KdoW: Kommandowagen

Fahrzeuge

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Kommandowagen (KdoW) ist das kleinste Führungsfahrzeug: Pkw, Kombi oder Kleinbus. Er bringt Führungskräfte schnell zur Einsatzstelle zum Erkunden und Führen kleiner Einsätze.
  • Norm: DIN SPEC 14507-5. Besatzung mindestens 1/2. Massenklasse LI. Normwerte (Bayern): Länge höchstens 5,25 m, Breite 2,00 m, Höhe 2,20 m.
  • Ausstattung: Fernglas, Digitalfunk (Fahrzeugfunkgerät und Handsprechfunkgerät), Führungsmaterial. Kein fester Arbeitsplatz für Funk und Lage.
  • Größere Lagen brauchen ELW 1 oder ELW 2.
  • Teilkennzahl in Brandenburg: 14.
Langname
Kommandowagen
Fahrzeugart (EN 1846-1)
Einsatzleitfahrzeug
Norm
DIN SPEC 14507-5
Gewicht
Massenklasse LI, laut Norm höchstens 3,5 t (mindestens 1,7 t)
Besatzung
Fahrer und Einsatzleiter
Ausstattung
Funkgeräte, Atemschutzgeräte, Handscheinwerfer, Führungsmaterial, Winkerkellen
Teilkennzahl Brandenburg
14
Besatzung (Norm)
mindestens 1/2
Maße (Bayern-Norm)
Länge höchstens 5,25 m, Breite 2,00 m, Höhe 2,20 m
Hinweis
Die Beladungsangaben sind Auszüge aus der Normbeladung (Mindestausstattung nach bayerischer Norm). In Brandenburg und in deiner Wehr kann die Beladung abweichen, weil der Träger der Feuerwehr Zusatzbeladung bestellt. Maßgebend ist die Beladeliste deines Fahrzeugs. Funkrufnamen und Teilkennzahlen in Brandenburg stehen auf der Seite „Fahrzeugnamen verstehen“.
Kommandowagen der Feuerwehr (VW Transporter) von vorne links
Kommandowagen, hier ein VW T5 der Feuerwehr Stuttgart Foto: Julian Herzog, CC BY 4.0, über Wikimedia Commons, verkleinert

Steckbrief und Einsatz

Wofür wird er eingesetzt?

  • Erkunden: Der Einsatzleiter ist oft vor den Löschfahrzeugen vor Ort und verschafft sich ein Lagebild.
  • Kleine Einsätze führen: Für einfache Lagen reicht die Ausstattung zur Koordination.
  • Führungskräfte befördern: Dienstfahrzeug zum Beispiel für Wehrführung oder Zugführer.
  • Schnell sein: Als Pkw oder Kleinbus ist er schneller als ein schweres Lkw-Fahrzeug.
  • Vorausfahrt: In großen Lagen gibt er früh erste Meldungen ab .

Besatzung

Fahrer und Einsatzleiter (mindestens 1/2). Im Zug bildet der Zugtrupp (Führungsassistent, Melder, Fahrer) die Führungseinheit, sein Fahrer fährt nach FwDV 3 den Kommando- oder Einsatzleitwagen.

Abgrenzung

  • KdoW: wenig Platz, keine festen Arbeitsplätze.
  • ELW 1: Kleinbus mit Funk- und Besprechungsplatz, führt einen Zug.
  • ELW 2: größer, eigener Funkraum, unterstützt Führungsgruppe oder Stab.

Beladung und Technik

Ausstattung und Maße

  • Fernglas, 1 Fahrzeugfunkgerät (MRT) und 1 Handsprechfunkgerät (HRT) für den Digitalfunk.
  • Führungsmaterial: Winkerkellen, Lagekarten, Führungsweste, Schreibzeug.
  • Atemschutzgeräte, Handscheinwerfer nach Ausstattung des Trägers.
  • Maße (Bayern-Norm): Länge bis 5,25 m, Breite 2,00 m, Höhe 2,20 m. Gewicht LI (bis 4,75 t, nach Norm höchstens 3,5 t).
  • Fahrerlaubnis: Klasse B reicht bis 3,5 t.

Merksätze

  • KdoW = erkunden und schnell sein.
  • Meldung nach der Erkundung (Lage, Maßnahmen, Nachforderung) so früh wie möglich über Funk.
  • Fahrzeug so abstellen, dass Zufahrt und Aufstellflächen für folgende Fahrzeuge frei bleiben.

Führen mit dem KdoW in Brandenburg

  • Die Kommandowagen der Brandschutzeinheiten dienen der Führung der taktischen Züge. Sie sind geländefähig und für Erkundungen auf unbefestigten Wegen vorgesehen, eignen sich also für (Unter-)Abschnittsleitung im Gelände.
  • Doppelnutzen: Auch unterhalb von Großschadenslagen kann der Träger des örtlichen Brandschutzes den KdoW in der Führungsstufe B einsetzen. Mit Durchsageeinrichtung auch zur Bevölkerungswarnung.
  • Besatzung: höchstens ein Führungstrupp (1/1/1/3), meist ein verkleinerter (-/1/1/2 oder 1/-/1/2). Arbeitsraum mit drehbarem Beifahrersitz, zweiter Sitzreihe und gemeinsamem Arbeitstisch, zwei Digitalfunkgeräte mit Bedienelement in einer Konsole links, beschreibbare, magnethaftende Trennwand (bis DIN A2) für Kräfteübersicht und Kommunikationsplan, selbsthaftende Folien für Lagedarstellung.
  • Sitzordnung und Aufgaben: siehe Seite „Führungseinheiten: Führungstrupp, Führungsstaffel, Führungsgruppe“.

Siehe auch