Krisenvorsorge: BBK-Ratgeber 2025

Bürgerinformation und Prävention

Das Wichtigste in Kürze

  • Das BBK-Heft „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ (Stand 11/2025, 2. Auflage) ergänzt die Notfallvorsorge im Haushalt um die Fragen: Was fällt bei Strom-, Wasser- oder IT-Ausfall alles aus, und wie bleibt man informiert?
  • Ziel: sich möglichst 10 Tage selbst versorgen können. Ein Vorrat für 3 Tage hilft schon sehr, darauf baut man Schritt für Schritt auf.
  • Wasser: 2 Liter je Person und Tag, davon 0,5 Liter zum Kochen. Wasser ist wichtiger als Essen.
  • Bei Stromausfall funktionieren Kurbel-, Batterie- und Autoradios. Warn-Apps und Handy-Warnungen fallen aus, wenn das Mobilfunknetz ausfällt.
  • Kochen und Heizen ohne Strom nur mit Geräten, die für Innenräume zugelassen sind. Camping-Kocher und Grill gehören ins Freie (Kohlenmonoxid).
  • Bei Hochwasser nie in den Keller, bei Gaswolke nach oben, bei Explosion ins Innere des Hauses: Der sicherste Ort hängt von der Gefahr ab.

Wenn der Alltag unterbrochen wird

Ein Unfall, Extremwetter oder Sabotage können Leitungen für Strom, Wasser, Gas oder Mobilfunk beschädigen. Auch ein Cyberangriff auf IT-Systeme, etwa in Krankenhäusern, bei Versorgern oder in Supermärkten, kann den Alltag lahmlegen. Das Heft beschreibt, wie sich einzelne Ausfälle gegenseitig verstärken:

  • Strom weg: Licht, Herd, Kühlschrank, Heizung, Fernseher und Radio am Netz fallen aus.
  • Wasserwerke brauchen Strom und digitale Systeme. Ohne sie kommt kein Wasser aus der Leitung, weder zum Trinken noch zum Waschen.
  • Mobilfunk und Internet fallen ohne Strom oder funktionierende IT aus. Man kann dann nicht mehr telefonieren, und auch Warn-Apps erreichen niemanden.
  • Zahlungsverkehr: Geldautomaten und das Bezahlen mit Karte oder Handy funktionieren nicht mehr. Deshalb gehört Bargeld in die Vorsorge.
  • Lieferungen: Wenn IT-Systeme ausfallen, können Waren nicht bestellt oder geliefert werden, die Regale bleiben leer.
  • Behandlungen werden schwieriger, weil Strom, Wasser und IT in Krankenhäusern fehlen oder deren Kapazität begrenzt ist.

Es kann dauern, bis allen Betroffenen geholfen wird. Wer vorgesorgt hat, kommt zurecht, bis Hilfe eintrifft, und entlastet die Einsatzkräfte, die sich dann um Menschen kümmern können, die sich nicht selbst helfen können.

Essen und Trinken bevorraten

Essen: Was in den Vorrat gehört, hängt vom Haushalt ab. Das Heft nennt vier Hilfsfragen:

  • Haltbar: Was nicht gekühlt werden muss, verdirbt beim Stromausfall nicht.
  • Fertig: Was nicht gekocht werden muss, ist auch ohne Herd essbar.
  • Kurze Kochzeit: Wer wenig Energie braucht, kommt mit einer Gaskartusche länger aus.
  • Für wen? Allergien, Essgewohnheiten, Kleinkinder und Haustiere mitdenken.

Wasser: Gerechnet wird mit 2 Litern je Person und Tag. Davon sind 0,5 Liter zum Kochen gedacht. Auch an Haustiere denken. Für drei Personen sind das 18 Liter für 3 Tage, 30 Liter für 5 Tage und 60 Liter für 10 Tage.

Das Heft verweist für Beispielvorräte und einen Vorratskalkulator auf ernaehrungsvorsorge.de.

