Das Wichtigste in Kürze
- Hilfsorganisationen sind Vereine mit Bundes-, Landes- und Kreisverbänden. Sie haben Ehrenamtliche und Hauptamtliche.
- Hauptamtlich arbeiten sie in Rettungsdienst, Krankentransport, Pflege, Kinder- und Jugendarbeit und in der Verwaltung. Ehrenamtlich arbeiten sie im Katastrophenschutz, im Sanitätsdienst bei Veranstaltungen und in Bereitschaften.
- Die Einheiten im Katastrophenschutz (SEE-San, SEG-Bt, SEG-V, PSNV, SEG-W) sind ehrenamtlich besetzt, die Rettungswagen im Alltag meist hauptamtlich.
- Folge: Der Rettungsdienst ist sofort da, die Katastrophenschutzeinheit braucht Alarmierung und Zeit.
- Jugendverbände (zum Beispiel Jugendrotkreuz, Malteser Jugend, Johanniter-Jugend, Arbeiter-Samariter-Jugend) bilden Nachwuchs aus.
Wer sind die Hilfsorganisationen?
- DRK (Deutsches Rotes Kreuz): größte Organisation, Rettungsdienst, Wasserwacht, Katastrophenschutz.
- ASB (Arbeiter-Samariter-Bund): Rettungsdienst, Pflege, Katastrophenschutz.
- JUH (Johanniter-Unfall-Hilfe): Rettungsdienst, Pflege, Katastrophenschutz.
- MHD (Malteser Hilfsdienst): Rettungsdienst, Pflege, Katastrophenschutz.
- DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft): Wasserrettung.
- Weitere Organisationen und Vereine (zum Beispiel Rettungshundestaffeln) wirken mit.
Welche Organisationen in einem Landkreis welche Einheiten stellen, regeln die Katastrophenschutzbehörden (Landkreise und kreisfreie Städte) nach ihren Plänen.
Ehrenamt und Hauptamt
- Hauptamtlich: Rettungssanitäter, Notfallsanitäter, Pflegekräfte, Mitarbeiter in Verwaltung und Ausbildung.
- Ehrenamtlich: Helfer in Katastrophenschutzeinheiten, Sanitätsdienst bei Festen, Betreuung, Verpflegung und Wasserrettung.
- Zwischenform: Freiwilligendienste (FSJ, Bundesfreiwilligendienst) im Rettungsdienst und bei Hilfsorganisationen.
- Verfügbarkeit: Hauptamtliche sind im Dienstplan verfügbar, Ehrenamtliche nach Alarmierung und Arbeitgeber.
Wie die Einheiten aufgebaut sind
- Bereitschaft: Grundgliederung der Ehrenamtlichen vor Ort, mit Bereitschaftsleiter, Fahrzeugen und Material.
- Zug und Gruppe: Sanitätszug, Betreuungszug, Verpflegungsgruppe. Daraus bilden sich die Einheiten nach der KatSV.
- Führung: Bereitschafts- und Zugführer mit Führungsausbildung der Organisation. Sie melden an Einsatzleitung und Abschnittsleiter.
- Ausbildung: Sanitätshelfer, Rettungssanitäter, Betreuungshelfer, Führungslehrgänge, Katastrophenschutzlehrgänge.
Worauf du achten solltest (Sensibilisierung)
- Hilfsorganisationen sind selbstständig. Sie haben eigene Führung, Funkrufnamen und Regeln.
- Gemeinsame Sprache: Stimme Begriffe und Funkrufnamen vorab ab.
- Belastung: Wer im Rettungsdienst arbeitet, hat Einsatz im Beruf, Ehrenamtliche nach Feierabend.
- Entscheidungen: Medizinische Fragen entscheiden Notärzte und Rettungsdienstführungskräfte. Dränge nicht.
- Anerkennung: Danke und gemeinsame Übungen halten die Zusammenarbeit lebendig.
Siehe auch: Schnittstellen zu den Hilfsorganisationen, SEE-San, Betreuung.
Das ist eine Zusammenfassung zum Lernen und keine Rechtsberatung. Aufgaben und Besetzung unterscheiden sich je nach Organisation und Landkreis.
- Rechtsform
- eingetragene Vereine und Verbände mit Gliederung in Bund, Land und Kreis
- Hauptamt
- Rettungsdienst, Krankentransport, Pflege, Verwaltung
- Ehrenamt
- Katastrophenschutz, Sanitätsdienst bei Veranstaltungen, Bereitschaften
- Mitwirkung
- auf Grundlage von BbgBKG § 18 und der KatSV
- Wichtig für
- alle, die mit Hilfsorganisationen arbeiten