereitlegen (siehe Seite „Druckschläuche“).
- Verteiler flach absetzen, Abgänge in Richtung Einsatzstelle, Kupplungen frei von Schmutz.
Warum langsam öffnen und schließen?
Wird ein Abgang ruckartig geschlossen oder geöffnet, entstehen Druckstöße (Wasserschlag) in der Leitung.
- Sie belasten Schläuche, Kupplungen und Armaturen und können Schläuche platzen lassen.
- Sie gefährden den Trupp am Rohr (plötzlicher Strahlwechsel, Rückstoß).
- In langen Förderstrecken wirken sie über die ganze Leitung (siehe Druckbegrenzungsventil und geschlossene Schaltreihe).
Regel: langsam auf, langsam zu, Druckmessgeräte beobachten, in langen Strecken nach Absprache.
Typische Fehler
- Verteiler an falscher Stelle (zu weit vom Angriffsweg, ohne Schlauchreserve).
- Abgang schlagartig zugedreht.
- Abgänge vertauscht oder vergessen zu öffnen („Wasser kommt nicht“).
- Kupplungen verschmutzt, undicht.
- Kein freier Abgang im Lösch- oder Förderbetrieb zum Entlüften.