Vorsorge für Menschen mit Beeinträchtigungen

Wer im Alltag Hilfsmittel oder Unterstützung braucht, sollte zusätzlich bedenken:

  • Hilfsmittel wie Brille oder Hörgerät, dazu Ersatzbatterien, Akkus und Ladegeräte.
  • Mobilitätshilfen, falls man schnell das Haus verlassen muss.
  • Medikamentenplan und Vorrat (Haltbarkeit und Lagerung beachten).
  • Futter und Wasser für ein Assistenztier.
  • Liste mit Notfallkontakten und einen Notfallausweis. Auf vielen Smartphones lässt sich ein digitaler Notfallausweis anlegen, der auch bei gesperrtem Bildschirm abrufbar ist.
  • Fluchtwege kennen. Wenn man sie nicht nutzen kann, vorher klären, wer einen wie unterstützt.

Verständigung mit Einsatzkräften: Ein Notfallausweis kann zeigen, wie man kommuniziert. Er kann auch Krankheiten, Allergien, Hilfsmittel und Kontakte enthalten. Auch Stift und Papier helfen. Menschen mit Höreinschränkung können Rauchmelder mit Vibrations- und Lichtalarm einbauen, zum Notruf ohne Sprechen gibt es die App nora (siehe Notruf und Hilfe für Hörgeschädigte). Erste-Hilfe-Kurse gibt es teils in Leichter Sprache oder Gebärdensprache.

Warnungen erhalten und verstehen

  • Sirenen: Der auf- und abschwellende Heulton (1 Minute) heißt „Gefahr, informiere dich“. Der Dauerton (1 Minute) heißt „Gefahr vorbei“. Mehr dazu auf der Seite Warnung der Bevölkerung.
  • Dazu kommen Lautsprecherwagen, digitale Informationstafeln und Handy-Warnungen.
  • Warn-App wie NINA installieren. Das Heft weist ausdrücklich darauf hin: Bei Strom- oder Mobilfunkausfall funktionieren viele Warnkanäle nicht.
  • Amtliche Warnungen weitergeben an Nachbarschaft, Freunde und Familie, denn vielleicht haben nicht alle sie erhalten.
  • Erreichbar bleiben, zum Beispiel das Handy auch nachts empfangsbereit halten.

In der Krise informiert sein

  • Radio ist der Rückfall: Wenn Mobilfunk und Internet ausfallen, senden Radiosender trotzdem. Bei Stromausfall funktionieren Auto-, Kurbel- und Batterieradios.
  • Powerbank zum Laden von Handy oder Laptop bereithalten.
  • Kontakte auf Papier: Liste wichtiger Nummern, falls die digitalen Kontakte nicht erreichbar sind.
  • Offline-Karten: Viele Online-Karten lassen sich vorher herunterladen und dann ohne Internet nutzen.
  • Anlaufstellen kennen, zum Beispiel Rathäuser oder Notfalltreffpunkte, wo man sich vor Ort informieren kann.
  • Wenn 110 und 112 nicht mehr funktionieren: bei einem Notfall wenn möglich zur nächsten Polizeiwache oder ins Krankenhaus gehen.

Vertrauenswürdige Informationen erkennen

In unklaren Lagen gibt es widersprüchliche und falsche Informationen. Manches sind Missverständnisse oder Gerüchte, manches wird absichtlich verbreitet, um zu verunsichern, Vertrauen in staatliches Handeln zu untergraben und den Zusammenhalt zu schwächen. Je emotionaler und dramatischer eine Meldung ist, desto häufiger wird sie verbreitet. Das Heft empfiehlt: kritisch hinterfragen statt weiterleiten. Drei Prüffragen:

  • Ist der Absender seriös? Wer hat Video, Bild oder Nachricht zuerst veröffentlicht? Bei Webseiten ins Impressum schauen: Es muss einen Klarnamen und eine vollständige Anschrift nennen, nicht nur eine anonyme E-Mail-Adresse.
  • Basiert die Information auf Fakten? Gibt es Verweise und Quellen? Viele seriöse Medien haben Faktencheck-Abteilungen.
  • Stimmen andere Quellen überein? Ähnliche Berichte von vertrauenswürdigen Quellen suchen.

Wird eine der Fragen mit Nein beantwortet, könnte es Desinformation sein. Dann nicht weiterverbreiten.

