Unabhängige Löschwasserversorgung: Behälter, Teiche, Brunnen

Wasserversorgung

Das Wichtigste in Kürze

  • Unabhängige Löschwasserversorgung meint Wasservorräte ohne Rohrleitungsnetz: Löschwasserbehälter, Löschteiche, Brunnen, Bäche, Flüsse und Seen.
  • Erschöpflich: Löschwasserbehälter (etwa 75 m³ bis über 300 m³), Löschteich (mindestens 1.000 m³). Unerschöpflich: Bäche, Flüsse, Seen, teils Brunnen.
  • Die Entnahmestellen sind durch Hinweisschilder gekennzeichnet.
  • Saugkorb mindestens 30 cm unter der Wasseroberfläche, nicht bis zum Grund absenken (Verschmutzung, Lufttrichter).
  • Löschwasserentnahmestellen (zum Beispiel im Wald) sind zu kennzeichnen und einsatzbereit zu halten.
Begriff
unabhängige Löschwasserversorgung = vom Rohrleitungsnetz unabhängige Wasservorräte
Beispiele erschöpflich
Löschwasserbehälter 75 m³ bis über 300 m³, Löschteich mindestens 1.000 m³, Brunnen
Beispiele unerschöpflich
Bäche, Flüsse, Seen, teilweise Brunnen
Kennzeichnung
Hinweisschilder an den Entnahmestellen

Arten

  • Löschwasserbehälter: unterirdisch oder oberirdisch, Fassungsvermögen etwa 75 m³ bis über 300 m³. Ein Löschwasser-Sauganschluss (Saugrohr mit Anschluss) führt zur Entnahmestelle.
  • Löschteich: Fassungsvermögen mindestens 1.000 m³.
  • Brunnen: je nach Schüttung erschöpflich oder unerschöpflich, mit Sauganschluss.
  • Offene Gewässer (Bäche, Flüsse, Seen): unerschöpflich, aber oft schwer zugänglich. Siehe Seite offenes Gewässer.

Entnahme

  • Saugleitung auslegen, Saugkorb am Ende, Halteleine und Ventilleine nutzen.
  • Saugkorb nicht bis zum Grund absenken, mindestens 30 cm unter der Wasseroberfläche, sonst saugt die Pumpe Schlamm oder Luft (Lufttrichterbildung).
  • Saugschutzkorb verwenden, bei fließendem Gewässer Lage der Saugleitung beachten.
  • Förderhöhe beachten: Die Saughöhe ist begrenzt (Nennsaughöhe 3 m).
  • Nach dem Einsatz die Entnahmestelle in ordnungsgemäßen Zustand bringen.

In Brandenburg wichtig

  • Im Wald gelten Löschwasserentnahmestellen als deutlich gekennzeichnet und einsatzbereit zu halten (Waldbranderlass). Die Waldbrandeinsatzkarten zeigen sie.
  • Bei Waldbränden organisiert man die Wasserversorgung oft über Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen und Wasserübergabepunkte, auch Faltbehälter kommen zum Einsatz.
  • Die Gemeinde als Aufgabenträger sichert eine angemessene Löschwasserversorgung (BbgBKG § 3).

Siehe auch