Technische Hilfeleistung

Lernpfade

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Lehrgang Technische Hilfeleistung dauert mindestens 35 Stunden. Voraussetzung: Truppmannausbildung.
  • Ziel: verletztenorientierte Rettung, richtige Handhabung der Ausrüstung und Bedienung der Geräte für technische Hilfeleistungen auch größeren Umfangs.
  • Schwerpunkt: Geräte für die Technische Hilfeleistung (24 Stunden).
  • Für Spezialeinsätze gibt es zusätzlich die Leistungsspange Technische Hilfeleistung des Landesfeuerwehrverbandes.
Dauer
mindestens 35 Stunden
Voraussetzung
Truppmannausbildung

Themen und Stunden (Auszug)

  • Lehrgangsorganisation 2 h
  • Physikalische Grundlagen 3 h (Hebelgesetze und weitere)
  • Geräte für die Technische Hilfeleistung 24 h (Stationsarbeit)
  • Verkehrssicherungsgeräte 2 h
  • Leistungsnachweis 1 h

Dazu auf dieser Plattform

Die Seiten zu Spreizer und Schneidgerät, Hebekissen, Zugeinrichtungen, Motorkettensäge, Trennschleifer, den Einsatzabläufen und der Verkehrsabsicherung.

Lernweg auf dieser Plattform

  1. Ablauf verstehen: Seite „So läuft ein Hilfeleistungseinsatz ab“.
  2. Einsatzstelle sichern: Seiten „Einsatzstelle gegen Verkehr sichern“, „Unfallschutz und Unfallverhütung“, „Einsatzstellenhygiene bei Technischer Hilfeleistung“.
  3. Gefahren erkennen: Seiten „Elektrizität“, „Fahrzeuge mit alternativen Antrieben“, „Einsturz“.
  4. Geräte kennen: „Spreizer, Schneidgerät und Rettungszylinder“, „Hebekissen“, „Heben und Abstützen von Lasten“, „Mehrzweckzug und Seilwinde“, „Motorkettensäge“, „Trennschleifmaschine und Säbelsäge“.
  5. Verkehrsunfall: Seiten „Verkehrsunfall Pkw: Fahrzeugtechnik, Airbags und Rettungsdatenblatt“, „Verkehrsunfall Pkw: Erstmaßnahmen der ersteintreffenden Einheit“, „Verkehrsunfall Pkw: Technische Rettung und Zusammenarbeit“.
  6. Lagen: Seiten „H:VU Klemm“ und weitere Lagen der Technischen Hilfeleistung.

Das solltest du am Ende können

  • Einen Einsatz sichern: Absperrung, Brandschutz, Beleuchtung, Gefahren prüfen (AAAA-C-EEEE).
  • Rettungsgeräte in der richtigen Reihenfolge einsetzen und Verletzte schützen (Schutzdecke, Abdeckung).
  • Verletztenorientiert vorgehen: Der Rettungsdienst gibt vor, wie schnell und wie schonend gerettet werden muss.
  • Lasten heben und abstützen, ohne Stützen oder Kissen zu überlasten.
  • Gerätesicherheit: Schutzausrüstung, Kraftstoff, Funkenflug, Schnittstellen.
  • Nachsorge: Einsatzstelle räumen, Geräte reinigen und prüfen.

Typische Stolpersteine

  • Eigengefährdung unterschätzt (Verkehr, Airbag, Strom, Hochvolt).
  • Geräte zu früh angesetzt, bevor der Verletzte geschützt ist.
  • Kommunikation fehlt zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst.
  • Stabilisieren vergessen: Fahrzeug oder Last bewegt sich beim Schneiden.
  • Scharfe Kanten (Glas, Metall) nicht abgedeckt.

So bereitest du dich vor

  • Gerätetafel eures Fahrzeugs durchgehen: Wo liegt was?
  • Einsatzablauf laut aufsagen und in der Gruppe üben.
  • Sicherheitsregeln der Geräte (Abstand, Schutzausrüstung) lernen, bevor du anfasst.
  • Die Reihenfolge ist ein Vorschlag zum Selberlernen. Maßgeblich sind Lehrgangsplan und Ausbilder. Die Handgriffe übst du praktisch in der Wache.

Siehe auch