Das Wichtigste in Kürze
- Fahrzeuge mit Erdgas (CNG), Flüssiggas (LPG), Wasserstoff, Hybrid- und Elektroantrieb haben besondere Gefahren. Der Anteil an Elektro- und Hybridfahrzeugen steigt rasant.
- AUTO-Regel zum Erkennen: Austretende Betriebsstoffe, Unterboden, Tankdeckel, Oberfläche.
- Rettungskarte (Rettungsdatenblatt) und QR-Code nutzen, sie zeigen Tanks, Batterien, Hochvoltleitungen und Trennstellen.
- Hochvoltleitungen sind orange und dürfen nicht durchtrennt werden. Hochvoltbatterien können noch Stunden oder Tage nach dem Unfall in Brand geraten.
- Brennende Gasflamme nicht löschen, kontrolliert abbrennen lassen und die Umgebung kühlen.
- Hinweis
- Herstellerangaben und Rettungskarte des Fahrzeugs haben Vorrang. Neue Fahrzeuge bringen neue Systeme.
Erkennen: die AUTO-Regel
- A – Austretende Betriebsstoffe: hören, riechen, sehen (Zischen, Knattern, Gasgeruch, Lachen, Nebel).
- U – Unterboden, Kofferraum, Motorhaube: Gastanks, orange Hochvoltleitungen.
- T – Tankdeckel öffnen: QR-Code, zusätzliche oder mehrere Tankklappen, Ladeanschluss.
- O – Oberfläche absuchen: kein Auspuff, markante Beschriftungen, Überdruckventile.
Grundsätzlich: alle Bauteile auf Beschädigung prüfen, erkannte Gefahren an alle Einsatzkräfte weitergeben, Gefahrenbereich markieren und absperren. Die Regel ergänzt die Rettungskarte.
Erdgas (CNG)
- Eigenschaften: besteht überwiegend aus Methan, leichter als Luft (Dichte etwa 0,6), Explosionsbereich 4 bis 17 Vol.-%. Wird zur Sicherheit mit Geruchsstoff versehen.
- Speicherung: Druckgasbehälter bis etwa 250 bar, am Unterboden, auf dem Dach (Busse) oder im Kofferraum.
- Erkennen: zusätzlicher Tankstutzen und Füllstandsanzeige, Umschalter Gas/Benzin, Aufkleber (nicht Pflicht).
- Sicherungen: Absperrventil, das beim Ausschalten der Zündung oder bei Unfallerkennung schließt, manuelles Absperrventil (oft schwer zugänglich), Thermosicherung (Schmelzsicherung bei etwa 110 °C): Das Gas tritt kontrolliert aus, der Behälter wird ganz entleert.
- Einsatz: Zündung und Motor aus, Batterie abklemmen prüfen, Brandschutz, auf Gasgeruch und Konzentration achten, Zündquellen fernhalten (Funkgeräte, Handy), Innenraum belüften (beim Türöffnen geht das Licht an: Funkenbildung), Ex-Messung auch in Hohlräumen (Kotflügel, Motorraum, Schächte, Gullys), brennende Gasflamme nicht löschen.
Flüssiggas (LPG, Autogas)
- Eigenschaften: Propan-Butan-Gemisch, flüssig bei 5 bis 10 bar, schwerer als Luft (Dichte etwa 1,55), sammelt sich in Schächten und Gräben. Explosionsbereich 1,4 bis 10,9 Vol.-%.
- Speicherung: Tanks unter dem Fahrzeug oder in der Reserveradmulde. Bei Nachrüstungen gibt es keine verlässlichen Merkmale oder Rettungskarten.
- Sicherungen: Absperrventil, Tankvolumenkontrolle (nur 80 % befüllbar), Rohrbruchventil, Überdrucksicherung (öffnet ab etwa 27,5 bar und schließt danach wieder, es bleibt eine Restmenge). Liegt das Fahrzeug auf der Seite oder dem Dach, kann die Stichflamme Einsatzkräfte treffen.
- Einsatz: wie bei Erdgas. Messen in Senken und Schächten (Straßengraben, Kanal, Keller).
