Das Wichtigste in Kürze
- Das HLF 20 (DIN 14530-27) ist ein LF 20 mit Hilfeleistungsbeladung: hydraulische Rettungsgeräte, Satz Hebekissen, Sprungpolster und mehr.
- Pumpe FPN 10-2000, Wasservorrat mindestens 1.600 l (bei kompaktem Fahrgestell mindestens 1.800 l nutzbar zulässig). Besatzung: Gruppe (1/8). MIII, Klasse C.
- Beladung (Normauszug): 4 Atemschutzgeräte, 14 B-, 12 C-Schläuche, Schiebleiter, 4 Steckleiterteile, Rettungsbrett, Flutlicht, Tauchmotorpumpe, Kettensäge, Stromerzeuger, Säbelsäge, Belüftungsgerät, Wärmebildkamera.
- Maße: bis 8,6 × 2,5 × 3,3 m.
- Teilkennzahl Brandenburg: 43 (HLF 20/16). In der Praxis das meistverbreitete Fahrzeug für Brand- und Hilfeleistungseinsätze.
- Langname
- Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug 20
- Fahrzeugart (EN 1846-1)
- Löschfahrzeug
- Norm
- DIN 14530-27
- Gewicht
- Massenklasse MIII (14 bis 16 t)
- Besatzung
- Gruppe (1/8)
- Pumpe
- FPN 10-2000
- Wasser
- 1600 l nutzbar
- Teilkennzahl Brandenburg
- 43 (Hilfeleistungslöschfahrzeuge HLF 20/16)
- Maße (Bayern-Norm)
- Länge 8,6 m, Breite 2,5 m, Höhe 3,3 m
- Hinweis
- Die Beladungsangaben sind Auszüge aus der Normbeladung (Mindestausstattung nach bayerischer Norm). In Brandenburg und in deiner Wehr kann die Beladung abweichen, weil der Träger der Feuerwehr Zusatzbeladung bestellt. Maßgebend ist die Beladeliste deines Fahrzeugs. Funkrufnamen und Teilkennzahlen in Brandenburg stehen auf der Seite „Fahrzeugnamen verstehen“.

Steckbrief und Einsatz
Wofür wird es eingesetzt?
- Brandeinsätze (Wohnung, Gebäude, Fahrzeug).
- Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen.
- Hilfeleistung bei Unwetter, Wasserschäden und Tiernot.
Besatzung und Abgrenzung
- Gruppe (1/8).
- LF 20: mehr Wasser (2.000 l), aber ohne hydraulische Rettungsgeräte.
- HLF 10: kleinere Variante (FPN 10-1000).
- RW: Schwerer Rüstwagen für große Lagen.
Beladung und Technik
Ausstattung für die Hilfeleistung
- Hydraulischer Rettungssatz: Spreizer, Schneidgerät, Rettungszylinder (siehe Seite „Spreizer, Schneidgerät und Rettungszylinder“).
- Hebekissen, Stromerzeuger und Beleuchtung, Kettensäge, Säbelsäge, Tauchmotorpumpe, Belüftungsgerät, Wärmebildkamera, Sprungpolster.
- Zusatzbeladung nach einsatztaktischem Erfordernis (DIN 14800-18), zum Beispiel Kombinationsfilter, Krankentrage, Notfallrucksack, hydraulische Winde, Ex-Messgerät.
Beladung im Überblick (Normauszug Bayern)
- Pumpe: FPN 10-2000. Wasser: mindestens 1.600 l. Schaummittel 120 l.
- Schläuche: 14 B, 12 C, Schnellangriff.
- Atemschutz: 4 Geräte.
- Leitern: 4 Steckleiterteile, 1 Schiebleiter (alternativ 2 Multifunktionsleitern).
- Maße: 8,6 × 2,5 × 3,3 m, MIII.
Merksätze
- Wasser oder Gerät? Bei vielen Einsätzen entscheidet die Lage: Wasserführung (1.600 l Tank) oder Hilfeleistung (Rettungssatz).
- Hydraulikgeräte bedient nur, wer geschult ist.
- Einsatzstellenabsicherung (VSA, Warnleuchten) vor Arbeit am Fahrzeug.