Das Wichtigste in Kürze
- Statusmeldungen sind standardisierte Nachrichten, die per Tastendruck gesendet werden und den Funkverkehr verkürzen.
- Status 1 einsatzbereit Funk, 2 einsatzbereit Wache, 3 Einsatzübernahme, 4 Einsatzort, 5 Sprechwunsch, 6 nicht einsatzbereit, 7 einsatzgebunden, 8 bedingt verfügbar, 9 Quittung/Fremdanmeldung, 0 priorisierter Sprechwunsch.
- Statusmeldungen werden im Einsatzleitsystem der Leitstelle dokumentiert.
- Mit Status 5 meldest du einen Sprechwunsch an die Leitstelle.
Die Status von 0 bis 9
- 0: priorisierter Sprechwunsch
- 1: einsatzbereit über Funk
- 2: einsatzbereit auf Wache
- 3: Einsatzübernahme (Fahrzeug rückt aus)
- 4: Einsatzort (Fahrzeug an der Einsatzstelle)
- 5: Sprechwunsch
- 6: nicht einsatzbereit
- 7: einsatzgebunden
- 8: bedingt verfügbar (einsatzbereit mit eigenem Auftrag)
- 9: Quittung oder Fremdanmeldung
Bei 7 und 8 gelten bundesweit einheitliche Bezeichnungen, die auch die bekannten Rettungsdienst-Status einschließen.
Meldungen der Leitstelle an dich
- Aufmerksamkeitsruf an alle
- Melden für Einsatz
- Für sonstige Dienstgeschäfte abgestellt
- Positiv, Negativ
- Eigensicherung
- Über Telefon melden
- Dienststelle anfahren
- Standort durchgeben
- Sprechaufforderung
- Aus Einsatz entlassen
- Sonder- bzw. Wegerechte möglich
- Alarmglocke bzw. Sirene
- Status/Funkgerät überprüfen
Gebrauch im Einsatz
- Status 3 bei Einsatzübernahme, 4 bei Ankunft, 1 oder 2 nach dem Einsatz.
- Status 5 für den Sprechwunsch, danach antwortet die Leitstelle („Sind aufnahmebereit, geben Sie Lage“).
- Beim analogen Funk gelten ergänzende Buchstaben (zum Beispiel A, C, E, F, H) und der Notruf läuft über die Taste „0“.
Regionale Besonderheiten (Beispiel Leitstelle Lausitz)
Die Leitstellen haben organisationsspezifische Regelungen zu den Status. Beispiele der Leitstelle Lausitz:
- Status 7 bei RTW/KTW: Patient aufgenommen.
- Status 9 bei NEF: Notarzt aufgenommen.
- Stärke- und AGT-Meldungen (Truppstärke, Atemschutzgeräteträger) können seit Softwareversion MR16.1 per Digitalfunkstatus übermittelt werden.
- Ab 1. Oktober 2025 werden Statusrückmeldungen mit der bundesweit einheitlichen PID 204 versendet. Die Funkgeräte brauchen dafür die Softwareversion MR2024.1a oder neuer.
- Scan-Funktion: Sie verursacht technische Probleme, als Übergangslösung wird empfohlen, die Scanliste zu deaktivieren.
- Leitstelle erreichen: Anrufgruppe „AG RL Lau“, Rufname „Leitstelle Lausitz“.
Für andere Leitstellenbereiche (zum Beispiel Brandenburg an der Havel) gelten deren Vorgaben. Die Status-Grundbedeutungen 1 bis 9 sind bundesweit einheitlich.