Mein Kind will zur Jugendfeuerwehr

Für Eltern

Entwurf: noch nicht von Jugendwarten fachlich geprüft

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Jugendfeuerwehr lernen Kinder und Jugendliche die Feuerwehr kennen, üben mit Gleichaltrigen und haben Spaß an Spielen, Ausflügen und Wettbewerben.
  • Bei echten Einsätzen sind Kinder und Jugendliche nicht dabei. Das gilt ohne Ausnahme. Der Einsatzdienst beginnt frühestens mit 16 Jahren.
  • Ein Treffen heißt Gruppenstunde oder Übung. Sie wird von ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern geleitet.
  • Der erste Schritt ist ein Besuch: Fragen Sie bei der Wehrführung oder dem Jugendwart vor Ort nach einem Schnuppertermin.
  • Die Regeln können sich je nach Wehr unterscheiden, zum Beispiel beim Eintrittsalter und bei den Kosten. Ihre Jugendwarte vor Ort sind die richtigen Ansprechpersonen.

Was macht ein Kind in der Jugendfeuerwehr?

  • Lernen: Notruf, Knoten, Schläuche, Fahrzeuge, Ausrüstung, Erste Hilfe und vieles mehr, altersgerecht und mit Anleitung.
  • Üben: Gemeinsam mit anderen zeigen, was sie können.
  • Spielen: Kennenlernspiele, Teamspiele, Staffeln und Rätsel. Etwa die Hälfte der Zeit gehört nach dem Bildungsprogramm der Deutschen Jugendfeuerwehr der allgemeinen Jugendarbeit: Spielen, Sport, Ausflüge, Feste.
  • Ausflüge und Wettbewerbe: Besuche bei anderen Feuerwehren oder der Leitstelle, Zeltlager, Jugendflamme und Leistungsspange.
  • Freunde finden: Hier treffen sich Kinder, die dieselben Interessen haben.

Was macht ein Kind nicht?

  • Es fährt nicht zu Einsätzen mit. Einsätze sind für ausgebildete Einsatzkräfte.
  • Es übt keine Atemschutzeinsätze. Das ist für Kinder und Jugendliche untersagt.
  • Es wird nicht überfordert: Die Betreuenden passen Aufgaben an Alter und Kraft an.

Wie läuft es ab?

  1. Kontakt aufnehmen: Fragen Sie bei der örtlichen Wehr nach der Jugendfeuerwehr oder Kindergruppe. Auch der Kreis- oder Landesjugendfeuerwehrverband hilft weiter.
  2. Schnuppern: Ein oder mehrere Probetermine zeigen Ihnen und Ihrem Kind, ob es passt.
  3. Anmeldung: Meist mit einem Aufnahmeantrag. Dabei klären Sie Fragen zu Kosten, Terminen, Kleidung, Aufsicht, Fotos und Versicherung.
  4. Dienste: Die Treffen finden regelmäßig statt, zum Beispiel einmal pro Woche. Den Dienstplan bekommen Sie von der Wehr.
  5. Kleidung: Oft stellt die Feuerwehr passende Kleidung, meist als Leihgabe, die beim Austritt zurückgegeben wird.

Was kostet das?

In vielen Wehren ist die Teilnahme kostenlos. Für Ausflüge oder Zeltlager können Kosten anfallen. Bei Ihrer Wehr kann es anders sein: Fragen Sie vor der Anmeldung nach.

Wie alt muss mein Kind sein?

Eine gesetzliche Altersgrenze gibt es dafür laut Verwaltungsvorschrift in Brandenburg nicht. Das Eintrittsalter regelt meist die Jugendordnung der Wehr. Oft gibt es Kindergruppen für Jüngere und die Jugendfeuerwehr ab etwa 10 Jahren. Fragen Sie vor Ort nach.

Und wenn mein Kind später in den Einsatzdienst will?

Das ist frühestens mit 16 Jahren möglich, wenn die Wehrführung zustimmt. Bis dahin lernt Ihr Kind in der Jugendfeuerwehr alles, was es später braucht, und kann sich in Ruhe entscheiden.

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