TSF und TSF-W: Tragkraftspritzenfahrzeug

Fahrzeuge

Das Wichtigste in Kürze

  • Das TSF trägt seine Pumpe tragbar (Tragkraftspritze PFPN 10-1000). TSF (DIN 14530-16) hat keinen Wassertank, TSF-W (DIN 14530-17) hat mindestens 500 l.
  • Besatzung: Staffel (1/5), Beladung für eine Gruppe (1/8). Die Staffel bildet mit der zur Gruppe ergänzten Besatzung eine selbstständige taktische Einheit.
  • Gewicht: TSF LI (bis 4,75 t, kleiner Feuerwehrführerschein), TSF-W LII (bis 7,5 t, großer Führerschein).
  • Beladung (Normauszug): 4 Atemschutzgeräte, 10 B- und 9 C-Schläuche, 4 Steckleiterteile, Kübelspritze, Feuerlöscher, Schlauchtragekörbe, Brechwerkzeug, Spalthammer, Wärmebildkamera, Systemtrenner B-FW.
  • TSF-W: Einrichtung zur schnellen Wasserabgabe (2 × D-Schlauch oder formfester Schlauch 50 m DN 25).
Langname
Tragkraftspritzenfahrzeug (mit Wasser)
Fahrzeugart (EN 1846-1)
Löschfahrzeug
Norm
TSF: DIN 14530-16, TSF-W: DIN 14530-17
Gewicht
TSF: Massenklasse LI (bis 4,75 t), TSF-W: LII (bis 7,5 t)
Besatzung
Staffel (1/5); Beladung für eine Gruppe
Pumpe
tragbare Feuerlöschkreiselpumpe PFPN 10-1000
Wasser
TSF: kein Tank, TSF-W: mindestens 500 l
Teilkennzahl Brandenburg
im vorliegenden Auszug nicht aufgeführt
Maße TSF (Bayern-Norm)
Länge höchstens 6,0 m (TSF-W 6,3 m), Breite 2,3 m, Höhe 2,6 m (TSF-W 2,9 m)
Fahrerlaubnis
TSF bis 4,75 t: mit kleinem Feuerwehrführerschein; TSF-W bis 7,5 t: mit großem
Hinweis
Die Beladungsangaben sind Auszüge aus der Normbeladung (Mindestausstattung nach bayerischer Norm). In Brandenburg und in deiner Wehr kann die Beladung abweichen, weil der Träger der Feuerwehr Zusatzbeladung bestellt. Maßgebend ist die Beladeliste deines Fahrzeugs. Funkrufnamen und Teilkennzahlen in Brandenburg stehen auf der Seite „Fahrzeugnamen verstehen“.
Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser bei Dämmerung, Geräteraum geöffnet
Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W) der Ortsfeuerwehr Wendschott Foto: Michael Täger, CC BY-SA 3.0 de, über Wikimedia Commons, verkleinert

Steckbrief und Einsatz

Wofür wird es eingesetzt?

  • Brandbekämpfung, besonders Erstangriff in kleineren Orten.
  • Einfache technische Hilfeleistung.
  • Menschenrettung mit Atemschutz (Geräte werden mitgeführt).

Besatzung und Taktik

  • Staffel (1/5), Staffelführer, Maschinist, Angriffstrupp und Wassertrupp.
  • Zur Gruppe ergänzt mit weiteren Kräften (Schlauchtrupp).
  • Die Pumpe wird zum Betrieb aus dem Fahrzeug genommen und an der Wasserentnahmestelle aufgestellt, die Leitung wird verlegt (siehe Seite „Tragkraftspritze“).

Abgrenzung

  • TSF-W kann sofort Wasser abgeben (Tank), das TSF ohne Tank braucht eine Wasserentnahmestelle.
  • KLF: leichter, mit Tank, ebenfalls Tragkraftspritze.
  • MLF: fest eingebaute Pumpe, liegt zwischen TSF-W und LF 10.
  • TSF-L (Logistik): landesspezifisch, Koffer mit Ladefläche, höchstens 9 t (MI), Beladung für Gruppe und Transport einsatzbezogener Ausrüstung.
  • GW-TS (Bayern): Pickup mit Doppelkabine für mindestens vier Personen, ersetzt den Tragkraftspritzenanhänger.

Beladung und Technik

Beladung (Normauszug Bayern)

  • Pumpe: tragbare Feuerlöschkreiselpumpe PFPN 10-1000 (10 bar, 1000 l/min).
  • Atemschutz: 4 Pressluftatmer (in Bayern bei Antrag auf Ausnahme verzichtbar, wenn ein Nachbarfahrzeug rechtzeitig kommt).
  • Schläuche: 10 B-Schläuche (20 m), 9 C-Schläuche (15 m).
  • Leitern: 4 Steckleiterteile.
  • Sonstige Ausrüstung: Kübelspritze, Feuerlöscher, Schlauchtragekörbe, Brechwerkzeug, Spalthammer, Abschleppseil, Systemtrenner B-FW, Wärmebildkamera, 1 MRT und 4 HRT.
  • Zusatzbeladung nach Bedarf: Kombinationsfilter, Notfallrucksack, Rettungsbrett, Verkehrsunfallkasten, Kettensäge, Strom und Beleuchtung (DIN 14800-18).
  • TSF-W: zusätzlich Löschwasserbehälter 500 bis 750 l und Einrichtung zur schnellen Wasserabgabe (2 × D- oder C-Schlauch 15 m oder formfester Schlauch 50 m DN 25 oder 30 m DN 33).
  • Maße: TSF bis 6,0 × 2,3 × 2,6 m, TSF-W 6,3 × 2,35 × 2,9 m.

Merksätze

  • Kein Tank, kein Schnellangriff: Beim TSF zuerst Wasserentnahme aufbauen.
  • Pumpe nur zu mehreren tragen, auf sicheren Stand und Heben aus den Beinen achten.
  • Atemschutz nur mit Überwachung (siehe Seite „Atemschutzüberwachung“).

Siehe auch