Das Wichtigste in Kürze
- Rettungshundestaffeln sind überwiegend ehrenamtlich. Mensch und Hund bilden ein Team, das jahrelang ausgebildet und regelmäßig geprüft wird.
- Es gibt drei Träger: Hilfsorganisationen und Vereine (ehrenamtlich), die Feuerwehr (RHOT-Facheinheit, Hundeführer sind Feuerwehrangehörige) und die Polizei (Berufspolizisten mit Diensthunden).
- Die Hunde gehören den Hundeführern. Das Team ist kein Material, sondern eine Einheit aus Mensch und Hund.
- Folge: Die Verfügbarkeit hängt von Hundeführern, Arbeitgebern und dem Zustand der Hunde ab. Die Staffel braucht Ruhe und Pausen.
- Prüfungen: Teams werden regelmäßig geprüft. Die Anerkennung gilt nur für die jeweilige Sparte.
Wer sind die Staffeln?
- Rettungshundestaffeln der Hilfsorganisationen (zum Beispiel DRK, ASB, JUH, MHD) und Vereine: ehrenamtlich, meist über Landkreis oder Land angebunden.
- RHOT-Facheinheit der Feuerwehr: Teil der Feuerwehr, Hundeführer treten in die Einsatzabteilung ein und durchlaufen die Grundausbildung (siehe RHOT).
- Polizeidiensthunde: Hundeführer der Polizei mit Schutz-, Spür- und Suchhunden. Sie sind hauptberuflich und arbeiten für die Polizei.
Ehrenamt und Hauptamt
- Ehrenamt: Hundeführer in Staffeln und Feuerwehr sind freiwillig. Die Hunde werden privat gehalten und trainiert.
- Hauptamt: Polizeihundeführer arbeiten beruflich. Die Tiere gehören dem Land.
- Kosten: Training, Prüfungen und Hundehaltung zahlen die Hundeführer oft selbst, teils mit Zuschüssen.
- Freistellung: Für Feuerwehrangehörige gelten die BbgBKG-Regeln, bei anderen Organisationen die jeweiligen Absprachen.
Wie eine Staffel aufgebaut ist
- Staffelleitung: Leiter, Ausbilder und Verwaltung.
- Teams: Hundeführer und Hund mit Prüfung. Suchhelfer, Funker und Markierer unterstützen.
- Einsatzstärke (Beispiel RHOT): Flächensuche mit 6 Hunden, Trümmersuche mit 4 Hunden, Mantrailing und Wasserortung mit 2 Hunden. Es gibt vier Versorgungsstufen der Gefahrenabwehr (RHOT).
- Ausstattung: Suchgeschirr und Kleidung, Funk, Karten, Erste-Hilfe-Material für Hund und Mensch, Fahrzeug.
- Einsatzdauer: Begrenzt, da Hund und Mensch ermüden. Abgelöst wird in Teams.
Worauf du achten solltest (Sensibilisierung)
- Hunde sind Spezialisten. Sie arbeiten nach Anweisung des Hundeführers. Gib Aufträge an den Hundeführer, nicht an das Tier.
- Geruch ist die Arbeitsgrundlage. Spuren nicht stören, Parfum, Rauch und Kraftstoff meiden.
- Gefahren erklären: Trümmerflächen sind gefährlich für Hund und Mensch. Erkläre Sperrzonen und Gefahren vorab.
- Ablösung und Wasser: Hunde brauchen Pausen, Wasser und Schatten. Plane Ruheflächen.
- Sensibel im Umgang: Bei Leichenfunden und belastenden Situationen brauchen auch Hundeführer Nachsorge.
Siehe auch: Schnittstellen zu den Hundestaffeln, RHOT, PSNV und Einsatznachsorge.
Das ist eine Zusammenfassung zum Lernen und keine Rechtsberatung. Die Zahlen zur Einsatzstärke stammen aus dem Mindeststandard für RHOT-Einheiten der Feuerwehr.
- Besetzung
- überwiegend ehrenamtlich, Polizei hauptberuflich
- Teams
- Hundeführer und Hund (Suchhelfer, Funker, Einsatzleiter als Unterstützung)
- Sparten
- Flächensuche, Trümmersuche, Mantrailing, Wasserortung
- Prüfstufen der Feuerwehr
- RH 1, RH 2, RH 3 (Mindeststandard der RHOT)
- Wichtig für
- Einsatzleitung bei Suche