Das Wichtigste in Kürze
- H:Hilfeleistung ist die allgemeine Hilfeleistung: Ausleuchten, Tragehilfe für den Rettungsdienst, Hubschrauberlandung, Transport einer RTH-Besatzung, Stromunfall. Laut Katalog Staffel mit 1 LF und Beleuchtungssatz.
- Tragehilfe: Der Rettungsdienst bestimmt die Lagerung, die Feuerwehr trägt mit Trage, Schleifkorbtrage, Tragetuch oder über die Drehleiter.
- Hubschrauber: Landefläche mindestens 30 × 30 m, ohne hohe Hindernisse im Anflugbereich, lose Gegenstände sichern, Piloten-Freigabe abwarten.
- Stromunfall: erst abschalten lassen, dann erst zur Person, bei Hochspannung Sicherheitsabstände und Netzbetreiber.
- Ausleuchten: Lichtmast und Scheinwerfer, Blendung vermeiden, Stromerzeuger sicher aufstellen.
- Stichwort
- H:Hilfeleistung (Nr. 3 im Katalog)
- Beispiele laut Katalog
- Ausleuchten von Einsatzstellen, Tragehilfe Rettungsdienst, Hubschrauberlandung, Transport RTH-Besatzung, Stromunfall
- Taktische Einheit
- Staffel
- Fahrzeuge
- 1 LF
- Besondere Einsatzmittel
- Beleuchtungssatz
- Hinweis
- Welche Kräfte für das Stichwort ausrücken, steht in der Alarm- und Ausrückeordnung deiner Wehr, die Katalogwerte sind nur Hinweise. Vor Ort entscheidet der Einheitsführer. Die Handgriffe übst du praktisch in der Wache.
Hinweis zur Tabelle: Stand der Katalogdaten: Juli 2015. Die Angaben sind Hinweise für mögliche Einsatzmittelketten. Maßgeblich ist die örtliche Alarm- und Ausrückeordnung.
Ausleuchten und Strom
Ausleuchten der Einsatzstelle
- Beleuchtungssatz: Lichtmast, Scheinwerfer, Stromerzeuger (siehe Seite „Stromerzeuger und Beleuchtung“).
- Ziel: Rettung, Technik und Absicherung sicher durchführen.
- Blendung des Verkehrs und der Einsatzkräfte vermeiden (Strahler nicht auf die Fahrbahn richten).
- Stromerzeuger außerhalb des Arbeitsbereichs, Abgase beachten, Leitungen nicht in Verkehrswege legen.
Stromunfall
- Eigenschutz: Nicht zur Person, solange Spannung möglich ist.
- Abschalten lassen (Hausinstallation, Betreiber) oder sicherstellen, dass die Person nicht mehr im Stromkreis ist.
- Hochspannung: Sicherheitsabstände, Netzbetreiber informieren (siehe Seite „Elektrizität“).
- Erst nach Freischaltung Erste Hilfe, Rettungsdienst hinzuziehen.
- Auch nach scheinbar harmlosem Stromunfall ärztliche Abklärung, Herzrhythmusstörungen können verzögert auftreten.
Tragehilfe und Hubschrauber
Tragehilfe für den Rettungsdienst
- Typische Lage: enges Treppenhaus, Wohnung im Dachgeschoss, adipöser Patient, Rettungsweg über Balkon.
- Rettungsdienst entscheidet über Lagerung und Transportart (Patient, Verletzung).
- Hilfsmittel: Krankentrage, Rettungstuch, Schleifkorbtrage, Schaufeltrage, wo möglich Drehleiter (siehe Seite „Krankentrage, Schleifkorbtrage, Schaufeltrage, Rettungstuch“).
- Kommandos gibt der Truppführer am Kopfende. Rückenschonend arbeiten, abgestimmt heben.
Hubschrauberlandung absichern
- Piloten-Vorgaben gehen immer vor. Die folgenden Richtwerte stammen aus dem vfdb-Merkblatt zur Zusammenarbeit Feuerwehr und Luftrettung.
- Landefläche: mindestens 30 × 30 m, eben, ohne hohe Hindernisse (Leitungen, Masten, Bäume) im Anflugbereich. Nachts ist ein größeres Feld nötig.
- Sichern: lose Gegenstände entfernen oder sichern (Rotorabwind), Zuschauer fernhalten, Fahrzeuge außerhalb der Fläche. Absperrung ohne Flatterband.
- Nachts: Landestelle ausleuchten (Scheinwerfer an den Eckpunkten, blendfrei).
- Einweisen ist normalerweise nicht nötig. Wenn nötig: Einweiser steht am Rand, mit dem Rücken zum Wind, Arme in Y-Form, Blickkontakt zum Piloten.
- Annäherung nur nach Freigabe des Piloten, nie von hinten (Heckrotor), nie unter die Rotorebene bei schräger Fläche. Bei drehendem Rotor Abstand halten.
- Brandschutz bereithalten (Löschmittel).
Typische Fehler
- Tragehilfe ohne Absprache mit dem Rettungsdienst.
- Lose Gegenstände am Landeplatz.
- Annäherung an laufenden Rotor.
- Zur Person bei Stromunfall, bevor abgeschaltet ist.
- Scheinwerfer blenden Verkehr oder Piloten.
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