Wasserstoff und Brennstoffzelle
- Speicherung: Druckgasbehälter etwa 16 bar (tiefkalt verflüssigt) oder bis 700 bar (gasförmig), im Kofferraum oder unter dem Fahrzeug. Busse: Behälter auf dem Dach.
- Gefahr: Die Flamme ist kaum sichtbar. Fahrzeug mit Wärmebildkamera erkunden.
- Erkennen: Beschriftung (H₂, FuelCell), zusätzliche Tankklappe, Abströmöffnungen über dem Dach.
- Sicherungen: Wasserstoffsensoren (nicht bei allen), Absperrventil, Überdrucksicherung (Stichflamme bei Seiten- oder Dachlage).
- Einsatz: Zündung aus, zuerst Batterie abklemmen, dann Innenraum belüften, brennende Gasflamme nicht löschen.
Hybrid und Elektro
- Hybridarten: Plug-in-Hybrid, Voll-Hybrid, Mild-Hybrid, Micro-Hybrid (Start-Stopp).
- Speicher: Nickel-Metallhydrid oder Lithium-Ionen, im Kofferraum, unter der Rückbank oder am Unterboden. Die Rettungskarte zeigt es.
- Erkennen: Aufkleber, Herstellerbezeichnung, Kennzeichen mit E, zusätzliche Ladeklappe, orange Kabel, Ladeanzeige.
- Sicherheitseinrichtungen: galvanische Trennung, Berührungsschutz, orange Isolation, Kurzschlusserkennung. Bei Airbag-Auslösung wird das Hochvoltsystem deaktiviert (kann bis zu 5 Minuten dauern). Zündung aus deaktiviert es normalerweise, eine 100-%-Garantie gibt es nicht (zum Beispiel Standheizung, Laden). Abklemmen der 12-V-Batterie reicht nicht immer.
- Sofortmaßnahmen: gegen Wegrollen sichern, Zündung aus (Start-Stopp-Knopf), Schalthebel auf P, Feststellbremse, Schlüssel mehrere Meter entfernt aufbewahren (schlüsselloses System). Bei starker Beschädigung Hochvoltanlage außer Betrieb nehmen und gegen Wiedereinschalten sichern (Rettungsdatenblatt, HV-Trennstelle oder Sicherung). Bei Elektrofahrzeugen hört man nicht, ob der Motor läuft. Zuerst prüfen (Anzeige „Ready“ oder „GO“).
- Wichtige Hinweise: Keine Hochvolt-Komponente beschädigen oder öffnen, beschädigte Teile nicht berühren. Freigelegte Batterien können Spannung führen und heftig reagieren. Rauchgase können ätzend sein, umluftunabhängiger Atemschutz. Die Batterie kann nach Stunden oder Tagen noch brennen. Abschleppdienst und Polizei darauf hinweisen. Bei Pkw im Wasser kann Wasser in die Batterie eindringen.
- Brand: viel Wasser, das auch in den Energiespeicher gelangen soll. Abstände nach DIN VDE 0132 einhalten (zum Beispiel Vollstrahl 5 m, Sprühstrahl 1 m). Auch nach dem Löschen kühlen, Batterie mit Wärmebildkamera überwachen.
GAMS und Absperren
Die GAMS-Regel kann auch hier helfen: Gefahr erkennen (Gefahrenmatrix beachten), Absperren (Standardabstände 50 m und 100 m, an Stoff und Menge anpassen, ähnlich FwDV 500), Menschenrettung nur mit geeigneter Schutzausrüstung (mindestens umluftunabhängiger Atemschutz), Spezialkräfte alarmieren (zum Beispiel Fachpersonal der Verkehrsbetriebe bei einem Erdgasbus).
Ergänzung der Landesschule Brandenburg: Zahlen und Sicherungen
- Erdgas (CNG): brennbar, farblos, leichter als Luft, Explosionsbereich 4 bis 17 Vol.-%, Zündtemperatur etwa 640 °C, Speicherung bis etwa 200 bar (gasförmig) oder tiefkalt bei etwa −164 °C (LNG, vor allem bei Lkw). Bei Pkw meist bivalent (Gas und Benzin), bei Nutzfahrzeugen überwiegend monovalent.
