Das Wichtigste in Kürze
- Kein Ansprechen, keine normale Atmung: Wiederbelebung. Drei Schritte nach ERC 2025: Prüfen, Rufen, Drücken. Im Zweifel gehst du von einem Kreislaufstillstand aus und beginnst.
- Drücktiefe mindestens 5, höchstens 6 cm, Frequenz 100 bis 120 pro Minute, nach jedem Druck den Brustkorb vollständig zurückfedern lassen, möglichst ohne Unterbrechung.
- Beatmung nur, wenn du geschult bist: 30 Kompressionen, 2 Beatmungen. Nicht geschult: ununterbrochen drücken.
- AED so früh wie möglich einsetzen: Pads auf die nackte Brust, den Sprachanweisungen folgen. Alle, auch Laien, sollen ihn benutzen.
- Beginne mit der Wiederbelebung, ohne dir Gedanken zu machen, ob du den Betroffenen verletzt. Weitermachen, bis der Rettungsdienst übernimmt oder dich zum Aufhören auffordert.
Erkennen und alarmieren
- Jede Person, die nicht reagiert, ist verdächtig auf einen Kreislaufstillstand.
- 112 anrufen (Lautsprecher), dabei die Atmung beurteilen. Langsame mühsame Atmung, Röcheln oder Schnappatmung zählen als Zeichen eines Stillstands.
- Kurze Krämpfe zu Beginn sind möglich. Sobald sie enden, die Atmung prüfen.
- Die Leitstelle leitet dich an: nur Herzdruckmassage, wenn du nicht beatmen kannst, und fragt nach einem AED. Bei mehreren Helfern schickt sie jemanden zum nächsten AED.
- Bist du allein ohne Netz: laut um Hilfe rufen. Glaubst du, dass niemand kommt, hole selbst Hilfe, so schnell wie möglich, und beginne bei der Rückkehr sofort mit der Wiederbelebung.
Herzdruckmassage
- Person auf den Rücken, möglichst auf harten Untergrund. Liegt sie im Bett, beginne dort und drücke tiefer, statt sie auf den Boden zu legen.
- Handballen auf die untere Hälfte des Brustbeins („Mitte der Brust“), zweite Hand darauf, Finger verschränken, Arme gestreckt, Schultern senkrecht über der Brust.
- Brust freimachen, wenn du das Brustbein sonst nicht findest.
- Tiefe 5 bis 6 cm, Frequenz 100 bis 120 pro Minute.
- Unterbrechungen so kurz wie möglich. Sind mehrere Helfer da, wechselt ihr etwa alle 2 Minuten, ohne die Massage lange zu unterbrechen.
- Leitstellen-Anleitungen lassen die Person meist auf den harten Boden legen. Nach der ERC-Leitlinie darfst du auch im Bett beginnen, wenn Umlagern Zeit kostet.
Beatmung
- Nur bei geschulten Helfern: 30 zu 2. Ein Atemzug hebt den Brustkorb sichtbar, nicht zu viel Luft (keine Überbeatmung).
- Gelingt die Beatmung bei 2 Versuchen nicht, denke an eine Fremdkörperverlegung.
- Eigenschutz: Bei Vergiftungen und Kontaktgiften mit Beatmungsmaske beatmen, nicht von Mund zu Mund.
AED
- AED holen lassen, sobald klar ist, dass ein Stillstand vorliegt. Beim Einschalten Sprachanweisungen folgen.
- Pads auf die nackte, trockene Brust (bei nasser Brust abtrocknen), so, wie auf dem Gerät gezeigt.
- AED-Standorte sollen deutlich gekennzeichnet sein, jeder darf ihn benutzen.
- Nach dem Schock sofort weiterdrücken.
Ersticken (Fremdkörper) bei Erwachsenen
- Verdacht: Die Person kann plötzlich nicht mehr sprechen, oft beim Essen. Frage: „Ersticken Sie?“
- Zum Husten ermutigen. Kann sie nicht husten oder ist der Husten wirkungslos: bis zu 5 Rückenschläge. Danach bis zu 5 Bauchstöße (Heimlich-Handgriff). Im Wechsel weiter.
- Nie blind mit den Fingern im Mund suchen.
- Reagiert die Person nicht mehr: Wiederbelebung.
- Jeder, der Bauchstöße oder Kompressionen erhalten hat, muss ärztlich untersucht werden (mögliche Verletzungen).
Ertrinken
- Nicht ins Wasser gehen, wenn du in Wasserrettung nicht geschult bist. Bei Bewusstsein: vom Ufer aus Schwimmhilfe, Rettungsring oder Boje zuwerfen.
- Geschulte Helfer im Wasser: Hilfe holen, Kopf über Wasser halten, wenn möglich und sicher 5 Beatmungen schon im Wasser, schnell an Land.
- An Land bei fehlender Reaktion und Atmung: 5 Beatmungen, dann Standard-Wiederbelebung, AED nach dem Abtrocknen der Brust.
Was heißt das für dich?
- Prüfen, rufen, drücken.
- 5 bis 6 cm, 100 bis 120 pro Minute.
- AED holen, Sprachanweisungen folgen.
Siehe auch: Erste Hilfe: Vorgehen, AED bei der Feuerwehr, Wasserrettung.
- Drücktiefe
- Mindestens 5 cm, höchstens 6 cm
- Frequenz
- 100 bis 120 pro Minute
- Verhältnis mit Beatmung
- 30 Kompressionen zu 2 Beatmungen
- Druckpunkt
- Untere Hälfte des Brustbeins
- Atemkontrolle
- Höchstens 10 Sekunden
- Ersticken Erwachsene
- 5 Rückenschläge, 5 Bauchstöße im Wechsel
- Ertrinken
- Zuerst 5 Beatmungen, dann Standard-Wiederbelebung
- Hilfe der Leitstelle
- Disponent leitet zur Wiederbelebung an