Das Wichtigste in Kürze
- Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, sich für 10 Tage selbst zu versorgen: Wasser, Essen, Medikamente, Hygiene.
- Wasser: mindestens 2 Liter pro Person und Tag. Lebensmittel: haltbar, kühl, trocken und dunkel lagern.
- Notgepäck: Dokumente, persönliche Medikamente, Bargeld, Kleidung, festes Schuhwerk.
- Stromausfall: Taschenlampen, Kurbel- oder Batterieradio, Powerbank.
- Warnung: Warn-App NINA, Sirenen beachten, Warntag. Notruf: 112.
- Hinweis zum Download
- Das hinterlegte PDF ist die ältere Broschüre „Für den Notfall vorgesorgt“ des BBK. Aktuelle Empfehlungen und Checklisten stehen beim BBK.
Notvorrat
- Zehn Tage selbst versorgen können. Auch ein Drei-Tage-Vorrat hilft erheblich.
- Getränke: mindestens 2 Liter pro Person und Tag.
- Lebensmittel: haltbare Produkte wie Konserven, Getreide, Nüsse. Kühl, trocken, dunkel und luftdicht lagern.
- Hausapotheke: Verbandmaterial, Schmerzmittel, Desinfektionsmittel, persönliche Medikamente.
Notgepäck
- Dokumente: Ausweise, Versicherungsunterlagen, in wasserdichter Mappe
- Persönliche Medikamente
- Bargeld und Zahlungskarten
- Kleidung und festes Schuhwerk, Decke oder Schlafsack, Hygieneartikel
Strom, Wärme, Licht
- Taschenlampen mit Batterien
- Batteriebetriebenes oder Kurbelradio (Informationen bei Stromausfall)
- Powerbank für Mobilgeräte
Warnen und Handeln
- NINA (Warn-App des Bundes) installieren, Sirenensignale kennen und beachten.
- Notruf 112: Wo? Was? Wie viele Betroffene? Welche Art? Warten auf Rückfragen.
- Evakuierung: Anweisungen der Behörden folgen, Notgepäck griffbereit halten.
- Brandschutz im Haushalt: Rauchmelder, mindestens ein Feuerlöscher, Fluchtweg planen und üben.
- Nachbarschaftshilfe: Auf hilfsbedürftige Menschen achten.
Notvorrat berechnen und anlegen
Rechenbeispiel für zwei Personen und zehn Tage:
- Wasser: 2 Personen × 10 Tage × 2 Liter = 40 Liter.
- Lebensmittel: Haltbares, das du ohnehin isst (Nudeln, Reis, Konserven, Müsli, Nüsse). Keine exotischen Vorräte, die niemand mag.
So legst du ihn Schritt für Schritt an:
- Aufschreiben, was ihr täglich esst und trinkt, Besonderheiten (Babys, Allergien, Haustiere, Medikamente).
- Mit einem Drei-Tage-Vorrat beginnen, dann ausbauen.
- Beim normalen Einkauf mitkaufen, nicht auf einmal.
- Nach Haltbarkeit sortieren und Älteres zuerst verbrauchen (Vorrat im Kreislauf).
- Einmal im Jahr prüfen (zum Beispiel am Warntag), Ablaufdaten kontrollieren.
Stromausfall: die ersten Stunden
- Sicherung prüfen: Ist nur das eigene Haus betroffen? Bei großflächigem Ausfall Radio oder NINA nutzen.
- Kühlschrank und Gefrierschrank geschlossen halten, so bleibt die Kälte lange erhalten.
- Kerzen nie unbeaufsichtigt brennen lassen, Taschenlampen bevorzugen.
- Heizen ohne Strom: nie Grill oder Gasherd zum Heizen in Wohnräumen (Kohlenmonoxid, Brandgefahr).
- Notruf 112 funktioniert nur, solange das Netz steht. Wichtige Telefonnummern auf Papier bereithalten, Nachbarn kennen.
Checkliste fürs Jahr
- Frühjahr: Rauchmelder testen, Vorräte prüfen.
- Sommer: Hitzevorsorge, Wasser, Waldbrandgefahr beachten (siehe Seite „Waldbrand“).
- Herbst: Taschenlampen, Batterien und Powerbank prüfen.
- Winter: Sturm und Stromausfall (siehe Seite „Sturm“).
- Warntag: NINA und Sirenensignale prüfen, Notgepäck griffbereit (siehe Seite „Warnung der Bevölkerung: Sirenen, NINA, Warntag“).
Hinweis
Im Zweifel gilt: bei akuter Gefahr Notruf 112. Erste-Hilfe-Handgriffe übst du in einem Kurs.