- Flüssiggas (LPG, Autogas): Propan-Butan-Gemisch, schwerer als Luft, Explosionsbereich etwa 1,4 bis 10,8 Vol.-%, Zündtemperatur etwa 490 °C, verflüssigt bei 6 bis 8 bar. In Deutschland seltener, verbreitet vor allem in Italien, Frankreich und Polen (relevant im Grenzgebiet).
- Wasserstoff: leichter als Luft, Flamme nahezu unsichtbar (Wärmebildkamera hilft), Explosionsbereich 4,0 bis 75,6 Vol.-%, geruchlos, Speicherung bis etwa 700 bar oder tiefkalt bei etwa −253 °C. Wichtig: Brennstoffzelle (dann auch Elektroantrieb) oder Verbrennungsmotor?
- Hinweis zu Zahlen: Quellen nennen leicht abweichende Werte (zum Beispiel Speicherdruck Erdgas bis 250 bar). Die Größenordnung gilt, Herstellerangaben und Rettungskarte haben Vorrang.
Sicherheitseinrichtungen im Detail
- Erdgas: Thermosicherung (Schmelzsicherung) lässt bei etwa 110 °C das Gas kontrolliert austreten. Ist sie ausgelöst, lässt sich das Abströmen nicht mehr stoppen, auch nicht durch Absperrventile, bei einem Pkw dauert es bis zu etwa 90 Sekunden. Zündquelle in der Nähe: Das Gas fackelt ab. Dazu elektromagnetisches Absperrventil, manuelles Absperrventil und Durchflussmengenbegrenzer.
- Flüssiggas: Überdrucksicherung (öffnet bei starkem Druckanstieg und schließt danach), maximal 80 % Füllung (Ausdehnungsraum), Behälterabsperrventil, Rohrbruchventil.
- Wasserstoff: Überdrucksicherung, maximal 80 % Füllung, Absperrventil, bei manchen Modellen Wasserstoffsensoren (rot blinkende Türpins zeigen Wasserstoff in der Luft an).
- Hybrid und Elektro: orange Hochvoltkabel, automatische Kurzschlusserkennung, Hochvolttrennstellen (Kabel zum Durchtrennen oder Stecker, je nach Typ), Sicherungen, galvanische Trennung vom Fahrzeugkörper, automatische Entladung der Restspannung nach einem Crash (dauert bis zu etwa 20 Sekunden).
- Abströmöffnungen liegen meist am Dach (Gefahrenquelle bei Auslösung).
Antriebsarten im Überblick
- Mild-Hybrid: Der Elektromotor unterstützt nur, rein elektrisch fährt das Fahrzeug nicht.
- Voll-Hybrid (HEV): rein elektrisch etwa 2 bis 5 km, nur der Verbrennungsmotor lädt den Akku.
- Plug-in-Hybrid (PHEV): rein elektrisch etwa 30 bis 50 km, Akku zusätzlich extern ladbar.
- Voll-Elektro (BEV): etwa 100 bis 500 km, kein Verbrennungsmotor, meist Lithium-Ionen-Akku.
- Erkennen: Beschriftung, „E“ am Ende des Kennzeichens (nicht zwingend), Ladeanschluss, Ladeanzeige, orange Kabel. Nachrüstungen bei Gasfahrzeugen sind von außen oft kaum erkennbar.
Hybrid und Elektro im Einsatz: Zahlen der Landesschule
- Erst sichern: Zündung aus, Handbremse anziehen oder Parkstellung. Fehlt das Motorgeräusch, kann ein Fahrzeug trotzdem fahrbereit sein.
- Hochvolttrennstellen nutzen, keine Hochvoltkomponenten beschädigen oder öffnen (Vorsicht bei der technischen Rettung).
- Abstände: Sprühstrahl 1 m, Vollstrahl 5 m (DGUV Information 205-022 und 205-010).
- Brennende Hochvoltbatterie: viel Wasser und kühlen. Nach Herstellerempfehlungen werden bei einem Vollbrand etwa 10.000 Liter nötig, also ausreichend Löschwasser bereitstellen.
- Temperatur kontrollieren (Wärmebildkamera, Fernthermometer): höchstens 70 °C ohne weiteren Anstieg an mehreren Messpunkten.
