Atemschutzgeräteträger

Lernpfade

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Lehrgang Atemschutzgeräteträger dauert mindestens 25 Stunden. Voraussetzung: Truppmannausbildung Teil 1, Mindestalter 18 Jahre.
  • Ziel: der Einsatz unter Atemschutz.
  • Tauglichkeit nach G 26, regelmäßige Übungen (jährlich Belastungsübung und Einsatzübung) sind Pflicht.
  • Der Lehrgang Sprechfunker soll vorher abgeschlossen sein.
Dauer
mindestens 25 Stunden
Voraussetzung
Truppmannausbildung Teil 1, Mindestalter 18 Jahre, Tauglichkeit G 26
Wichtigste Vorschrift
FwDV 7 Atemschutz

Themen und Stunden

  • Lehrgangsorganisation 2 h
  • Grundlagen der Atmung, Atemschutztauglichkeit 2 h
  • Atemgifte 1 h
  • Atemschutzeinsatzgrundsätze 3 h
  • Atemschutzgeräte (Handhabung und Übung) 16 h
  • Leistungsnachweis 1 h

Danach

Aufbauend: ABC-Einsatz (70 h), Atemschutzgerätewart (35 h).

In Brandenburg

  • Die LSTE nennt den Grundausbildungslehrgang Atemschutzgeräteträger mit 5 Tagen. Dazu kommt die Tauglichkeit (G 26) und die jährliche Belastungs- und Einsatzübung. Die genaue Organisation regeln Kreis und Träger.
  • Dienstgrad: Der Atemschutzlehrgang gehört (zusammen mit Sprechfunker und Teil 2) zu den Voraussetzungen für Oberfeuerwehrmann/-frau (Orientierung).

Lernweg auf dieser Plattform

  1. Eignung und Pflichten: Seite „Atemschutzgeräteträger: Eignung, Pflichten und Atemschutznotfall“.
  2. Gefahren kennen: Seite „Atemgifte“.
  3. Gerät kennen: Seite „Pressluftatmer und Atemschutzmaske“.
  4. Im Trupp arbeiten: Seiten „Angriffstrupp“, „Sicherheitstrupp“, „Atemschutzüberwachung“.
  5. Einsatz verstehen: Seite „Innenangriff unter Atemschutz: Ampelregel und Löschtechnik“.
  6. Leinen und Sichern: Seiten „Leinen und Seile: Feuerwehrleine, Arbeitsleine, Kernmantelseil“ und „Zimmermannsschlag“ (Sicherungsleine des Trupps).

Das solltest du am Ende können

  • Gerät prüfen und anlegen, Dichtprobe an der Maske, Flaschendruck ablesen.
  • Einsatzgrundsätze nennen: Der Trupp geht nie allein, bleibt zusammen und hat eine Rückzugsreserve.
  • Rückzugsdruck und Überwachung erklären und einhalten.
  • Die Gefahren im Brandrauch benennen (Atemgifte, Hitze, Durchzündung) und Warnzeichen erkennen.
  • Bei Notfall im Trupp das richtige Verhalten nennen (Notruf „Mayday“, Rettung durch Sicherheitstrupp).
  • Gerät nach dem Einsatz richtig übergeben (Wartung, Hygiene).

Typische Stolpersteine

  • Dichtprobe vergessen oder mit Bart und Haaren an der Dichtlinie.
  • Luftverbrauch unterschätzt: Stress, Hitze und Arbeit erhöhen ihn stark.
  • Trupp trennt sich oder verliert die Leine.
  • Zu spät melden, wenn der Rückzugsdruck erreicht ist.
  • Unbekannte Wärme- und Rauchzeichen nicht als Warnung gelesen.

So bereitest du dich vor

  • Körperliche Fitness und regelmäßige Belastungsübung: Sie ist Pflicht und entscheidet auch über die Tauglichkeit.
  • Gerätekunde (Bauteile, Funktion) zu Hause wiederholen, dann in der Wache praktisch üben.
  • Mit einem Partner Anlegen, Prüfen und Meldungen durchsprechen.
  • Die Reihenfolge ist ein Vorschlag zum Selberlernen. Maßgeblich sind Lehrgangsplan und Ausbilder. Die Handgriffe übst du praktisch in der Wache.

Siehe auch