Das Wichtigste in Kürze
- Der Spierenstich ist die Hintersicherung für andere Knoten. In Lehrunterlagen heißt er auch Kreuzschlag.
- Er wird möglichst nah am Knoten gesetzt. Das freie Ende bleibt mindestens das Zehnfache des Seildurchmessers (etwa eine Handbreite) lang und verläuft parallel zum Seil.
- Er sichert Mastwurf, Achterknoten, Brustbund und andere tragende Knoten.
- Ohne Spierenstich kann sich ein Knoten bei wechselnder Belastung lockern.
- Gruppe
- Sicherungsknoten
- Andere Namen
- Kreuzschlag (Fachliteratur, Lehrunterlagen)
- Verwendung
- Sicherung von Knoten (Hintersicherung)
- Freies Ende
- mindestens das Zehnfache des Seildurchmessers, parallel zum Seil
Binden
Name und Aussehen

Spierenstich (FwDV 1) und Kreuzschlag (Fachliteratur) sind derselbe Stich. Er sieht aus wie ein kleiner Knoten, in dem das freie Ende um die stehende Leine läuft.
Schritt für Schritt
- Das Leinenende parallel zur freien Leine legen.
- Das Ende um die freie Leine herumführen und unter ihr hindurchziehen.
- Das Ende so legen, dass ein Auge entsteht.
- Das Ende von hinten durch das Auge stecken.
- Fixieren und festziehen, möglichst nah am Hauptknoten.
- Prüfen: Ende parallel zum Seil, lang genug (Handbreite).

Einsatz
Anwendungsbeispiele
- Mastwurf (immer), Achterknoten, Brustbund mit Pfahlstich.
- Jeder tragende Knoten in der Absturzsicherung, direkt am Knoten.
- Zimmermannsschlag bei Bedarf.
Fehlerquellen
- Vergessen.
- Zu weit vom Knoten gesetzt (der Knoten kann sich zwischen Knoten und Stich lockern).
- Freies Ende zu kurz (unter einer Handbreite) oder nicht parallel (steht ab).
- Nicht festgezogen.
Sicherheitshinweise
- In der Absturzsicherung werden alle Befestigungsknoten so gesichert.
- Kontrolle: Knoten und Spierenstich im Partnercheck ansehen.
- Der Spierenstich ersetzt keinen falschen Knoten. Erst der richtige Knoten, dann die Sicherung.
Hinweis zum Üben
Das Lesen ersetzt keine Übung. Knoten lernst du mit den Händen: mit Feuerwehrleine und einem Pfosten oder Karabiner, zuerst langsam, dann blind und mit Handschuhen. Knoten, die Menschen sichern, übst du unter Aufsicht deines Ausbilders und lässt sie vor dem Einsatz kontrollieren.