- Später möglich: Entzündung durch chemische Reaktionen im Inneren, auch nach Stunden.
- Gefahrstoffe: Batterieflüssigkeit kann ätzend oder entzündlich sein, im Brand können besonders gefährliche Stoffe (zum Beispiel Flusssäure) entstehen: Eigenschutz mit passender PSA, GAMS beachten, Löschwasser gegebenenfalls auffangen.
Ablaufschema für Brand und Technische Hilfeleistung
- Antriebsart erkennen: AUTO-Regel, Rettungskarte, Leitstelle, Herstellerleitfaden.
- Alternativer Antrieb erkannt? Nein: normale Einsatzgrundsätze für Brand und Technische Hilfeleistung. Ja: weiter nach Antriebsart.
- Gasantrieb (Erdgas, Flüssiggas, Wasserstoff):
- Kein Austritt: Explosionsgefahr beachten, Absperrgrenzen nach der unteren Explosionsgrenze (UEG), Brandschutz sicherstellen, Lüftereinsatz prüfen, Menschenrettung unter Eigenschutz.
- Austritt mit Brand: Explosionsgefahr beachten, Gasflammen brennen lassen, Ausbreitung verhindern, Menschenrettung unter Eigenschutz. Bei Brennstoffzelle zusätzlich die Maßnahmen für Elektroantriebe.
- Elektro/Hybrid:
- Hochvoltteile nur beteiligt (zum Beispiel Verformung): Hochvolttrennstellen nutzen, keine Hochvoltkomponenten berühren oder beschädigen, Motor und Zündung abstellen, Menschenrettung unter Eigenschutz.
- Brand von Hochvoltkomponenten: Abstand zu spannungsführenden Teilen, mit viel Wasser löschen, Trennstellen nutzen, Batterietemperatur kontrollieren, Menschenrettung unter Eigenschutz.
Das Schema der Landesschule ist ein Beispiel als Anregung für örtliche Vorgehensweisen.
Lithium-Ionen-Akkus und Hausspeicher
Lithium-Ionen-Akkus stecken in Werkzeug, Fahrrädern, Handys, Fahrzeugen und zunehmend in stationären Solarspeichern in Kellern und auf Dachböden. Diese sind in Wohnhäusern nicht zwingend gekennzeichnet, deshalb brauchen Einsätze mehr Erkundung. Wichtig ist, dass die Feuerwehr bei Objektbegehungen und Übungen mögliche Standorte kennt und zu den Gefahren geschult ist.
Wie ein Akku kritisch wird:
- Mechanische Beschädigung: Wird der Separator in der Zelle beschädigt, kommt es zu inneren Kurzschlüssen mit raschem Temperaturanstieg, unter Umständen mit Verzögerung. Von außen sieht man den Schaden nicht immer.
- Überladung, Tiefentladung, Alterung: zum Beispiel sind Brände durch tiefentladene Fahrrad-Akkus entstanden, die in kühler Umgebung aufgeladen wurden.
- Wärme: Die meisten Zellen sind nicht für Temperaturen über 60 °C ausgelegt. Bei 70 bis 90 °C erhitzen sie sich selbst. Von außen einwirkende Wärme von 130 bis 150 °C zerstört die Zelle, es entstehen über 600 °C. Nachbarzellen werden miterfasst, es kommt zur Kettenreaktion, dem „Thermal Runaway“: rasche Brandausbreitung, hohe Energiefreisetzung und starker Rauch.
Was dabei entsteht: Die Zelloberfläche kann bis zu 800 °C heiß werden, die Zelle öffnet sich und bläst ihren Inhalt unter Überdruck ab. Der meist weiße bis graue Nebel enthält Elektrolyt und Zellbestandteile und kann eine Stichflamme auslösen. Der Elektrolyt enthält Lithiumhexafluorophosphat. Es reagiert mit Luftfeuchtigkeit zu Fluorwasserstoff (Flusssäure) und Phosphorsäure. Der Nebel ist deshalb giftig und ätzend und kann auf feuchter Haut Verätzungen verursachen.
