Das Wichtigste in Kürze
- Das THW besteht überwiegend aus Ehrenamtlichen: rund 80.000 Helferinnen und Helfer (Angaben der Bundesregierung, schwanken je nach Jahr) in 668 Ortsverbänden, dazu rund 1.800 bis 2.100 Hauptamtliche (Geschäftsstellen, Landes- und Bundesebene, Ausbildung).
- Im Ortsverband arbeiten nur Ehrenamtliche. Sie üben regelmäßig und haben eigene Unterkunft, Fahrzeuge und Technik.
- Aufbau: Technischer Zug (TZ) als taktische Einheit (Zugtrupp, Bergungsgruppe, Fachgruppe), dazu Fachgruppen mit Spezialaufgaben.
- Folge für den Einsatz: Die Helfer kommen aus Beruf und Alltag, die Alarmierung braucht Zeit und die Stärke schwankt. Tagsüber und an Werktagen ist die Verfügbarkeit geringer.
- Ausbildung ist kostenlos und findet im Ortsverband statt, dazu Lehrgänge der THW-Bundesschule.
Wer ist das THW?
Das Technische Hilfswerk ist eine Bundesanstalt. Die Mitglieder sind keine Landesbediensteten und keine Feuerwehrangehörigen. Sie arbeiten in Ortsverbänden, die zu Regionalstellen und Landesverbänden gehören. Die Arbeit der Helfer ist ehrenamtlich, die Verwaltung und Ausbildung übernehmen Hauptamtliche.
Ehrenamt und Hauptamt
- Ehrenamt: Fast alle Einsatzkräfte arbeiten freiwillig und unentgeltlich. Sie haben einen Beruf oder sind in der Ausbildung.
- Hauptamt: in Geschäftsstellen, Landes- und Bundesverwaltung, Ausbildungszentren und bei besonderen Aufgaben.
- Freistellung: Für THW-Helfer gilt eine Freistellung für Einsätze und Ausbildung nach dem THW-Gesetz. Arbeitgeber werden entschädigt.
Das hat Folgen: Wenn du das THW anforderst, kommen Menschen aus ihrem Alltag. Sag früh, wie lange du sie brauchst, damit sie planen können.
Wie das THW aufgebaut ist
- Ortsverband: Grundeinheit mit Gelände, Halle, Fahrzeugen. Mindestens ein Technischer Zug.
- Technischer Zug (TZ): Zugtrupp (Führung), Bergungsgruppe, eine Fachgruppe. Er ist die taktische Einheit für technische Hilfe.
- Bergungsgruppe: Retten, Räumen, Abstützen, Heben.
- Fachgruppen: Spezialisierung, zum Beispiel Notversorgung/Notinstandsetzung (Strom und Wasser), Wassergefahren, Räumen, Beleuchtung, Führung und Kommunikation, Logistik. Manche Fachgruppen arbeiten überörtlich (Zusammenzug aus mehreren Ortsverbänden).
- Nicht-technische Gruppen: zum Beispiel Küche oder Jugendarbeit.
Worauf du achten solltest (Sensibilisierung)
- Führungsstruktur kennen: Der Zugführer des THW führt seinen Zug. Aufträge gehen an ihn, nicht an einzelne Helfer.
- Eigene Taktik: Das THW arbeitet ruhig und planvoll, oft mit Schwerpunkt auf Technik und Material. Es hat andere Funktionsbezeichnungen und Einsatzgrundsätze.
- Kleidung und Ausrüstung: blaue Kleidung, eigene Fahrzeuge und Helme. Erkenne sie als Einsatzkräfte.
- Verfügbarkeit realistisch einplanen: Plane die erste Phase der Lage mit Feuerwehr und Regelkräften.
- Verpflegung und Ablösung: Auch das THW braucht Pausen und Essen, besonders bei langen Lagen.
Siehe auch: Schnittstellen zum THW, Wassergefahren und Energie, KatSV.
Das ist eine Zusammenfassung zum Lernen und keine Rechtsberatung. Die Zahlen sind gerundet und ändern sich von Jahr zu Jahr.
- Träger
- Bundesanstalt Technisches Hilfswerk
- Besetzung
- überwiegend ehrenamtlich (rund 80.000), Hauptamtliche in Verwaltung und Ausbildung
- Basis
- Ortsverbände mit eigenem Gelände und Fahrzeugen
- Taktische Einheit
- Technischer Zug: Zugtrupp, Bergungsgruppe, Fachgruppe
- Spezialisierung
- Fachgruppen (Beispiele: Notversorgung und Notinstandsetzung, Wassergefahren, Räumen, Beleuchtung, Führung und Kommunikation, Logistik)
- Wichtig für
- Zug- und Gruppenführer, die THW anfordern