Das Wichtigste in Kürze
- Saugschlauch (Länge 1,60 m, steife Wendel) wird möglichst senkrecht getragen, zwei Schläuche tragen zwei Einsatzkräfte. Die Saugleitung entsteht am Saugkorb beginnend.
- Kuppeln: Rechtsdrehen, mit dem Kupplungsschlüssel nachziehen, Schläuche zwischen den Beinen festhalten. Saugkorb mindestens 30 cm unter der Wasseroberfläche.
- Halteleine (Zimmermannsschlag oder Mastwurf mit Spierenstich am Saugkorb, Halbschlag an jedem Schlauch) und Ventilleine (Karabiner im Rückschlagorgan, nicht einklemmen).
- Saugleitung so kurz und gerade wie möglich, nicht überhöht verlegen (Luftpolster), dicht (Dichtringe prüfen).
- Nach Gebrauch: entleeren, reinigen, Dichtringe prüfen, Trockensaugprobe mit den Saugschläuchen.
- Länge
- Saugschlauch 1,60 m
- Kuppeln
- am Saugkorb beginnen, Rechtsdrehen, mit Kupplungsschlüssel nachziehen
- Halteleine
- am Saugkorb Zimmermannsschlag oder Mastwurf und Spierenstich, an jedem Saugschlauch Halbschlag
- Ventilleine
- Karabinerhaken im Auge oder Ring des Rückschlagorgans
- Aufbau
- steife Federstahlwendel, Gewebe, Gummimantel; Saugkupplung mit Sauglippe
- Hinweis
- Nachschlagetext. Handgriffe und Kommandos übt ihr praktisch in der Wache. Maße und Durchflüsse sind Richtwerte und hängen von Fabrikat und Druck ab. Herstellerangaben und Weisungen deines Trägers gehen vor.
Saugleitung auslegen
Schritt für Schritt (FwDV 1)
- Saugschläuche senkrecht tragen (Unfallverhütung). Zwei Schläuche tragen zwei Einsatzkräfte.
- Beim Kuppeln die Saugschläuche zwischen den Beinen festhalten. Kupplungen von Hand vorkuppeln, durch Rechtsdrehen fassen die Knaggen, dann mit dem Kupplungsschlüssel nachziehen.
- Bei Schnellkupplungsgriffen die Kupplungen mit waagerechten Griffen gegeneinander setzen und die Knaggenteile nach rechts bis zum Anschlag drehen.
- Das Kuppeln beginnt am Saugkorb. Ein Trupp kuppelt, der andere hilft. Werden weniger als drei Saugschläuche gebraucht, richtet der Wassertrupp die Wasserentnahme allein her.
- Nach dem Kuppeln von zwei Schläuchen treten alle in Blickrichtung zur Pumpe nach rechts neben die liegende Leitung (oder auf die dem Wasser abgewandte Seite), gehen zur neuen Position und kuppeln erneut.
- Die Saugleitung wird fertiggestellt, an die Pumpe angekuppelt und erst dann zu Wasser gebracht (Maschinist).
Halteleine und Ventilleine
- Halteleine (Mehrzweckleine): am Saugkorb vor dem Aufsetzen des Schutzkorbes befestigen (Zimmermannsschlag oder Mastwurf mit Spierenstich), an jedem Saugschlauch mit Halbschlag, am geeigneten Festpunkt anbinden. Besonders sinnvoll bei fließenden Gewässern und in Schächten. Ein freies Ende bleibt zum Verankern und Bewegen.
- Ventilleine: Das Rückschlagorgan (Ventil im Saugkorb) hält das Wasser in der Leitung. Die Ventilleine hängt mit Karabinerhaken im Auge oder Ring des Rückschlagorgans, wird lose verlegt und neben der Pumpe abgelegt. Beim Aufsetzen des Saugschutzkorbes nicht einklemmen. Zum Abbau Ventilleine ziehen, dann läuft die Leitung leer.
- Saugschutzkorb verringert das Ansaugen von Schmutz.
Pflege und Fehler
Pflege und Prüfung
- Nach jedem Gebrauch entleeren, bei Schmutzwasser spülen, trocknen.
- Sichtprüfung: Wendel, Innengummierung (lose Innenschicht kann zusammenklappen und die Saugleitung verstopfen), Dichtringe an den Kupplungen, Saugkorb, Sieb, Rückschlagorgan auf Gängigkeit.
- Jährliche Trockensaugprobe mit den Saugschläuchen: Die Pumpe muss in 30 Sekunden mindestens 0,8 bar Unterdruck erreichen, der nach Abschalten der Entlüftung in einer Minute höchstens auf 0,7 bar fällt (je Saugschlauch 15 Sekunden mehr). Siehe Seite „Pumpe bedienen“.
Typische Fehler und Störungen
- Saugkorb zu flach (weniger als 30 cm): Pumpe zieht Luft.
- Undichte Dichtringe: Luftzug, Saugleistung fällt, Zeiger flattert.
- Überhöhte Verlegung (Bogen über dem Sauganschluss): Luftpolster.
- Innengummierung lose: Leitung verstopft, Saughöhe steigt.
- Ventilleine eingeklemmt oder zu straff: Rückschlagorgan öffnet nicht.
- Zu lange oder zu viele Schläuche: höhere Verluste, Saughöhe sinkt (siehe Seite „Feuerlöschkreiselpumpen“).