Mit Ängsten umgehen und mit Kindern sprechen

In einer Krise ist es normal, sich hilflos zu fühlen. Vorbereitet zu sein, reduziert Ängste. Was in oder nach Notsituationen guttun kann:

  • Kontakt zu anderen halten und sich austauschen.
  • Tägliche Routinen und einen Plan für den Tag.
  • Wenn möglich ins Freie, Bewegung, Pausen und Rückzug, ausreichend Schlaf, Trinken und regelmäßig Essen.
  • Nachrichten dosieren: nur so viel, wie nötig ist, am besten zu festen Zeiten.
  • Telefonseelsorge: rund um die Uhr, kostenlos und auf Wunsch anonym (0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123).

Gegenseitige Hilfe gibt das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun, und macht weniger ohnmächtig. Gemeinsam die nächsten Schritte planen, statt nur auf den Schaden zu schauen.

Mit Kindern sprechen: Kinder reagieren sehr verschieden, etwa mit Konzentrationsproblemen, Albträumen, Angst oder Gereiztheit, manche zunächst gar nicht auffällig. Das Heft rät:

  • Zuhören, Fragen offen, ehrlich, sachlich und einfach beantworten, aber keine Gespräche aufdrängen.
  • Das eigene Verhalten erklären, wenn einen etwas belastet.
  • Positive Botschaften: „Wir passen auf dich auf“, „Wir sind für dich da“, „Wir sind gut vorbereitet“.
  • Kinder drücken sich oft über Malen, Schreiben oder Spielen aus.
  • Bei großer Sorge Rat suchen (Kinderärztin, Beratungsstellen, Kinder- und Jugendpsychotherapeuten, zum Beispiel Nummer gegen Kummer).

Medizinische Notfälle selbst behandeln

Rettungsdienst, Krankenhäuser und Apotheken können vorübergehend nicht verfügbar sein. Eine Hausapotheke hilft bei kleinen Notfällen:

  • Persönliche Medikamente, zum Beispiel Asthmaspray. Bei regelmäßiger Einnahme Vorrat für mindestens zehn Tage.
  • Wundversorgung: Pflaster, Mullbinden, Verbandtuch für Brandwunden, Einmalhandschuhe, Kühlkompresse, Schere, Pinzette.
  • Basisausstattung: Schmerzmittel, fiebersenkende Mittel, Fieberthermometer, Mittel gegen Durchfall, Erbrechen und Erkältung, Elektrolyte, Wund- und Hautdesinfektionsmittel, Salben.

Erste-Hilfe-Kurs auffrischen. Bei Herz-Kreislauf-Stillstand kann jeder mit Herzdruckmassage helfen, das ist nicht schwer zu lernen (siehe Wiederbelebung).

Druckverband in vier Schritten (bei tiefer, stark blutender Wunde; Näheres zu Druck, Druckverband und Tourniquet auf der Seite Blutungen und Verletzungen):

  1. Kompresse auf die Wunde legen.
  2. Kompresse mit einer Mullbinde zwei- bis dreimal umwickeln.
  3. Druckpolster auf die Stelle legen, zum Beispiel ein Päckchen Mullbinden.
  4. Mit der Mullbinde das Druckpolster mehrmals umwickeln und die Binde mit Pflaster befestigen.

Ohne Strom kochen und heizen

Kochen:

  • In Räumen: Stövchen mit Teelicht (Essen aufwärmen), Fondue-Set mit Brennpaste (kleine Mengen), Gaskocher nur, wenn er für Innenräume zugelassen ist. Ein Gasherd lässt sich oft weiter nutzen.
  • Nur im Freien: Camping-Kocher mit Gaskartusche, Gas- oder Holzkohlegrill.

Heizen: Für Innenräume zugelassene Gasheizer, Ethanolkamine oder Petroleumöfen funktionieren ohne Strom. Außerdem helfen warme Kleidung, Decken und Schlafsäcke. Fenster und Türen geschlossen halten, aber regelmäßig stoßlüften (wenige Minuten, Fenster ganz weit offen).