Löschen: Das vorrangige Löschmittel ist Wasser, um Brand und Rauchentwicklung zu verhindern. Auch Löschmittelzusätze sind möglich. Beachte Brandrauch und kontaminiertes Löschwasser. Fachlektüre: AGBF/DFV-Empfehlung „Risikoeinschätzung Lithium-Ionen-Speichermedien“ (2018), Merkblatt „Einsatz an stationären Lithium-Solarstromspeichern“ und die DGUV-Hinweise zur Brandbekämpfung bei Fahrzeugbränden.
Li-Ionen-Akkus im Einsatz: Szenarien und Maßnahmen
Warum sind sie gefährlich? Bei Hitze (ab etwa 130 °C), Überladung oder mechanischer Beschädigung (zum Beispiel Verkehrsunfall) kann eine Zelle thermisch durchgehen. An der Oberfläche entstehen über 800 °C. Das Leitsalz zersetzt sich, und es entstehen Flusssäure (Fluorwasserstoff) und andere giftige, ätzende Gase. Sie stecken im weiß-grauen Nebel und in den Brandgasen. Kettenreaktionen auf Nachbarzellen sind möglich, auch Stichflammen, Abblasen und Explosion. Der Elektrolyt ist brennbar, giftig und ätzend. Spannungsführende Teile lassen sich nur bedingt abschalten.
Ziel: Das Durchgehen weiterer Zellen verhindern durch Kühlung mit Wasser und Gase und Dämpfe niederschlagen.
Brand im Keller oder Dachstuhl mit PV-Speicher
- Erkunden: Gibt es eine PV-Anlage und einen Speicher im Keller oder auf dem Dachboden?
- Mindestens Körperschutz Form 1 im Gefahrenbereich, bis alles abgeschlossen ist. Aufenthaltsdauer begrenzen, denn die Flusssäure-Konzentration ist unbekannt.
- Löschmittel: viel Wasser (verdünnt die Gefahr), zum Abdecken Schwer- oder Mittelschaum (Mehrbereichsschaummittel).
- Sofort kühlen und eine Nachkühlung mit dem Inverkehrbringer organisieren, bis zu 24 Stunden.
- Gase und Dämpfe mit Sprühstrahl niederschlagen, lüften, Abstände zu spannungsführenden Teilen halten und auf gestautes Wasser achten.
- Einsatzstellenhygiene und Dekontamination organisieren.
Beschädigter Akku ohne Brand (zum Beispiel Verkehrsunfall mit Elektrofahrzeug)
- Erkunden: Elektrofahrzeug, weiß-grauer Nebel, austretender Elektrolyt, offen liegende Zellen. Rettungsdatenblatt und Herstellerangaben beachten.
- Atem- und Augenschutz, Haut- und Handschutz (mindestens erweiterte Körperschutzform 1), Dekontamination.
- Elektrolyt mit Chemikalienbindemittel aufnehmen. Ex-Messung, weil der Elektrolyt Lösungsmittel enthält.
- Beobachten: Geschädigte Akkus beobachten und mit dem Entsorger separat lagern, 10 m Abstand zu anderem Material oder in einem eigenen Brandabschnitt. Auch hier bis zu 24 Stunden.
Große Mengen (mehrere Tonnen gelagert oder transportiert)
Wie bei Flüssiggasbehältern: Druckgefäßzerknall oder BLEVE möglich. Abstand, Deckung, nur notwendiges Personal im Nahbereich, massiver Wassereinsatz über Werfer.
Verletzungen
- Mit viel Wasser spülen.
- Bei Hautkontakt mit Flusssäure ist ein Antidot (Calciumgluconat-Gel) notwendig. Man sollte die sofortige Verfügbarkeit prüfen und das Gel gegebenenfalls zentral vorhalten.
Weiterführend
- Landesschule Brandenburg (LSTE): Fachinformation „Alternative Antriebe“ mit der Broschüre „Alternative Antriebe für Kraftfahrzeuge, eine Broschüre für die Feuerwehren Brandenburgs“.
- DGUV Information 205-022 „Rettungs- und Löscharbeiten an Pkw mit alternativer Antriebstechnik“, Rettungsleitfäden der Fahrzeughersteller und vfdb-Merkblätter (Einsätze an Fahrzeugen mit alternativen Antriebsarten, Fahrzeuge mit Hochvolt-Systemen).