Hitze: Schutz bei hohen Temperaturen

Bürgerinformation und Prävention

Das Wichtigste in Kürze

  • Ab Tageshöchsttemperaturen von 30 Grad spricht man von einem heißen Tag. Wichtiger ist die gefühlte Temperatur.
  • Warnstufen des Deutschen Wetterdienstes: starke Wärmebelastung (gefühlte Temperatur über etwa 32 °C), extreme Wärmebelastung (über etwa 38 °C).
  • Gefährdet sind besonders Ältere, Kranke, Säuglinge und Kleinkinder.
  • Trinken (mindestens 2 bis 3 Liter pro Tag), Schatten suchen, lockere Kleidung, Anstrengung vermeiden.
  • Nie Menschen, Kinder oder Tiere im geparkten Auto lassen: Dort steigt die Temperatur schnell über 50 °C.
Weitere Informationen
wettergefahren.de, Gesundheitsamt, Hausarzt

Gefahren erkennen

  • Hitze: Die gefühlte Temperatur berücksichtigt Lufttemperatur, Luftfeuchte, Strahlung, Wind und den Menschen selbst.
  • Hitzewellen fordern Menschenleben. Im Sommer 2003 starben in Deutschland nach Schätzungen mehrere tausend Menschen an den Folgen.
  • Schwüle: warm, wenig Wind, hohe Luftfeuchtigkeit. Der Körper kann durch Schwitzen nicht ausreichend abkühlen.

Verhalten

  • Lockere Kleidung, Kopfbedeckung in der Sonne.
  • Mindestens 2 bis 3 Liter pro Tag trinken, am besten Mineralwasser oder verdünnte Säfte. Keine koffeinhaltigen Getränke und kein Alkohol.
  • Leichte Kost, Mineralverlust durch salzhaltige Lebensmittel ausgleichen.
  • Körperliche Anstrengung vermeiden, Aktivitäten im Freien auf Morgen- oder Abendstunden legen.
  • Schatten aufsuchen, Getränkevorräte anlegen, sparsam mit Brauchwasser umgehen.
  • An andere denken: Alleinstehende, Säuglinge, Kleinkinder, Haustiere.

Alarmzeichen und Erste Hilfe

  • Alarmzeichen: Krämpfe in Armen, Beinen oder Bauch, Schwindel, Schwäche, Schlaflosigkeit, Anzeichen von Austrocknung. Sofort einen Arzt rufen.
  • Erste Hilfe: die betroffene Person an einen schattigen, kühlen Ort bringen, Kleidung lockern, Mineralwasser zu trinken geben.

Für die Feuerwehr

Hitze belastet auch Einsatzkräfte (Schutzkleidung, Atemschutz). Rechtzeitig ablösen, früh trinken. Siehe Unfallschutz und Unfallverhütung und FwDV 7 (Ruhepause und Flüssigkeitsausgleich).

Wohnung kühl halten

  • Tagsüber Fenster und Rollläden auf der Sonnenseite geschlossen und verdunkelt halten.
  • Nachts und früh morgens kräftig querlüften, wenn es draußen kühler ist.
  • Elektrogeräte aus (Abwärme), kein unnötiges Licht.
  • Feuchte Tücher in den Raum hängen, kühle Füße- oder Armbäder helfen dem Körper.
  • Nicht ins Auto setzen zum Abkühlen und Kinder und Tiere nie allein lassen.

Hitzeerschöpfung, Sonnenstich, Hitzschlag

  • Hitzeerschöpfung: Schwäche, Schwindel, Übelkeit, starkes Schwitzen, kalte feuchte Haut. Hinlegen, kühlen Ort, Wasser trinken, Beine hochlagern.
  • Sonnenstich: Kopf rot und heiß, Kopfschmerz, Übelkeit, steifer Nacken. Schatten, Kopf kühlen, Oberkörper leicht erhöht lagern, Arzt rufen.
  • Hitzschlag: Körper ist überhitzt, Haut heiß und oft trocken, Verwirrtheit, Bewusstseinsstörung, Krämpfe. Lebensgefahr: sofort Notruf 112, in den Schatten bringen, Kleidung öffnen, Körper kühlen (nasse Tücher), bei Bewusstlosigkeit stabile Seitenlage und Atmung kontrollieren.

Wann die Feuerwehr gerufen wird

  • Person im geparkten Auto, in Notlage: 112 wählen, Hilfe organisieren, Rettungsdienst und Feuerwehr öffnen das Fahrzeug.
  • Hilflose Person hinter verschlossener Wohnungstür: 112, die Feuerwehr öffnet die Tür (Stichwort Türnotöffnung, siehe Seite „H:Türnotöffnung“).
  • Vegetations- und Waldbrände nehmen bei Hitze und Trockenheit zu (siehe Seite „Waldbrand“).

Hinweis

Im Zweifel gilt: bei akuter Gefahr Notruf 112. Erste-Hilfe-Handgriffe übst du in einem Kurs.

Siehe auch