Wichtig: Bei Verbrennung mit zu wenig Sauerstoff entsteht Kohlenmonoxid, das ist lebensgefährlich. Das Heft empfiehlt geprüfte CO-Melder (siehe Kohlenmonoxid zu Hause). Rezepte und Tipps zum Kochen ohne Strom gibt es im Notfallkochbuch des BBK.

Wenn es brennt

Die Schritte im Heft entsprechen dem Verhalten im Brandfall:

  1. Löschen nur, wenn man sich nicht gefährdet.
  2. Geht das nicht, Raum sofort verlassen, wenn möglich Fenster und beim Verlassen die Tür schließen (der Brand bekommt weniger Sauerstoff, der Rauch breitet sich nicht in den Flur aus).
  3. Personen im Haushalt warnen und ihnen helfen.
  4. Gebäude verlassen, nie durch verrauchte Räume oder Treppenhäuser flüchten. Wenige Atemzüge Brandrauch sind lebensgefährlich. Bei verrauchten Fluchtwegen am Fenster bemerkbar machen.
  5. Feuerwehr rufen: 112.
  6. Nachbarschaft warnen.

Vorsorge: Rauchwarnmelder (das Heft nennt sie grundsätzlich für alle Räume außer Bad und Küche), Feuerlöscher oder Löschspray kennen, Fluchtwege zu Hause, am Arbeitsplatz und in fremden Umgebungen erkunden. Brennendes Fett, Wachs und flüssige Brennstoffe nicht mit Wasser löschen, sondern mit passendem Feuerlöscher oder Löschspray (das Heft nennt die Brandklasse F). Wasser verdampft schlagartig und führt zur Fettexplosion.

Dokumente und Notgepäck

Wichtige Dokumente in einem feuerfesten oder wasserdichten Behälter aufbewahren, denn sie gehen bei Brand oder Hochwasser leicht verloren und sind schwer neu zu beschaffen. Dazu zählen:

  • Dokumente, die die Identität belegen (Geburtsurkunde, Personalausweis).
  • Besitz (Grundbuchauszug, Kaufverträge), finanzielle Ansprüche (Versicherungen), Qualifikationen (Zeugnisse), Rechte (Vollmachten, Gerichtsentscheidungen).
  • Persönliche Informationen (Testament, Befunde, Impfausweis, Passwortlisten) und emotional Wichtiges wie Fotos.
  • Bei der ausstellenden Stelle fragen, ob Original oder beglaubigte Kopie nötig ist. Digitale Kopien in der Cloud, auf externer Festplatte oder USB-Stick sichern.

Notgepäck griffbereit: warme Kleidung, Regenschutz, feste Schuhe, Wechselkleidung, Dokumente, geladene Powerbank, Erste-Hilfe-Material, persönliche Medikamente und Hygieneartikel, haltbare Lebensmittel, wiederbefüllbare Trinkflasche und Bargeld. Im Brandfall im Nachbarhaus oder bei einer Evakuierung bleiben Schlüssel, Handy und Geldbörse immer greifbar. Die ausführliche Liste im Heft nennt zusätzlich Schlafsack, Essgeschirr, Taschenmesser, Taschenlampe, Radio, Feuerzeug, Sonnenschutz, Notizblock, Arbeitshandschuhe und Ersatz für Hilfsmittel.

Schutz suchen: Wo ist es wann sicher?

Der sicherste Ort hängt von der Gefahr ab. Grundsätzlich: Warnhinweise und Anweisungen beachten.

  • Gase oder Dämpfe im Freien: in ein Gebäude, Fenster und Türen schließen, möglichst in obere Stockwerke. Die meisten Gase sind schwerer als Luft und sammeln sich am Boden. Fenster und Türen abdichten, Lüftungen ausschalten. Wenn kein Gebäude in Reichweite ist, bietet das Auto Schutz: Belüftung und Klimaanlage aus.
  • Gase, Dämpfe oder Flüssigkeiten im Gebäude: Gebäude verlassen.
  • Radioaktive Stoffe oder Explosionen: so tief wie möglich, weg von Fenstern und Glasflächen, in innenliegende Räume, am besten Keller, Tiefgaragen, U-Bahn-Stationen. Dicke Mauern und Erde schützen vor Strahlung, Druckwellen und Trümmern.
  • Hochwasser, Starkregen, Sturzfluten, Sturmfluten: höher gelegene Bereiche oder Stockwerke. Keller nie betreten: Läuft er voll, lässt sich die Tür von innen nicht mehr öffnen, dazu droht tödlicher Stromschlag. Tiefgaragen, U-Bahn-Stationen und Unterführungen meiden.

