Das Wichtigste in Kürze
- Bei U-Bahn- und Straßenbahnbrand zuerst Strom und Verkehr klären: Kontakt zum Bahnpersonal und Notfallmanager, Bahnverkehr einstellen, Fahrspannung abschalten und erden (soweit vorgesehen und durch die Feuerwehr möglich).
- Straßenbahn: Fahrspannung meist 500 bis 750 Volt Gleichspannung. Mindestabstand zum Fahrdraht 1 m (bis 1.500 V Gleichspannung), nicht vor der Erdung aufs Dach steigen.
- U-Bahn: viele Betroffene, Rauchausbreitung nicht vorhersagbar, lange Anmarschwege unter Atemschutz, schlechter Funk.
- Hinweis: Das Vorgehen hängt stark von den örtlichen Regelungen ab.
U-Bahn-Brand
- Bahnpersonal und Notfallmanager einbinden, Verkehr einstellen, Fahrstromversorgung freischalten oder kurzschließen lassen (soweit vorgesehen).
- Tunnelbeleuchtung einschalten lassen, gegebenenfalls eigene Beleuchtung aufbauen. Objektfunkanlage einschalten.
- Bahnhof räumen und absperren (Polizei). Notausstiege erkunden und auf geflüchtete Personen kontrollieren.
- MANV vorbereiten. Belüften und Entrauchen, Nachbarbahnhöfe auf Rauch kontrollieren.
- Einsatzabschnitte bilden: Ereignisort, Verletztenversorgung, Bereitstellungsraum, Entrauchung.
- Neben dem Zug auch die Tunnelwände kühlen.
- Gefahren: viele Betroffene, Fahrspannung, Weichenbewegungen auch bei eingestelltem Verkehr und abgeschalteter Spannung, unvorhersehbare Rauchausbreitung, lange Anmarschwege, schlechte Funkverbindung.
- Notausgänge liegen höchstens 300 m auseinander und sind im Tunnel blau beleuchtet.
- Leichtverletzte suchen selbstständig umliegende Krankenhäuser auf und blockieren sie. Krankenhäuser früh informieren.
Straßenbahnbrand
- Fahrbetrieb über das Verkehrsunternehmen (Notfallmanager) einstellen.
- Fahrdraht bei Wärmebeaufschlagung mit Sprühstrahl kühlen, dabei die Abstände je nach Löschmittel beachten (Elektrische Anlagen).
- Mindestabstand 1 m (bis 1.500 V Gleichspannung), nicht auf das Dach steigen, bevor geerdet ist.
- Stromabnehmer absenken (lassen), soweit noch möglich.
- Einsatzstelle absichern, Gleise und Straße.
- Trennschalter an den Masten betätigen und Fahrdraht erden. Je nach Ortsregel darf das nur das Verkehrsunternehmen.
- Gefahren: je nach Witterung langer Bremsweg, kaum hörbare Fahrgeräusche, viele Fahrgäste.
Was heißt das für dich?
- Kein Dach, kein Gleis ohne Freigabe. Erdung bestätigt lassen.
- Notfallmanager früh anrufen, er kennt Spannung, Notausstiege und Verkehr.
- Krankenhäuser warnen, wenn viele Leichtverletzte kommen.
Siehe auch: Verkehrsunfall Schiene, B:Schiene, Elektrizität.
Lizenz und Quellenhinweis
Diese Seite beruht zum Teil auf Inhalten des Einsatzleiterwikis (Autorinnen und Autoren: siehe Versionsgeschichte der jeweiligen Wiki-Artikel), veröffentlicht unter der Lizenz CC BY-SA 4.0.
Änderungen: Die Inhalte wurden umformuliert, gekürzt und neu gegliedert.
Lizenz dieser Seite: Entsprechend der Share-Alike-Bedingung wird auch diese Seite unter CC BY-SA 4.0 bereitgestellt. Sie darf unter dieser Lizenz mit Namensnennung weitergegeben und bearbeitet werden. Es wird keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernommen.
- Fahrspannung Straßenbahn
- Meist 500 bis 750 V Gleichspannung
- Abstand zum Fahrdraht
- 1 m bei bis zu 1.500 V Gleichspannung
- Notausstiege U-Bahn
- Höchstens 300 m Abstand, im Tunnel blau beleuchtet
- Wichtige Kontakte
- Notfallmanager, Verkehrsunternehmen, Polizei