Lehrgang Sprechfunker: Dauer, Voraussetzung und Inhalte

Lernpfade

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Lehrgang Sprechfunker dauert mindestens 16 Stunden. Voraussetzung: Truppmannausbildung Teil 1.
  • Ziel: Nachrichten mit Sprechfunkgeräten im Feuerwehrdienst übermitteln.
  • Er soll vor Atemschutz und Maschinist abgeschlossen sein.
  • Schwerpunkt: Sprechfunkbetrieb (9 Stunden), dazu Kartenkunde und technische Grundlagen.
Dauer
mindestens 16 Stunden
Voraussetzung
Truppmannausbildung Teil 1
Wichtigste Vorschrift
FwDV 810 Sprech- und Datenfunkverkehr

Themen und Stunden

  • Lehrgangsorganisation 2 h
  • Rechtliche Grundlagen 1 h
  • Physikalisch-technische Grundlagen 2 h (Ausbreitung von Funkwellen)
  • Sprechfunkbetrieb 9 h (Verkehrsabwicklung, Einsatzübungen)
  • Kartenkunde 1 h (Koordinatensystem)
  • Leistungsnachweis 1 h

Dazu auf dieser Plattform

Auf den Seiten zu Funk und Leitstelle findest du Anruf und Antwort, Statusmeldungen, Funkrufnamen, Vorrangstufen und die Zusammenarbeit mit der Leitstelle.

Lernweg auf dieser Plattform

  1. Digitalfunk verstehen: Seite „Digitalfunk BOS: Grundlagen, TMO und DMO“ (Gerät, Betriebsarten).
  2. Sprechregeln lernen: Seite „Regeln im Sprechfunkverkehr mit Beispielen“ (Anruf, Antwort, Buchstabieren, Zahlen).
  3. Meldungen kennen: Seiten „Statusmeldungen“ und „Nachrichten und Vorrangstufen“.
  4. Wer ist wer: Seite „Funkrufnamen in Brandenburg“.
  5. Mit der Leitstelle arbeiten: Seite „Zusammenarbeit mit der Leitstelle“.
  6. Karten lesen: Seite „Kartenkunde: Koordinaten und UTMREF“.

Das solltest du am Ende können

  • Einen Funkspruch in der richtigen Reihenfolge aufbauen: Wen rufe ich, wer bin ich, was ist die Nachricht.
  • Zahlen, Buchstaben und Koordinaten eindeutig durchgeben (Buchstabiertafel).
  • Die Statusmeldungen deines Fahrzeugs zur richtigen Zeit setzen.
  • Notfall- und dringende Nachrichten von normalen unterscheiden (Vorrangstufen).
  • Auf einer Karte einen Punkt über Koordinaten finden und beschreiben.
  • Die Funkdisziplin halten: kurz, sachlich, nur das Nötige, kein Name von Betroffenen im Funk.

Typische Stolpersteine

  • Zu viel gesprochen: Funk ist kein Telefonat, ein Gedanke pro Spruch.
  • Taste zu früh losgelassen oder zu spät gedrückt: Der Anfang des Spruchs geht verloren, kurz warten, dann sprechen.
  • Zahlen und Buchstaben verwechselt, wenn nicht nach Tafel gesprochen wird.
  • Rückfrage unterlassen: Bei Unklarheit wiederholen lassen statt raten.
  • Mithörer vergessen: Auf dem Kanal hören viele zu, Datenschutz beachten.

So bereitest du dich vor

  • Buchstabiertafel täglich mit Wörtern aus deinem Alltag üben (Kennzeichen, Straßennamen).
  • Funkspruch laut sprechen, bevor du ihn am Gerät sendest.
  • Mit einem Partner Rollenspiel machen: einer ist Leitstelle, einer Fahrzeug.
  • Die Funkrufnamen deiner Wehr auswendig lernen.
  • Die Reihenfolge ist ein Vorschlag zum Selberlernen. Maßgeblich sind Lehrgangsplan und Ausbilder. Die Handgriffe übst du praktisch in der Wache.

Siehe auch