Schutz vor Explosionen

Bei Explosionen gehen die Gefahren von Druckwelle, Trümmern und Glassplittern aus. Gebäude in Deutschland sind meist solide gebaut. Geeignet sind innenliegende Räume mit möglichst wenigen Außenwänden und Türen und ohne Fenster:

  • Fensterlose Kellerräume bieten viel Schutz.
  • Ohne Keller: Treppenhaus, Bad oder Flur. Das Dachgeschoss meiden, ein Dach schützt kaum vor Druckwellen und Splittern.
  • Auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Museen, Tiefgaragen oder U-Bahn-Stationen. Viel Abstand zu Eingängen, Fenstern und Türen halten, keine Aufzüge benutzen.
  • Regel der zwei Wände: Zwischen dir und dem Außenbereich sollten zwei Wände liegen. Wird die Außenwand beschädigt, schützt die zweite vor Splittern und Trümmern.

Checkliste nach dem Heft

  • Essen und Trinken: Wasser und haltbare Lebensmittel für 3, 5, 7 oder 10 Tage, alternative Kochgelegenheit mit Brennstoff, Futter für Haustiere.
  • Information: Solar-, Batterie- oder Kurbelradio, Warn-App, geladene Powerbank, Rufnummernliste auf Papier.
  • Licht und Wärme: Taschenlampe mit Ersatzbatterien, Kerzen und Feuerzeug, warme Kleidung, Decken, Schlafsäcke, netzunabhängige Heizgelegenheit mit Brennstoff.
  • Hygiene: Zahnpasta, Seife, Müllbeutel auch zum Einhängen in die Toilette, Toilettenpapier, Desinfektionsmittel, Feuchttücher, Haushaltshandschuhe, Campingtoilette.
  • Brandschutz: Rauchmelder, Feuerlöscher oder -spray, CO-Melder.
  • Sonstiges: Wasserbehälter für Brauch- oder Löschwasser, Atemschutzmaske, Schutzhelm, zusätzlich Bargeld.
  • Rufnummern: 112 (Feuerwehr, Rettungsdienst), 110 (Polizei), 115 (Behördenrufnummer), 116 117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst).

Was heißt das für Einsatzkräfte?

  • Die Hinweise sind die Basis für Beratungsfragen im Ort (Rauchmelder, Kohlenmonoxid beim Heizen und Kochen, Notgepäck).
  • Einsatzkräfte sind auch Bürger: Wer zu Hause vorgesorgt hat, kann sich bei einer Großlage leichter dem Dienst widmen. Sprich in der Familie ab, wer wie versorgt ist.
  • Fällt das Mobilfunknetz aus, kann auch der Notruf 112 gestört sein. Das Heft nennt dann Polizeiwache und Krankenhaus als Anlaufstellen. Wie eure Wehr dann erreichbar ist und welche Anlaufstellen es im Ort gibt, klärt ihr mit der Gemeinde und der Leitstelle.

Siehe auch Notfallvorsorge im Haushalt, Warnung der Bevölkerung und Hitze.

Selbstversorgung
Möglichst 10 Tage, mindestens 3 Tage
Trinkwasser
2 Liter je Person und Tag, davon 0,5 Liter zum Kochen
Wasser für 3 Personen
18 Liter (3 Tage), 30 Liter (5 Tage), 60 Liter (10 Tage)
Medikamente
Bei Dauermedikation Vorrat für mindestens 10 Tage
Sirene Warnung
1 Minute auf- und abschwellender Heulton
Sirene Entwarnung
1 Minute Dauerton
Behördenrufnummer
115
Ärztlicher Bereitschaftsdienst
116 117
Telefonseelsorge
0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123
Heft
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), 11/2025, 2. Auflage

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