Leistungsspange Technische Hilfeleistung

Lehrgänge und Leistungsabzeichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Leistungsspange Technische Hilfeleistung des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg (Vergabeordnung Version 2.0, Dezember 2023) belohnt Leistungen in der Technischen Hilfeleistung.
  • Stufen: Bronze (Lehrgang Technische Hilfeleistung nach FwDV 2), Silber und Gold (jeweils Leistungsabnahme), Sonderstufe Gold (Staffel, auch über Kreisausbilder-Tätigkeit).
  • Drei Disziplinen: feuerwehrtechnischer Teil (patientenorientierte Rettung aus einem verunfallten Pkw), Erste Hilfe, Theorie.
  • Zeitrahmen: Silber und Gold 30 Minuten, Sonderstufe Gold 20 Minuten.
  • Wertungsrichter müssen Gruppenführer (F III) und den Lehrgang TH-Grund haben.
Herausgeber
Landesfeuerwehrverband Brandenburg e.V., Fachausschuss „Bildung und Verbandswesen“
Fassung
Vergabeordnung Version 2.0 (Dezember 2023)
Voraussetzung Gold
abgeschlossene Truppführerausbildung
Einheit
Gruppe (Silber, Gold), Staffel (Sonderstufe Gold)

Stufen

  • Bronze: erfolgreiche Teilnahme am Lehrgang Technische Hilfeleistung nach FwDV 2.
  • Silber: nach Bronze und Erfüllung der Vergabeordnung.
  • Gold: nach Silber und Erfüllung der Vergabeordnung. Fehlen Kameraden, dürfen solche ohne die Grundvoraussetzung mitwirken (mindestens Bronze), sie erhalten aber keine Spange.
  • Sonderstufe Gold: nach Gold oder als Kreisausbilder (Technische Hilfeleistung, Maschinist oder ABC) mit mindestens drei eigenverantwortlich durchgeführten Lehrgängen. Einheit ist die Staffel.
  • Pro Jahr zählt eine erfolgreiche Teilnahme.

1. Feuerwehrtechnischer Teil

  • Silber: patientenorientiertes Retten einer verletzten, vital stabilen Person aus einem verunfallten, auf den Rädern stehenden Pkw, allseitig zugänglich. Zeitrahmen höchstens 30 Minuten (vfdb-Richtlinie 06/01).
  • Gold: Retten von zwei verletzten, vital stabilen Personen aus einem Pkw mit Zugangsbeschränkung auf der Fahrer- oder Beifahrerseite, 30 Minuten. Pro Fragebogen mindestens eine Frage zu ABC.
  • Sonderstufe Gold: zwei verletzte Personen (eine vital stabil, eine vital instabil), Zugang nur einseitig, 20 Minuten.
  • Hinweise zur Vorbereitung: Warnkleidung, Fahrzeugaufstellung nach taktischen Gesichtspunkten, richtiges Absitzen, Führungsvorgang, Einsatzbefehl an jeden Trupp, Wiederholung durch die Truppführer, zusätzliche Ausrüstung, Sichern der Einsatzstelle, Betreuung und Erstversorgung, Gerätebereitstellung, Erstzugang, patientengerechte Lagerung, UVV, Abschlussmeldung.
  • Maschinist: Er führt auf Anweisung funktionstypische Handlungen durch (Feuerlöschkreiselpumpe, Stromerzeuger).

2. Erste Hilfe

  • Geprüft: Vitalfunktionen, Herz-Lungen-Wiederbelebung, Schocklagerung, stabile Seitenlage, Verbände, Halskrause (Immobilisation), Tourniquet.
  • Zeit: Silber Punkte a bis e in 15 Minuten, Gold und Sonderstufe a bis g in 20 Minuten.
  • Richtlinie: aktuelle Leitlinien des European Resuscitation Council.

3. Theoretischer Teil

  • 10 Fragen pro Teilnehmer aus der eigenen Kategorie, je 3 Antworten, eine richtig, 15 Minuten. Kategorien: Angriffs-, Wasser-, Schlauchtrupp, Melder / Gruppen- oder Staffelführer / Maschinist.
  • Grundlagen: FwDV 1, 3, 500, bei Führungskräften auch FwDV 7 und 100, UVV, Erste Hilfe, Straßenverkehrsrecht (Maschinist), BbgBKG, Fahrzeug- und Gerätekunde.

Wertung und Wertungsrichter

  • Silber: im feuerwehrtechnischen Teil mindestens 130 Punkte, Gold und Sonderstufe: mindestens 180 Punkte, jeweils ohne Eigen- oder Fremdgefährdung.
  • Erste Hilfe: keine Fehler, die den Gesundheitszustand des Verletzten verschlechtern würden.
  • Theorie: Silber und Gold mindestens 54 Punkte insgesamt und 5 pro Fragebogen. Sonderstufe: 45 insgesamt und 7 pro Fragebogen.
  • Keine Disziplin darf am selben Tag wiederholt werden.
  • Wertungsrichter: mindestens Gruppenführer (F/H/B III) und Lehrgang TH-Grund. Wertungsrichter Maschinist zusätzlich Maschinist, Station Erste Hilfe zusätzlich Rettungssanitäter (oder beratende Person), der Hauptwertungsrichter zusätzlich Kreisausbilder.

Siehe auch