Drohnengruppen: Aufbau und Besetzung

MANV und Großschadenslagen

Das Wichtigste in Kürze

  • Drohnengruppen sind überwiegend ehrenamtlich. Sie bestehen meist aus Feuerwehrangehörigen, teils aus Hilfsorganisationen oder dem THW. Berufsfeuerwehren stellen Drohnen hauptamtlich.
  • Eine Feuerwehr-Drohneneinheit hat mindestens 12 Kräfte, im Einsatz mindestens 4: Einheitsführer, Pilot, Kameraführer oder Luftbildauswerter, Luftraumbeobachter.
  • Zum Betrieb brauchen sie Ausbildung: Fernpilotenkompetenz, Einsatztaktik, Luftbildauswertung, Luftraum- und Funkregeln.
  • Weniger Standorte sind besser als viele: am besten Schwerpunkteinheiten im Landkreis, abgestimmt mit allen Organisationen.
  • Folge: Eine Drohne kommt nicht aus jedem Ort, die Einheit braucht Anfahrt, Aufbau und Genehmigungen (zum Beispiel für Zonen).

Wer betreibt Drohnen?

  • Feuerwehren (Freiwillige und Berufsfeuerwehren) mit Drohneneinheiten. Beschaffung und Betrieb sind teuer, deshalb gibt es oft eine Basis pro Landkreis.
  • Hilfsorganisationen und THW: haben eigene Drohnengruppen, zum Beispiel für Suche und Erkundung.
  • Behörden: die Polizei hat eigene Drohnen. Sie ist nicht Teil der Feuerwehr.

Ehrenamt und Hauptamt

  • Ehrenamt: Die meisten Drohnenpiloten in der Freiwilligen Feuerwehr und in Hilfsorganisationen sind freiwillig. Training und Fortbildung laufen in der Freizeit.
  • Hauptamt: Berufsfeuerwehr und Polizei.
  • Verfügbarkeit: wie bei allen Ehrenamtlichen zeitlich begrenzt. Die dreifache Besetzung gleicht Ausfälle aus.

Wie die Einheit aufgebaut ist

  • Einheitsführer: führt das Team und meldet an die Einsatzleitung oder den Abschnitt Luft.
  • Pilot: fliegt und ist allein verantwortlich für die Sicherheit des Fluges.
  • Kameraführer oder Luftbildauswerter: bedient die Kamera und wertet Bilder aus.
  • Luftraumbeobachter: überwacht den Luftraum und warnt vor Hubschraubern.
  • Material: Drohnen mit Wärmebildkamera, Funk, Monitore, Ersatzakkus. Dazu ein eigenes Fahrzeug.
  • Funk: Bei mehreren Fluggeräten gibt es eine eigene Funkrufgruppe.

Worauf du achten solltest (Sensibilisierung)

  • Piloten tragen die Verantwortung für den Flug. Gib Aufträge an den Einheitsführer.
  • Luft ist ein eigener Raum. Keine privaten Flüge im Einsatzgebiet.
  • Bilder sind sensibel. Datenschutz und Pietät (keine Aufnahmen von Opfern).
  • Wetter und Akku begrenzen den Einsatz. Frag nach, wie lange geflogen werden kann.
  • Nachsorge: Auch Drohnenteams können belastende Bilder sehen.

Siehe auch: Schnittstellen zu den Drohnengruppen, Drohnen (UAV), Luftkoordinator.

Das ist eine Zusammenfassung zum Lernen und keine Rechtsberatung. Die Zahlen zur Einheitsstärke stammen aus den Empfehlungen für Drohneneinheiten der Feuerwehr.

Besetzung
überwiegend ehrenamtlich (Berufsfeuerwehr hauptamtlich)
Träger
Feuerwehr, Hilfsorganisation, THW oder Gemeinde
Einheitsstärke
mindestens 12 Kräfte (dreifache Besetzung)
Mindestpersonal im Einsatz
4 (Einheitsführer, Pilot, Kameraführer, Beobachter)
Fahrzeug
eigenes Fahrzeug (zum Beispiel Mannschaftstransportfahrzeug oder Einsatzleitwagen als Basis)
Wichtig für
Einsatzleitung und Stäbe

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