Atemschutzüberwachung

Trupps und Funktionen

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei jedem Atemschutzeinsatz mit Isoliergeräten (und jeder Übung damit) muss eine Atemschutzüberwachung laufen.
  • Verantwortlich ist der Einheitsführer. Er kann geeignete Personen (z. B. Maschinist, Melder) einsetzen, die die Grundsätze kennen.
  • Sie kontrolliert die Behälterdrücke der Trupps und registriert den Einsatz.
  • Nach einem und nach zwei Dritteln der erwarteten Einsatzzeit weist sie den Trupp auf die Behälterdrücke hin.
  • Der Trupp meldet sich per Funk: beim Anschluss der Luftversorgung, beim Erreichen des Einsatzziels und beim Antritt des Rückwegs.

Die Atemschutzüberwachung ist die Stelle, an der jeder Atemschutzeinsatz „mitgeschrieben“ wird. Sie weiß, wer wann wo ist und wie viel Luft noch da ist.

Pflicht
bei jedem Einsatz und jeder Übung mit Isoliergeräten
Verantwortlich
der jeweilige Einheitsführer
Unterstützung
andere geeignete Personen, die die Grundsätze der Atemschutzüberwachung kennen (auf Befehl zum Beispiel der Maschinist)
Meldungen des Trupps
Anschluss des Atemanschlusses an die Luftversorgung, Erreichen des Einsatzziels, Antritt des Rückwegs
Hinweise
nach 1/3 und 2/3 der zu erwartenden Einsatzzeit
Hilfsmittel
geeignete Hilfsmittel sollen zur Verfügung stehen

Aufgaben

  • den vorgehenden Trupps bei der Kontrolle ihrer Behälterdrücke helfen
  • den Atemschutzeinsatz registrieren
  • nach einem und nach zwei Dritteln der zu erwartenden Einsatzzeit den Trupp auf die Behälterdrücke hinweisen
  • die Erreichbarkeit der vorgehenden Trupps beachten, denn Sprechfunkgeräte haben nur begrenzte Reichweite

Was wird registriert?

Die Registrierung soll enthalten:

  • Namen der Einsatzkräfte unter Atemschutz, gegebenenfalls mit Funkrufnamen
  • Uhrzeit beim Anschließen des Luftversorgungssystems
  • Uhrzeit bei einem und zwei Dritteln der zu erwartenden Einsatzzeit
  • Erreichen des Einsatzziels
  • Beginn des Rückzugs

Für den Atemschutznachweis jedes Geräteträgers werden außerdem festgehalten: Name, Datum, Einsatzort, Art des Gerätes und Atemschutzeinsatzzeit.

Schritt für Schritt: so läuft die Überwachung

  1. Trupp aufnehmen: Namen und Funkrufnamen der Trupps notieren.
  2. Behälterdruck prüfen: Zeigt ein Gerät zu Einsatzbeginn weniger als 90 Prozent des Nenn-Fülldrucks, ist es nicht einsatzbereit.
  3. Einsatzzeit festlegen: Die Einsatzdauer richtet sich nach der Einsatzkraft mit dem höchsten Luftverbrauch. Für den Rückweg ist in der Regel die doppelte Luftmenge wie für den Hinweg einzuplanen.
  4. Uhrzeit festhalten, sobald sich der Trupp nach dem Anschluss der Luftversorgung meldet.
  5. Ein Drittel und zwei Drittel: Zu diesen Zeitpunkten den Trupp auf die Behälterdrücke hinweisen.
  6. Einsatzziel und Rückzug notieren, wenn der Trupp sie meldet.
  7. Abschluss: Atemschutznachweis ausfüllen.

Der Atemschutztrupp selbst

Damit die Überwachung wirken kann, muss der Trupp mitarbeiten:

  • Der Truppführer kontrolliert vor und während des Einsatzes die Einsatzbereitschaft des Trupps, besonders den Behälterdruck.
  • Jeder Atemschutztrupp muss grundsätzlich ein Handsprechfunkgerät haben. Wird keine Atemschutzüberwachung durchgeführt, kann darauf verzichtet werden.
  • Meldungen erfolgen beim Anschluss der Luftversorgung, bei Erreichen des Einsatzziels und beim Antritt des Rückwegs, weitere nach Lage.

Siehe auch